In bund läuft es rund

technik

Videochats, digitales Lernen
– in Zeiten wie diesen ist schnelles Internet systemrelevant. Die BEW sorgt mit der Glasfaserkabel-Verlegung dafür, dass es in Hückeswagen und Wipperfürth genau so schnell läuft, wie es muss.

Fotos: BEW

Hallo? Ist da wer? Ich höre was, aber ich sehe nur ein Standbild?! Und das ist auch nur verpixelt … ja, so hat es mancher in den letzten Monaten erlebt. Beim Videochat mit den Kollegen aus dem Homeoffice. Beim digitalen Schulunterricht von zu Hause aus. Kann frustrierend sein. Wird aber bald in Hückeswagen und Wipperfürth in 3000 Haushalten, einhundert Unternehmen und 18 Schulen Vergangenheit sein. Denn der Ausbau des Glasfasernetzes durch die Bergische Energie- und Wasser-GmbH (BEW) in der Region geht im Eiltempo voran – auch dank des milden Winters und des super Wetters im Frühjahr. 

Dass die Anschlüsse direkt in die Häuser gehen, hat einen entscheidenden Vorteil, denn die Übertragung ist damit deutlich schneller und nahezu unbegrenzt leistungsfähig. Heißt: Surfen in Lichtgeschwindigkeit rund um Welt, das Hoch- und Runterladen großer Datenpakete geht in Sekundenschnelle, Videospiele mit den Freunden im Nachbarort ohne Störung, digitales Lernen ohne Pixel und Standbild. Dafür mit Downloadgeschwindigkeiten von bis zu 100 Mbits/s.

Die Versorgung ist zeitlich eng durchgetaktet. Ende Mai wurde der zentrale Glasfaser-Hauptverteiler für Wipperfürth mit einem 160-Tonnen Kran in der Bahnstraße aufgestellt. Bereits bis Ende 2021 plant die BEW gemeinsam mit innogy TelNet das Glasfasernetz im gesamten Gebiet fertigzustellen – mit einer Gesamtlänge von dann 1.270 Kilometern. 

Das ist wichtig und notwendig, denn die neue Zeit zeigt eines ganz deutlich: Internet ist systemrelevant. Egal ob Bankengeschäfte, Online-Portale des Einzelhandels, die Logistik oder die Verwaltung: Die Wirtschaft ist so stark digitalisiert, dass sie auch jenseits der aktuellen Lage nur mit einem verlässlichen Internetzugang funktioniert. „Leistungsstarkes und schnelles Internet ist die Basis dafür, dass all die vielen beruflichen und privaten Aktivitäten gleichzeitig und störungsfrei online stattfinden können“, sagt BEW-Geschäftsführer Jens Langner. „Diese Voraussetzung schaffen wir gerade.“

 

Hereinspaziert

einkaufen

Georg und Jochen Offermann setzen in ihrem EDEKA-Markt in Wipperfürth auf künstliche Intelligenz. Modernste Technik zählt automatisch die Kunden, checkt, ob sie eine Maske tragen und macht den Einkauf damit sicherer.

Der 11. März 2020: Viel zu tun, wie immer. Zwei Tage später: Alles anders. Und mehr zu tun denn je. Jochen Offermann erinnert sich, wie der Lockdown begann, wie die ersten Hamsterkäufe losgingen, wie er, sein Bruder Georg und die Marktleiter in den beiden Wipperfürther EDEKA-Märkten agieren mussten. Und wie wertvoll die Grundlagen in Pandemieplanung, die er selbst in seiner früheren Zeit bei OBI einmal vermittelt bekommen hatte, nun waren. „Wir haben direkt die Belegschaft getrennt, Nachtschichten eingeführt, und ich selbst habe die ersten vier Wochen nachts im Laden gestanden.“ Die Offermanns machten in ihren beiden Lebensmittelläden in Wipperfürth einiges anders als andere. Sie setzten von Beginn an darauf, nur eine bestimmte Anzahl Kunden zur selben Zeit im Laden zu haben. Rund einhundert dürfen es im EDEKA-Markt in der Innenstadt sein. Die hat anfangs ein Mitarbeiter einzeln gezählt, bis die Geschäftsleute künstliche Intelligenz einsetzten. Und was für eine: Das Lindlarer Unternehmen Lang AG hat ein kamerabasiertes System entwickelt,
das nicht nur völlig automatisiert die Kunden zählt. Es kann auch mittels
Gesichtserkennung unterschieden, ob sie die erforderliche Maske tragen.
Die Wipperfürther Experten von Furacom, die als Spezialisten für die Einrichtung digitaler Bürosysteme unter anderem das Pressezentrum von Borussia Dortmund mit modernster Medientechnik ausstatteten, haben das System konfiguriert und installiert. Es arbeitet so einfach wie genial: Im Eingangsbereich hängt seit Ende Mai ein großer Flachbildschirm, der jeden Kunden, der in den Laden darf, mit einem weißen Smiley auf grünem Hintergrund begrüßt. Rückt die Maximalanzahl an Kunden näher oder will ein Kunde ohne Maske den Laden betreten, wird ein zuständiger Mitarbeiter informiert und bittet den Kunden um einen Moment Geduld beziehungsweise reicht ihm eine Maske – denn die kann man ja auch mal vergessen haben. Und keine Sorge:
Der Datenschutz ist gewährleistet, persönliche Daten werden nicht erhoben.

