Zukunft. Jetzt. Hier. Gemeinsam.

So, nun läuft die Maschine nicht mehr. War auch klar. Hat der Facharbeiter ja schon prophezeit: Bald wird da wieder der und der Austausch fällig. Er kennt die Maschine seit Jahren. Nur: Bald ist der gute Mann weg. Und dann? Prinzip Zufall? Oder lässt sich mit einer digitalen Lösung der Verschleiß und damit der Teiletausch schon vorab berechnen, um dann flexibel reagieren zu können? Ja, das geht. Und sagen wir mal, mein Unternehmen produziert spezielle Türen für Kreuzfahrtschiffe, und wenn eine ausfällt, ausgerechnet auf den Bahamas, dann muss da ganz schnell einer hin und die tauschen. Ganz schöner Aufwand. Lässt sich der über ein Programm, einen Algorithmus, verringern? Und meine Leistung verbessern? Ja, das geht auch. Und mit OPITZ CONSULTING als Partner geht noch so vieles mehr.

Auch, weil das Unternehmen die individuellen IT-Lösungen für seine Kunden in einer Denkfabrik im Grünen entwickelt. Auf einem ehemaligen Bauernhof. Wo auf dem über 40 Hektar großen Gelände 50 schottische Hochlandrinder grasen, mehrere Pferde leben und das ganze Jahr über Gemüse angebaut wird – und im Sommer riesige Photovoltaikanlagen auf den Dächern Strom produzieren. Consulting, IT, Software, mitten in der Natur bei Gummersbach. Das war nicht immer so und auch anfangs gar nicht so gedacht: „Als wir 1990 zu dritt gegründet haben, fingen wir in Bensberg in klassischen Büroräumen an. Wir wollten wachsen, klar. Dass es so schnell geht, hatten wir nicht geahnt“, blickt Gründer und Gesellschafter Bernhard Opitz zurück. In den folgenden Jahren fuhr er auf dem Weg zu einem Kunden oft an der Kirchstraße 6 in Gummersbach vorbei und dachte jedes Mal: „Also, dieses Fachwerkhaus da, das ist wirklich schön.“ Eines Tages stand das Haus zum Verkauf. Und die alte Scheune nebenan gleich mit. Und OPITZ CONSULTING wuchs weiter und brauchte Platz. 

Dass dieser zwei Jahre, nachdem das Unternehmen das Haus und die Scheune erst kaufte und dann komplett umbaute, wieder nicht reichen würde, spricht dafür, wie gefragt die hohe Qualität ist, die der Dienstleister seinen Kunden bietet. Ganz gleich, ob es der regional tätige Dachdecker oder das Dax-Unternehmen mit Multimillionen-Umsätzen ist. Sie alle beschäftigen Menschen. Müssen Teams, Projekte, Maschinen, eigene Kunden managen, zusammenbringen, organisieren. 

Und genau da setzt OPITZ CONSULTING an: „Ja, es geht bei uns um Software. Aber im Mittelpunkt stehen immer die Menschen, die damit arbeiten. Ihnen können wir keine Lösung überstülpen, wir müssen sie gemeinsam mit den Kunden erarbeiten“, unterstreicht Dr. Sarah Opitz, eine von inzwischen vier Geschäftsführer*innen und Tochter des Gründers. Lösung rein und weg? Nicht mit OPITZ. Das Unternehmen begleitet seine Kunden oft über Jahre. Prüft in zunächst kleinen Schritten, mit kleinen Teams, was genau die jeweilige Herausforderung ist. Wie die Menschen ticken, die mit der neuen Software arbeiten werden. Welche Voraussetzungen sie und die vorhandene Technik mitbringen. Ob zum Beispiel eine Cloudlösung gewollt und auch sinnvoll ist. Das geht nur mit Kunden, die genau so große Lust haben an Veränderung, Erneuerung und Wandel. Und sich darauf einlassen können und wollen.