Die Offermanns wollen die neue Technik langfristig einsetzen, auch für eine Zeit nach Maskenpflicht und Zugangsbeschränkung. Denn sie können die Kundenströme damit generell viel präziser erfassen, ihr Personal besser planen – und insbesondere auch das Angebot noch genauer auf die Kunden abstimmen und sie zum Beispiel tagesaktuell zu bestimmten Aktionen informieren. So hat ein Ausnahmezustand bei Offermann dazu geführt, neue Standards zu setzen.

Gutes direkt vor der Haustür

regionalität

Georg und Jochen Offermann setzen in ihren Edekamärkten in Wipperfürth immer stärker auf Hersteller und Lieferanten aus der Region. Fisch, Eier, Bier, Fleisch, Honig von hier. Nachhaltig produziert und von bester Qualität.

Von hier. Für hier. Das ist für die Brüder Offermann in Wipperfürth mehr als ein Werbespruch. Es ist selbstverständlich geworden, denn in ihren Edekamärkten bieten sie mittlerweile viele hochwertige Produkte an, die in unmittelbarer Umgebung produziert werden – total lokal. Honig oder Landbier. Eier oder Fischspezialitäten. Rind- oder Schweinefleisch. Hergestellt von Menschen in und um Wipperfürth, die dieselbe Philosophie haben wie sie: Nachhaltig und naturnah denken und arbeiten. Die genau wissen, wo ihre Zutaten herkommen, weil sie sie aussuchen. Wie die Tiere, deren Fleisch sie später verarbeiten, leben, weil sie sie selbst aufziehen. Und welche herausragende Qualität im Produkt steckt, weil sie es selbst herstellen. Mit Leidenschaft, Können und einem Blick für die Region.

So wie das Team vom Hof Hedfeld am Rande von Kreuzberg. Von links kreuzen die Ferkel! Ja, das kommt dort jedes Jahr vor. Die Rinder, Schweine und Hühner laufen dort frei – wenn sie groß sind, natürlich in ihren Gehegen. Für ihre 1500 Hühner haben die Hedfelds sogar zwei mobile Hühnerställe angeschafft. „Fleisch und Wurst unserer Schweine und Rinder, die wir hier im Hofladen verkaufen – das ist High-End“, wissen die beiden Familien. Kartoffeln und Eier liefern sie an Offermann. Sie nutzen die natürlichen Ressourcen, wie es nur geht, auch fürs Futter ihrer Tiere. So viel wie nötig, so wenig wie möglich, lautet die Philosophie. Auch beim Kartoffelanbau: „Wir düngen unsere Böden mit natürlichen Rohstoffen. Weil wir eine Verantwortung gegenüber der Natur und ihren Schätzen haben, mit denen wir arbeiten.“

So wie in der Fischzucht Hahn an der Halver Straße
in Wipperfürth. Wer wie Denis Hahn und seine Familie
die Fische vom Ei angefangen züchtet, der braucht ein
immenses Fachwissen. Wie muss das Futter sein? Wie das
Wasser? Wie sorge ich für eine möglichst naturnahe Zucht? „Wir wissen ganz genau, wie das funktioniert“, erklärt Denis Hahn. „Und wir wissen, was die Menschen aus der Region
mögen. Dass sie unsere Forellen und Lachsforellen lieben. Ebenso wie zum Beispiel den Saibling, der auch von vielen Restaurants geordert wird und sehr gut ankommt.“
Die Hahns füttern von Hand, verarbeiten und räuchern
selber. Es dauert mitunter anderthalb Jahre und mehr
vom Ei bis zum handelsfertigen Fisch. „Das ist es uns wert.
Denn wir erfüllen höchste Standards an die Qualität.“

So wie in der Rönsahler Brauerei. Wer ein Rönsahler Helles, ein Dunkles oder das kräftige Bockbier probiert, ist begeistert. Vollmundig, süffig, lecker! Das Team um Tim Feldmann legt größten Wert auf den Brauvorgang: „Wir wissen, wie gut das nach alter Tradition gebraute Landbier ist. Apropos Tradition: Unsere Kupfersudpfanne wird direkt befeuert, und wir brauen darin ausschließlich sorgfältig ausgewählte Qualitätsmalze mit feinstem Brauwasser.“ Das Landbier gärt vier bis sechs Tage, bevor es sechs Wochen lang in den Lagerkellern reift. So entfaltet es auf natürliche Weise sämtliche Aromen und Geschmacksstoffe. Ob in der Dreiviertel-Liter-Flasche oder im Zwei-Liter-Bier-Siphon – traditionelles Rönsahler Landbier gehört zu einer gelungenen Feier einfach dazu.

So wie bei der Imkerin Angelika Leistikow.

Sie ist inzwischen seit 14 Jahren Imkerin und auch Bienensachverständige, betreibt neun Wirtschaftsvölker, züchtet Jungvölker und bildet Jungimker aus. Und sie liebt es, das zu ernten, was die Natur hier bei uns zu bieten hat. Im Frühjahr kann das ein Löwenzahnhonig sein, im Sommer auch Klee- oder Wald- und Blütenhonig. „An der Farbe der Pollenhöschen kann ich bestimmen, wo die Bienen gerade waren. Welchen Honig es wohl demnächst geben wird. Ich
mache alles selber: Die Bienenhaltung,
die Honigproduktion. Und ich imkere nach biologischen Grundsätzen, das ist mir sehr wichtig.“

 

So wie bei Berg und Mark. Vanessa Beinghaus erzählt: „Erst zum Ende meines Studiums der Agrarwissenschaften war mir klar: Ja, ich gehe zurück ins Familienunternehmen, auf den Hof meiner Eltern in Vossebrechen. Und ich bin sehr froh über diesen Schritt, denn so habe ich die Vermarktung und den Vertrieb des regionalen Fleisches nicht nur in der Hand. Ich weiß auch ganz genau, wie es verarbeitet wird.“ Geschlachtet werden unter anderem Schweine im Auftrag anderer Landwirte sowie eigene Rinder, und das für die Tiere so schonend wie möglich. Die Qualität des Fleisches prüfen die Experten genau. Sie verarbeiten zum Beispiel montags bis mittwochs Wurst und Fleisch vom Schwein, donnerstags und freitags das vom Rind. Und liefern es umgehend aus: „Ganz ehrlich: Viel frischer als bei uns geht eigentlich gar nicht. Und dabei arbeiten wir sehr nachhaltig. So produzieren wir den Strom für die Metzgerei per PV-Anlage selbst und verwenden SB-Verpackungen aus
100 Prozent recyclingfähigem Material.“

Janine goes green

Nachhaltigkeit

Von der Groß- und Außenhandelskauffrau zur
Explosiv-Moderatorin bei RTL. Und von da zur Autorin, Speakerin und Expertin für Umwelt- und Zukunfts-
themen: Die Engelskirchenerin Janine Steeger.

©NadineDilly

März 2011. Janine Steeger verfolgt wie Millionen andere Menschen, was da gerade im japanischen Fukushima abgeht. Unterwasserbeben. Tsunami. Atomarer Gau. Sie ist zu der Zeit schwanger, sitzt über Tage vor dem Fernseher, dem Medium, dem sie ihre eigene Karriere zu verdanken hat. Denn sie ist das Gesicht des RTL-Magazins „Explosiv“. Und jetzt? Beginnt das Umdenken. Kommen die Fragen: Kann das so weitergehen, wie wir Menschen leben? Ist Atomkraft die Antwort auf unsere Energiefragen? Wie will ich meinem Kind eigentlich unsere Welt hinterlassen? So beginnt die Erfolgsfrau aus Engelskirchen, für die es bis dato über viele Jahre immer höher, schneller, weiter ging, sich mit Grenzen des Wachstums zu befassen. Sie entwickelt sogar die Idee für eine Nachhaltigkeitssendung. Nur ist sie ihrer Zeit weit voraus: „Ich bin damit komplett durchgefallen.“ Also weiter Explosiv moderieren? Weiter Boulevard machen, was sie ja seit Jahren auch liebt? Ja, eine Zeit lang, bis sie 2015 …

… aber Halt. Das ging jetzt ganz schön schnell, oder? Stimmt, denn für Janine Steeger nahm das Leben von Jahr zu Jahr mehr Fahrt auf. Seit sie als Teenager, mit dreizehn oder vierzehn Jahren, das erste Mal auf RTL die Sendung „Explosiv“ sah – damals noch moderiert von Barbara Eligmann. Die kannte in Deutschland jeder. Jetzt auch die junge Engelskirchenerin: „Es war total absurd. Wir hatten zu Hause keine Satellitenschüssel, konnten nur die öffentlich-rechtlichen Sender empfangen. Ich sah Explosiv bei einer Freundin. Und ein paar Sekunden reichten aus, dass ich wusste: Das will ich. Ich will diese Sendung eines Tages moderieren.“ Aber erzähl das mal einem in Oberberg … Nee, ist klar, Janine! Genau …! Sie selbst bekam nach dem Abi am Aggertal-Gymnasium auch Angst vor der eigenen Courage. Also doch was Klassisches machen: Eine Ausbildung zur Groß- und Außenhandelskauffrau im elterlichen Betrieb. Gedacht, gemacht, „obwohl ich genau wusste, dass ich den nie übernehmen würde.“

Der Traum von der Medienkarriere, er lebte insgeheim weiter. Also kündigen. Ein Studium beginnen, Germanistik und Co; halt irgendwas, was mit Medien zu tun haben könnte. Nebenbei Praktika absolvieren. In der Heimat, bei der Oberbergischen Volkszeitung, bei Radio Berg. Dort später als Freie Mitarbeiterin. Weiter studieren. Chancen erkennen. Und sie nutzen: „Eines Tages bekam ich einen Praktikumsplatz bei ProSieben in München, bei der Sendung Taff. Ich kannte dort jemanden, mit dem ich zur Schule gegangen war. So viel zum Thema Klüngel“, erinnert sich Janine Steeger und lacht. Und so viel zum Thema Schicksal: Sie beginnt in München am Tag nach dem Unfalltod von Lady Di. Eine Tragödie. Und, so ist das nun mal in der Medienwelt: Eine Themenwiese, die sich in den kommenden Wochen, Monaten, Jahren bestens bespielen lässt. Janine Steeger wagt den Sprung ins kalte Wasser und schwimmt sich frei. Absolviert ein Volontariat bei ProSieben, dreht erste Beiträge, lernt Moderieren – und sie lernt, es auszuhalten, sich selbst vor der Kamera agieren zu sehen: „Das ist am Anfang der Horror. Aber da muss man durch. Es ist unglaublich wichtig, sich die ersten und auch die späteren Moderationen immer wieder selber anzuschauen.“