So, wie die insgesamt 500 Mitarbeiter von OPITZ CONSULTING, die noch an sieben weiteren Standorten in Deutschland sowie in Polen arbeiten und sich und ihre Arbeitswelt permanent neu erfinden. „Das hat ganz viel mit der eigenen Kultur und Kommunikation zu tun. Wir hinterfragen uns immer wieder selbst. Was bewegt die Mitarbeitenden? Wie können wir eigene Strukturen optimieren? Dies geht schnell, aber die Kultur aufrecht zu erhalten, sie auch zu leben, braucht Zeit“, erklärt Sarah Opitz. Mut zum Neuen, Lust auf die Chancen der digitalen Transformation, die Bereitschaft, sich immer wieder in den Kunden hineinzudenken, neue Ideen zu entwickeln und sich selbst nicht zu kopieren – all das wird bei OPITZ CONSULTING gefördert und gefordert. 

Zum Beispiel mit den Schutzraumprojekten. Wenn ein Mitarbeiter eine Idee hat, wird die erst mal in einem kleinen Team entwickelt. Sie darf auch scheitern. „Das ist dann kein Fehler, sondern eine Erkenntnis“, stellt Bernhard Opitz klar. Ganz gleich, ob es was wird oder nicht – ganz wichtig ist am Ende die Transparenz. Alle Mitarbeiter darüber zu informieren, was da entwickelt wurde. Welche Vorteile es bringt. Zum Beispiel durch einen Beitrag im firmeninternen Blog, den die Mitarbeitenden selbst initiiert
haben. Benannt ist der übrigens nach den schottischen Weiderindern.

Ideen in aller Ruhe mit einem Expertenteam entwickeln und davon erzählen – was bei OPITZ funktioniert, muss doch auf die Region übertragbar sein, oder? Finden die kreativen Firmenchefs auch.OPITZ CONSULTING ist Initiator des „Innovation Hub“ auf dem Steinmüller-Campus in Gummersbach, der nicht nur mit Fördergeldern der REGIONALE, sondern auch von mehr als 20 Unternehmen und Förderern aus der Region Bergisches RheinLand getragen wird.

Im Hub können die Mitarbeitenden von Firmen aus dem Oberbergischen,
Rheinisch-Bergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen mit Studierenden und Professoren an Innovationen arbeiten – mit modernstem Equipment, ungestört vom Produktionsalltag und mit einem vorab vereinbarten Zeitbudget. „Wenn es zum Beispiel darum geht, eine Maschine weiterzuentwickeln, können wir diese auch dort hinbringen, sodass dann gemeinsam daran geforscht werden kann“, kündigt Bernhard Opitz an. Gemeinsam innovativ sein, darum geht es.

Und: Die Ergebnisse für die Kollegen erlebbar machen. „Nur, wenn diese sich selber überzeugen können, dass etwas Neues wirklich funktioniert, werden sie danach handeln“, unterstreicht OPITZ. 

Eins ist ihm und seiner Tochter wichtig, gerade in Zeiten, da die digitale Transformation immer stärker Fahrt aufnimmt und sich OPITZ CONSULTING quasi täglich mit neuen Herausforderungen seiner Kunden befassen muss: Bitte keine „German Angst“ vor diesem Umbruch! Nur wer ihn mutig und aktiv gestaltet, kann davon profitieren. Und all das geht nicht nur in den Innovations-Hotspots wie Berlin oder San Francisco. Es geht in und um Gummersbach. Mitten im Grünen.

http://www.opitz-consulting.com

Der Veränderer geht digital

Digital denken. Anders denken. Weiter denken. Das ist für Michael von Rekowski nichts Neues. Schon als Pflegedirektor am Herz-Jesu-Krankenhaus in Lindlar begann er, wegzugehen vom Papier, Arbeitsabläufe zu digitalisieren und zu vereinfachen. Als medizinischer Berater in einer Softwarefirma arbeitete er an der Einführung einer Online-Patientenakte mit, und das für Kunden weltweit. Für ein Unternehmen, das 2006 schon komplett papierlos gearbeitet hat. „Das hat auch immer alles sehr gut funktioniert“, erzählt der 54-Jährige.
Und dann wird man 2009 Bürgermeister und Chef einer Kommunalverwaltung, die gut mit Computern ausgestattet ist und damit arbeitet. Von einer elektronischen Akte ist man aber noch weit entfernt. Von Rekowski hat da vieles verändert. Über Jahre. In vielen kleinen Schritten. Die erste Abteilung hat gerade begonnen, papierlos zu arbeiten. Er will es den Mitarbeitern leichter machen. Und den Bürgern. Seit der neue Internetauftritt der Stadt Wipperfürth online ist, werden mehr und mehr Onlineservices umgesetzt: Den Hund anmelden, eine Meldebescheinigung im Bürgerservice oder eine Urkunde im Standesamt beantragen – alles in Kürze verfügbar. Der richtige Ansprechpartner ist via Suchmaske zu finden, samt Bild und Kontaktdaten. Und die Sprechstunde mit dem Bürgermeister geht ab April auch virtuell über Videokonferenz.