Die Engelskirchenerin liebt es. Das Schnelle. Den Zeitdruck. Die tagtägliche scheinbare Unmöglichkeit, binnen Stunden oder Minuten Infos und Bilder aus ganz Deutschland zu besorgen, um daraus einen Beitrag für die Abendsendung zu machen. Sie geht darin auf: „Ich habe eine Eigenschaft, die viele in der Branche haben und haben müssen: Je hektischer es wird, je größer der Druck, desto ruhiger werde ich. Ich kann dann ganz klar denken.“ Muss sie auch. Erst recht später als Chefin vom Dienst, als sie selbst die Beträge anderer Mitarbeiter abnehmen muss. Erst recht, als sie zu RTL Nord nach Hamburg wechselt, einer echten Talentschmiede, die schon so manchen deutschen Top-Moderator hervorgebracht hat. Wo sie selbst zu einer Top-Moderatorin wird. Und natürlich, als sie eines Tages zum Casting nach RTL in Köln geht – denn dort wird ein neues Gesicht für Explosiv gesucht: „Ich war gut vorbereitet, gleichsam total aufgeregt. Es klappte. Gerade, als ich mit meinem Mann in Köln eine Wohnung suchte, kam der Anruf. Als mich dann später alte Freundinnen bei RTL sahen, konnten Sie es kaum fassen, dass ich meine Ankündigung von damals, noch als Teenager, wahr gemacht hatte. Ich selbst hatte das gar nicht mehr auf dem Schirm.“ Sieben Jahre lang moderiert sie also die RTL-Kultsendung. Bis …

… 2015. Vier Jahre nach Fukushima. Vier Jahre, in denen sich Janine Steeger damit befasst hat, wie man nachhaltiger leben, das Klima schützen kann – und dass man dabei nicht perfekt sein muss. Sondern erst einmal: anfangen sollte. Wie sie: „Wir haben zuerst unser Auto verkauft, erledigen alles mit dem Rad oder öffentlichen Verkehrsmitteln. Haben, als die Kapsel-Kaffeemaschine kaputt war, eine neue gekauft und mit Fairtrade-Bohnen gefüllt. Haben Obst und Gemüse nicht mehr eingepackt, sind mit Mehrwegbeuteln zum Bäcker.“ Sie selbst hat sich auch wissenschaftlich mit dem Thema befasst, an der Fernuni den Kurs „Betriebliches Umweltmanagement und Umweltökonomie“ absolviert. 

Und … sie hat bei RTL gekündigt. Um sich hauptberuflich dem Thema Nachhaltigkeit zu widmen. Um die richtigen Fragen zu stellen. Wie diese: „Warum stehen auf den Verpackungen nicht einfach Marker: Ich gehöre in den Restmüll, ich gehöre in den gelben Sack, und so weiter. Dann würde das ständige Grübeln beim Entsorgen aufhören.“ Sie ist überzeugt, dass jeder etwas tun kann. Aber es brauche auch große, globale Lösungen, für die sich ganze Konzerne zusammentun, um entscheidend das Klima zu schützen. Über ihre Webseite kann man „Green Janine“ buchen. Als Speakerin, als Moderatorin – und man kann das Moderieren bei ihr lernen, denn sie ist als Medientrainerin aktiv. Zu ihren Auftritten reist sie mit dem Zug, trägt dabei Kleidung aus nachhaltiger Produktion, arbeitet soweit es geht papierlos. Sie möchte motivieren und inspirieren, denn jeder kann in vielen kleinen Schritten das Klima schützen. Ohne Druck, Stress, schlechtes Gewissen. Sondern mit Spaß. Vermisst sie den Boulevard eigentlich? 

Ein bisschen vielleicht. Aber Janine Steeger weiß heute auch: Es gibt einfach Wichtigeres. 

Dieser Gewinn elektrisiert

Eine Gummersbacherin räumt bei der Jubiläumsverlosung von EDEKA und WWF den Hauptreis ab. Und darf ihren elektrischen Smart bei EDEKA Offermann in Wipperfürth abholen.

Ohne einen Mucks rollt der kleine Rote aus dem Foyer. Jochen Offermann lenkt ihn nach draußen, eine der Kundinnen von EDEKA Offermann in Wipperfürth wundert sich: „Der macht ja gar kein Geräusch.“ Stimmt, und diese Erfahrung wird jetzt auch die Gummersbacherin Claudia mit ihrer Familie machen. Sie hat den elektrischen Smart Fortwo beim gemeinsamen bundesweiten Jubiläumsgewinnspiel von EDEKA und WWF gewonnen. Und freut sich nun, ihr zwanzig Jahre altes Gefährt gegen den smarten Kleinwagen eintauschen zu können. „Mein Mann bekommt demnächst einen Hybrid, das passt ja“, erzählt sie ENGELBERT, nachdem Jochen und Georg Offermann ihr den Schlüssel für das Auto überreicht haben. Eine Familie steigt auf E-Mobilität um – das passt auch zum Hintergrund der Zusammenarbeit zwischen EDEKA und WWF. Beide setzen sich seit zehn Jahren gemeinsam für Umweltschutz ein.

Dass die Gewinnerin aus Gummersbach stammt und das Auto in Wipperfürth überreicht bekam, freut Jochen und Georg Offermann, die in ihren Märken sehr stark auf nachhaltig hergestellte, regionale Produkte setzen, natürlich ganz besonders. Kurze Lieferwege sowie ein Verzicht auf Verpackungsmüll und Plastiktüten, unter anderem, indem in der Obst- und Gemüseabteilung Körbe verteilt werden, die man an der Kasse abgegeben und gegen Papiertüten oder Mehrwegtaschen eintauschen kann – bei Offermann ist nachhaltiges Denken und Wirken eine Selbstverständlichkeit geworden. Denn eine hohe Lebensmittelqualität und Umweltschutz passen einfach richtig gut zusammen.

 

Und Gewinnerin Claudia? Sie wird mit ihrem vollelektrischen Kleinwagen jetzt sicher schon durch Oberberg flitzen. Umweltschonend, leise, entspannt. Das gilt bei einem Smart natürlich auch für die Parkplatzsuche.

Immer schön warm!

Im Winter schön Schlittschuhlaufen in der Eissporthalle, im Sommer herrlich im Freibad liegen und bei schlechtem Wetter rein ins Schwimmbad und ein paar Bahnen ziehen. Alles möglich in der Wiehler Wasser Welt. Und so vieles mehr. Aber wie funktioniert es eigentlich, dass das Schwimmbecken immer schön angenehm warm ist und die Eishalle so kalt? Wahnsinnige Stromkosten – oder nicht?

Die Geschichte des Freibades beginnt schon 1976. Das Energieunternehmen RWE hatte seinerzeit die Idee ein Freibad zu eröffnen, das nur durch Solarenergie beheizt werden konnte. Eigene Energie erzeugen (auch Solarthe

rmie genannt) war das Ziel. Gedacht, geplant, gemacht: Hierfür wurden 1200 Solarfelder auf das Dach geschraubt, die das Becken durch genügend Sonne beheizen konnten. Damit aber nicht genug. Wie wäre es denn, die Wärme aus dem Duschwasser ebenfalls wiederzuverwenden? Nein, zu aufwendig, wie Jürgen Eisbach (ja, der heißt wirklich so!), Haustechniker der Wiehler Wasser Welt, erklärt. Seife, Duschgel und Haarshampoo verklebten die Wärmetauscher und somit wurde die vielversprechende Idee erst einmal wieder auf Eis gelegt.

Apropos Eis. Die Eishalle kam ja mehr oder weniger durch Zufall noch mit auf das Gelände hinzu. Für RWE ein Glücksfall, denn das Unternehmen konnte anhand der Eisbahn seine Studien über Energierückgewinnung durchführen – und bescherte den Besuchern zudem viel Freude. Das Freibad sowie die Eishalle wurden schließlich für genau eine Deutsche Mark an die Stadt Wiehl verkauft. 

Vor einigen Jahren dann wurde das Hallenbad Bielstein geschlossen und in Wiehl ein zusätzliches Hallenbad gebaut. 25 Meter Sportbecken, ein Mehrzweckbecken mit variabler Höhe und eine Erlebniswelt für Kinder – all das gibt es seit dem Jahr 2016 in der Wiehler Wasser Welt. Das schöne warme Solebecken draußen hat übrigens das ganze Jahr über 34 Grad. 

Aber auf dem Gelände gibt es ja sogar zusätzlich noch ein Becken, mit dem die geniale Energierückgewinnung noch einmal optimiert wurde. Und dieses zu finden ist gar nicht mal so leicht. Es befindet sich nämlich verschlossen unter der Erde. Eingepackt in Dämmstoffe wird hier die komplette Wärme gespeichert. Welche? Na, die aus der Eishalle. Die Wärme, die durch die Eismaschinen dort entzogen wird, wird in Form von warmem Wasser genau in dieses Becken geleitet. Großartig: So können alle anderen Schwimmbecken vorgeheizt werden. So weit so gut, vor allem im Winter. 

Und im Sommer, wenn die Eissporthalle geschlossen hat? Das gesamte Schwimmbad mit seinen drei Becken und dem Freibad mit fossilen Energien beheizen? Von wegen. Zum Glück gibt es ja noch die alte RWE-Anlage auf dem Dach. 750 Solarfelder sind dort aktiv nutzbar – das reicht, um den unterirdischen Wärmespeicher immer schön zu füttern. Ganz schön ausgeklügelt!

sieht doch ganz sonnig aus

Sonne. Und wie. Mitte Februar flutet sie plötzlich die Dächer. Und es geht los. Jeden Tag, ab jetzt das ganze Jahr über, bis tief in den Herbst hinein. Photovoltaikanlagen planen,
montieren, in Betrieb nehmen. Die Solaris GbR aus Wipperfürth schreibt eine Erfolgsgeschichte. Seit zehn Jahren. Am 1. April 2009 haben der gelernte Schreiner und ehemalige Reiseverkehrskaufmann Andreas Savaris und Dachdeckermeister Axel Schmidt ihr Unternehmen gegründet. Als Quereinsteiger. 