Das indes ist nur ein winziger Teil, ein klitzekleiner Stein eines Masterplans, den Michael von Rekowski seit Jahren konsequent verfolgt, gerade auch durch den aufwändigen Umbau der Innenstadt: Den Weg zur digitalen City. Zur Smart City. Der gebürtige Wipperfürther hat eine Vision und stellt die richtigen Fragen: „Wie bewegen wir uns künftig in der Stadt? Wann ist es soweit und wir ordern per App ein selbstfahrendes Auto, das uns irgendwo abholt?“ Zukunftsmusik? Mag sein, aber die Noten werden jetzt schon geschrieben, und das weiß von Rekowski, der leidenschaftliche Hobby-Jazzpianist, nur zu genau.

Deshalb hat er die Wipp-App auf den Weg gebracht, die künftig immer weiter entwickelt werden soll. Wichtige Termine und Events, immer aktuell, auf einen Blick. Das geht schon jetzt. Das Handy für eine Audiotour entlang wichtiger Sehenswürdigkeiten nutzen, indem man einfach die dort angebrachten QR-Codes scannt – alles längst möglich. Mit dem Smartphone vor einer der ebenfalls smarten Straßenlaternen stehen und per Live-Ortung genau die Angebote des Fachgeschäfts auf dem Display sehen, die es dort jetzt gerade gibt – das geht ebenfalls, so lange die Händler und Gastronomen auch ihre Angebote einpflegen. Was für sie kostenlos ist. Was sogar terminierbar ist mit Anfangs- und Enddatum des Angebots. Was trotzdem nicht alle immer machen. Der Bürgermeister wünscht sich, dass mehr Händler auf den digitalen Zug aufspringen.

Smartcity

Kein Wunder, dass Michael von Rekowski inzwischen unter anderem sogar in der Bundeshauptstadt Berlin Vorträge zum Thema Smart City hält. Der nächste steht in Dresden an. Von wegen, kleines Wipperfürth. Smartes Wipperfürth, das bundesweit wahrgenommen
wird! Und es soll noch viel smarter werden.
„Nach dem Umbau der Stadt haben wir eine flächendeckende Sensorik. Das bringt uns in die nächste Stufe, die City ist dann gerastert.“ Das Scannen der QR-Codes auf den Sehenswürdigkeiten fällt dann flach, das Smartphone wird sie über die App direkt registrieren: „Die Information ist dann auf Wunsch einfach da.“

Just hat Michael von Rekowski Wipperfürth für den Wettbewerb um die digitalste Stadt Deutschlands bei der „Stiftung Lebendige Stadt“ angemeldet. Die Chancen stehen nicht schlecht, dass die älteste Stadt des Bergischen Landes, die sich gerade neu erfindet, da mal abräumt. Michael von Rekowski denkt unabhängig davon bereits weiter. Er sieht sich auch in Zukunft als Innovator – und als ein „Trotzdem-Macher“, der auch dann eine neue Idee umsetzt, wenn mal wieder Skeptiker auf dem Plan stehen.
Er weiß, welchen Stress er sich damit auch mal antut: „Das ist anstrengend. Man muss natürlich immer geradestehen für alles, was passiert. Das kann man nur durchhalten, wenn man ein Ziel, eine Vision verfolgt.“

Immer wieder reist er gezielt in andere Städte, holt sich Ideen, Anregungen, gerade auch, was die Illumination von Bauwerken angeht. Aktuell befasst er sich mit der Lichtinszenierung des Rathauses für die Zeit, wenn der Marktplatz umgebaut sein wird. Die Beleuchtung soll es in sich haben.

Sätze wie „Ham wa immer so jemacht“ hat Michael von Rekowski vor Jahren auf die Liste der verbotenen Ausdrücke gesetzt, wie er mit einem Augenzwinkern sagt. Und, ein Glück, sein Verwaltungsteam ziehe mit, sagt der Bürgermeister. Einer, der „Immer-schon“ in „Andersmachen“ verwandelt hat.