Heute sind sie mit ihren 15 Mitarbeitern nicht nur in Oberberg die Experten für Photovoltaikanlagen. Diese sind beliebter denn je, kein Wunder also, dass Solaris bundesweit mit seinen Vertriebsmitarbeitern unterwegs ist und schon Anlagen an der Elster oder nahe Straßburg installiert hat. Das Erfolgsgeheimnis: „Wir haben uns auf die PV-Anlagen spezialisiert. Wir machen sie nicht als Zusatz, sondern ausschließlich.“ Das funktioniert so gut, dass Axel Schmidt seinen Dachdeckerbetrieb schon vor Jahren aufgegeben hat. Seine Fachkenntnis kann er perfekt für die Montage der Anlagen nutzen.
Andreas Savaris wiederum hat sein Hobby zum Beruf gemacht. 

Anfang 2006 hatte er von dem Thema noch so gar keinen Plan. „Meine Frau und ich waren damals auf der Suche nach einer Kapitalanlage als Vorsorge für die Rente. Ein Freund von mir meinte dann: Euer Hausdach zeigt doch zur Südseite. Setzt eine PV-Anlage drauf. Und ich hab nur geantwortet: PV – was?“ Auf dieses ,Was‘ fand er in den nächsten drei Jahren eine Menge Antworten.
Er meldete sich in Foren an, testete auf dem eigenen Dach verschiedene Solarmodule, vertiefte sein Wissen, hatte ein neues Hobby gefunden. Und immer mehr Wissen. „Als die Stadt Wipperfürth dann die ersten Dächer für die Nutzung mit Photovoltaik verpachtete, waren Axel und ich dabei“, erzählt Savaris. Kein Scherz: Genau am 1. April vor zehn Jahren gründeten die beiden ihre GbR, am 15. Juni wird gefeiert.

Zu Gründungszeiten tickten die Uhren noch ganz anders: Die Anlagen kosteten etwa viermal so viel wie heute, dafür war die Einspeisevergütung auch viel höher. Sprich: Man konnte mit Stromerzeugung Geld verdienen. Auch im regnerischen Oberberg, weil die Anlagen sehr effizient arbeiten und ihre Anschaffung nach neun bis elf Jahren amortisiert ist. 

Und heute? Arbeiten diese Anlagen noch effizienter und kosten in der Herstellung nur noch ein Bruchteil. Produzenten von Modulen kamen und gingen, die Solaris GbR

ist geblieben. Und wächst. Immer mehr Eigentümer entdecken die umweltschonende und nachhaltige Energieerzeugung für sich – denn es lohnt sich mehr und mehr, den Strom selbst zu verbrauchen. Im Haushalt, im Elektroauto. Weil Andreas Savaris und Axel Schmidt wissen, wie all das geht und sich permanent mit neuen Vorschriften für Montage und Einspeisung befassen, sind sie heute gefragt wie nie. Aber auch, weil sie ausschließlich Fachkräfte beschäftigen. Weil sie stets Module von Qualitätsherstellern montieren. Und weil sie die Anlagen für jeden Kunden nach dessen Bedarf maßgenau zusammenstellen. 

An der Hansestraße betreiben Savaris und Schmidt inzwischen mehrere Lagerhallen, die alle mit den eigenen PV-Anlagen bestückt sind. Ihr Beratungsbüro an der Hochstraße ist zugleich ein Showroom für moderne PV-Technik. 

Ob nun der Himmel in der Region blau oder grau ist, ob es um sieben oder um fünf hell wird – für Solaris sieht‘s ganz sonnig aus.

Zukunft. Jetzt. Hier. Gemeinsam.

So, nun läuft die Maschine nicht mehr. War auch klar. Hat der Facharbeiter ja schon prophezeit: Bald wird da wieder der und der Austausch fällig. Er kennt die Maschine seit Jahren. Nur: Bald ist der gute Mann weg. Und dann? Prinzip Zufall? Oder lässt sich mit einer digitalen Lösung der Verschleiß und damit der Teiletausch schon vorab berechnen, um dann flexibel reagieren zu können? Ja, das geht. Und sagen wir mal, mein Unternehmen produziert spezielle Türen für Kreuzfahrtschiffe, und wenn eine ausfällt, ausgerechnet auf den Bahamas, dann muss da ganz schnell einer hin und die tauschen. Ganz schöner Aufwand. Lässt sich der über ein Programm, einen Algorithmus, verringern? Und meine Leistung verbessern? Ja, das geht auch. Und mit OPITZ CONSULTING als Partner geht noch so vieles mehr.

Auch, weil das Unternehmen die individuellen IT-Lösungen für seine Kunden in einer Denkfabrik im Grünen entwickelt. Auf einem ehemaligen Bauernhof. Wo auf dem über 40 Hektar großen Gelände 50 schottische Hochlandrinder grasen, mehrere Pferde leben und das ganze Jahr über Gemüse angebaut wird – und im Sommer riesige Photovoltaikanlagen auf den Dächern Strom produzieren. Consulting, IT, Software, mitten in der Natur bei Gummersbach. Das war nicht immer so und auch anfangs gar nicht so gedacht: „Als wir 1990 zu dritt gegründet haben, fingen wir in Bensberg in klassischen Büroräumen an. Wir wollten wachsen, klar. Dass es so schnell geht, hatten wir nicht geahnt“, blickt Gründer und Gesellschafter Bernhard Opitz zurück. In den folgenden Jahren fuhr er auf dem Weg zu einem Kunden oft an der Kirchstraße 6 in Gummersbach vorbei und dachte jedes Mal: „Also, dieses Fachwerkhaus da, das ist wirklich schön.“ Eines Tages stand das Haus zum Verkauf. Und die alte Scheune nebenan gleich mit. Und OPITZ CONSULTING wuchs weiter und brauchte Platz. 

Dass dieser zwei Jahre, nachdem das Unternehmen das Haus und die Scheune erst kaufte und dann komplett umbaute, wieder nicht reichen würde, spricht dafür, wie gefragt die hohe Qualität ist, die der Dienstleister seinen Kunden bietet. Ganz gleich, ob es der regional tätige Dachdecker oder das Dax-Unternehmen mit Multimillionen-Umsätzen ist. Sie alle beschäftigen Menschen. Müssen Teams, Projekte, Maschinen, eigene Kunden managen, zusammenbringen, organisieren. 

Und genau da setzt OPITZ CONSULTING an: „Ja, es geht bei uns um Software. Aber im Mittelpunkt stehen immer die Menschen, die damit arbeiten. Ihnen können wir keine Lösung überstülpen, wir müssen sie gemeinsam mit den Kunden erarbeiten“, unterstreicht Dr. Sarah Opitz, eine von inzwischen vier Geschäftsführer*innen und Tochter des Gründers. Lösung rein und weg? Nicht mit OPITZ. Das Unternehmen begleitet seine Kunden oft über Jahre. Prüft in zunächst kleinen Schritten, mit kleinen Teams, was genau die jeweilige Herausforderung ist. Wie die Menschen ticken, die mit der neuen Software arbeiten werden. Welche Voraussetzungen sie und die vorhandene Technik mitbringen. Ob zum Beispiel eine Cloudlösung gewollt und auch sinnvoll ist. Das geht nur mit Kunden, die genau so große Lust haben an Veränderung, Erneuerung und Wandel. Und sich darauf einlassen können und wollen.

So, wie die insgesamt 500 Mitarbeiter von OPITZ CONSULTING, die noch an sieben weiteren Standorten in Deutschland sowie in Polen arbeiten und sich und ihre Arbeitswelt permanent neu erfinden. „Das hat ganz viel mit der eigenen Kultur und Kommunikation zu tun. Wir hinterfragen uns immer wieder selbst. Was bewegt die Mitarbeitenden? Wie können wir eigene Strukturen optimieren? Dies geht schnell, aber die Kultur aufrecht zu erhalten, sie auch zu leben, braucht Zeit“, erklärt Sarah Opitz. Mut zum Neuen, Lust auf die Chancen der digitalen Transformation, die Bereitschaft, sich immer wieder in den Kunden hineinzudenken, neue Ideen zu entwickeln und sich selbst nicht zu kopieren – all das wird bei OPITZ CONSULTING gefördert und gefordert. 

Zum Beispiel mit den Schutzraumprojekten. Wenn ein Mitarbeiter eine Idee hat, wird die erst mal in einem kleinen Team entwickelt. Sie darf auch scheitern. „Das ist dann kein Fehler, sondern eine Erkenntnis“, stellt Bernhard Opitz klar. Ganz gleich, ob es was wird oder nicht – ganz wichtig ist am Ende die Transparenz. Alle Mitarbeiter darüber zu informieren, was da entwickelt wurde. Welche Vorteile es bringt. Zum Beispiel durch einen Beitrag im firmeninternen Blog, den die Mitarbeitenden selbst initiiert
haben. Benannt ist der übrigens nach den schottischen Weiderindern.

Ideen in aller Ruhe mit einem Expertenteam entwickeln und davon erzählen – was bei OPITZ funktioniert, muss doch auf die Region übertragbar sein, oder? Finden die kreativen Firmenchefs auch.OPITZ CONSULTING ist Initiator des „Innovation Hub“ auf dem Steinmüller-Campus in Gummersbach, der nicht nur mit Fördergeldern der REGIONALE, sondern auch von mehr als 20 Unternehmen und Förderern aus der Region Bergisches RheinLand getragen wird.

Im Hub können die Mitarbeitenden von Firmen aus dem Oberbergischen,
Rheinisch-Bergischen und dem Rhein-Sieg-Kreis zusammen mit Studierenden und Professoren an Innovationen arbeiten – mit modernstem Equipment, ungestört vom Produktionsalltag und mit einem vorab vereinbarten Zeitbudget. „Wenn es zum Beispiel darum geht, eine Maschine weiterzuentwickeln, können wir diese auch dort hinbringen, sodass dann gemeinsam daran geforscht werden kann“, kündigt Bernhard Opitz an. Gemeinsam innovativ sein, darum geht es.

Und: Die Ergebnisse für die Kollegen erlebbar machen. „Nur, wenn diese sich selber überzeugen können, dass etwas Neues wirklich funktioniert, werden sie danach handeln“, unterstreicht OPITZ. 

Eins ist ihm und seiner Tochter wichtig, gerade in Zeiten, da die digitale Transformation immer stärker Fahrt aufnimmt und sich OPITZ CONSULTING quasi täglich mit neuen Herausforderungen seiner Kunden befassen muss: Bitte keine „German Angst“ vor diesem Umbruch! Nur wer ihn mutig und aktiv gestaltet, kann davon profitieren. Und all das geht nicht nur in den Innovations-Hotspots wie Berlin oder San Francisco. Es geht in und um Gummersbach. Mitten im Grünen.

http://www.opitz-consulting.com

Lass uns teilen!

Ja, Elektroautos fahren sich toll, sind effizient und gerade auch auf dem Land bestens aufgehoben. Aber sie sind eben auch noch etwas teurer als Benziner. Warum also nicht einfach ein Auto mit anderen teilen? Gemeinsam mit dem Kooperationspartner E-Wald setzt sich AggerEnergie beispielsweise für die Erweiterung des Carsharing-Angebots in der Region ein. So wie in Wiehl und Engelskirchen. Dort fahren Verwaltungsmitarbeiter tagsüber in vollelektrischen Renault ZOE, die sie von der AggerEnergie gemietet haben. Diese können dann nach Dienstschluss in den Rathäusern und an den Wochenenden auch die Bürger reservieren und nutzen.

 

Praktisch: AggerEnergie kümmert sich um die Wartung, Reinigung und Nebenkosten. Die Abwicklung des E-Carsharings übernimmt E-Wald. Genial

auch die technische Lösung zur Privatnutzung: Online auf der Carsharing-Plattform e-wald.eu registrieren und gegen eine Einmal-Gebühr gibt es eine Chipkarte, mit der man den ZOE öffnet und startet. Der kann stunden- oder tageweise zu den freien Zeiten online oder in den Kommunen für kleines Geld gebucht werden. Und wo wird geladen? Zum Beispiel an den 18 Ladepunkten der AggerEnergie in Oberberg und in Overath.

Der Megatrend: E-Bike!

Keinen Spaß am Auto? Lust, was für die Fitness zu tun und gleichsam so richtig nachhaltig unterwegs zu sein? So geht es Tausenden von Menschen im Oberbergischen Land. Radfahren boomt, insbesondere auf einem Elektrorad, dem Pedelec. Auch heftige Steigungen werden zum Kinderspiel, wenn beim Tritt in die Pedale der Elektromotor mithilft und der Schweißausbruch ausbleibt. Besonders praktisch: Nicht nur für Autos, auch für E-Bikes gibt es öffentliche Ladesäulen. Auf der Website der AggerEnergie kann man sich die auch interaktiv anschauen. Der Energieversorger versüßt seinen Kunden den Kauf eines neuen E-Bikes zudem mit einer Prämie – bis zu 100 Euro gibt es. Da macht die umweltschonende und gesunde Art der Fortbewegung doch gleich noch mehr Spaß.

Volle Ladung Energie

 

An der ersten Schnellladesäule im Oberbergischen Land, direkt in Sichtweite zur BEW, kann man mit bis zu 50 Kilowatt in der Stunde sein E-Auto laden. Das bedeutet für die meisten aktuellen Modelle, dass sie in einer guten halben Stunde aufgeladen sind. Aber da geht noch mehr, oder?

Na klar. Wir haben direkt für die Zukunft gebaut und so viel Kupfer im Boden verlegen lassen, dass wir dort später weitere Ladepunkte ergänzen können. Selbst ein Schnelllader, der bis zu 150 Kilowatt in der Stunde schafft, ist denkbar. Diese Strategie ist nicht nur nachhaltig, sie wird auch vom Land gefördert. Die bisherigen Kosten von rund 45.000 Euro sind zu etwa 35 Prozent bezuschusst worden.

 

Wipperfürth und auch Hückeswagen sind ja wahre E-Auto-Oasen. 

Das ist richtig. Hier in der Region können wir Ladesäulen im öffentlichen Bereich platzieren. Das ist in Ballungsgebieten wie Köln schwieriger. Allein auf Wipperfürther Stadtgebiet haben wir acht öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte, dazu vier in Hückeswagen, und es kommen weitere dazu.

Auch mehr E-Autos?

Davon gehe ich aus. In Wipperfürth sind nach meiner Schätzung rund 40 E-Autos zugelassen. Und wir haben immer mehr Kunden, die sich über uns, wenn sie zum Beispiel ein Haus neu bauen oder sanieren, direkt eine Ladesäule installieren lassen oder demnächst mieten. Weil sie jetzt schon wissen: Mein nächstes Auto wird … ein elektrisches. Für diese Autofahrer ist dann auch der Autostromvertrag interessant, den die BEW bietet. Den haben längst nicht nur Kunden aus Oberberg bei Ihnen abgeschlossen …
Aktuell haben wir fast 1300 Autostromkunden deutschlandweit und sind an einem Netz aus rund 2400 Ladepunkten angeschlossen. Per App können die Kunden also von Nord nach Süd deutschlandweit an all diesen Punkten laden und dafür ihren Stromvertrag nutzen. Eine Ladung kostet maximal 33 Cent pro Kilowattstunde, je mehr man lädt, desto günstiger wird es.

Sie sind selbst begeisterter Elektroautauto-Fahrer, ebenso wie viele Ihrer Kollegen aus dem E-Mobilitäts-Arbeitskreis bei der BEW. Wird die Akzeptanz bei dem Thema größer?

Wird sie, aber es ist immer noch viel Halbwissen unterwegs. Zum Beispiel wenn es um CO2-Emissionen bei der Akkuherstellung der Autos geht. Gleichwohl haben immer mehr Menschen Interesse am Thema und ich kann alle nur einladen, sich von uns hierzu einmal unverbindlich beraten zu lassen. Und am 23. September zum Elektromobilitätstag im metabolon in Lindlar zu kommen.