Maske auf, anvisieren, Treffer!

hobby
Paintball – der moderne Mannschaftssport aus den USA.
Unsere ENGELBERT-Reporterinnen Lea und Elena testeten
das Spiel voller Action, Aufregung und Spaß
zum ersten Mal in Wipperfürth aus.

 

Hier braucht man vor allem Taktik und Teamgeist!

 

„Fünf“ hallt es lautstark durch die Halle. Fünf Sekunden, die ich Zeit habe, um mich innerlich vorzubereiten, und für letzte Taktikbesprechungen. Meine innere Uhr zählt langsam runter, während ich merke, wie mein Adrenalinpegel gleichzeitig ansteigt. „Und los!“. Das ist mein Zeichen. Den Markierer fest an mich gepresst, renne ich zur nächstgelegenen Deckung und drücke mich mit dem Rücken an das Luftkissen. Dann höre ich erst mal nichts – bis auf meinen eigenen Atem. Plötzlich ein lautes Knallen. Eine Farbkugel fliegt ganz nah an meinem Kopf vorbei. Das war knapp. Jetzt heißt es aufgepasst. Das muss Elena gewesen sein. Das Problem: Ich kann sie nicht sehen. Jedes Mal, wenn ich es wage, über die Deckung zu spähen, sieht die Halle wie leergefegt aus. Aber ich weiß, da ist jemand. Sie. Und sie hat es auf mich abgesehen.

Da, da war was! Leas schwarzer Pulli ragt ein Stück am Hindernis heraus. Meine Chance. Markierer angelegt, anvisiert und abdrücken. Direkt ein paar Kugeln hintereinander abfeuern. Und, habe ich getroffen? Anscheinend nicht. Also heißt es abwarten. Zum Schutz verstecke auch ich mich weiterhin hinter dem großen Luftkissen. Erst mal durchatmen. Aber so viel Zeit bleibt nicht. Auch an mir fliegen die Paintballs nur so vorbei. Ich versuche, geduckt schnell zu einer weiteren Deckung zu rennen. Aaah, Mist! Ich wurde getroffen! Das war‘s für mich. Arme hoch und hinter meine Startbase. Hoffentlich schafft‘s mein Teampartner …

Liest sich wie das Drehbuch zu einem Actionfilm? Ist aber ein Spiel. Paintball. In dem taktischen Mannschaftssport, der in den 80er-Jahren in den USA erfunden wurde, treten zwei Teams, ausgerüstet mit Markierern und Farbkugeln, gegeneinander an. Das geht auch in Wipperfürth. In der Paintball Area NRW in der Nähe von Kreuzberg können die Spieler auf fünf Spielfeldern ihr taktisches Können testen und beweisen. Indoor sowie outdoor bietet die Paintball Area viele aufregende Themenwelten. Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Basis zu erobern, und auf dem Weg dorthin möglich viele Gegenspieler mit Paintballs zu markieren. Und das versuchen wir auch. Denn wir spielen beide heute zum ersten Mal Paintball und haben zum Glück jeder einen erfahrenen Ligaspieler zur Seite gestellt bekommen.

Mittlerweile rinnt mir der Schweiß die Stirn hinab und mein Atem geht schwer unter der eng anliegenden Schutzmaske. Aus dem gegnerischen Team ist nur noch ein Spieler übrig, doch wo ist er? Ich stehe nach wie vor hinter derselben Deckung, doch diese ist so hoch, dass ich nur etwas sehe, wenn ich mich aus der schützenden Deckung hervorbewege. Meinen Partner habe ich schon lange aus den Augen verloren. Alles, was ich von ihm höre, ist das dumpfe Knallen seines Markierers, das von weiter weg an mein Ohr dringt. Dann der erlösende Satz: „Das Spiel ist zu Ende, wir haben gewonnen.“ Da ging die erste Runde wohl mal an uns. Jetzt ist dringend eine Pause fällig. Also ab zum Ausgang des Spielfeldes und durch den Netzvorhang in den Pausenbereich. Bevor ich das Spielfeld verlasse, nehme ich mir aus dem bereitstehenden Eimer die Laufsocke für meinen Markierer. Die muss über den Lauf gezogen werden, damit sichergestellt ist, dass nicht durch Zufall ein Paintball außerhalb des Spielfelds jemanden trifft.

Aus, aus, das Spiel ist aus! Leider haben wir verloren – aber das schreit doch nach einer Revanche. Nach Verlassen des Spielfeldes ziehe ich mir die Maske vom Kopf und atme erst mal tief durch. Auf dem gesamten Spielfeld herrscht strikte Maskenpflicht. Wäre sonst auch zu gefährlich. Schließlich fliegen die mit Lebensmittelfarbe gefüllten Kugeln mit rund 240 Stundenkilometern durch die Luft.

Schon krass, das Spiel hat gar nicht so lange gedauert, aber ich bin echt außer Atem. Dass Lea mich direkt getroffen hat, wurmt mich doch sehr. Aber ich habe ja gleich noch eine Chance. Doch zuerst füllen wir unsere Hopper auf.
Das sind die Behältnisse auf unseren Markierern, in denen Platz für rund
130 Kugeln ist.

Eine eigene Ausrüstung muss in der Paintball Area übrigens niemand mitbringen. Vor Ort kann man sich das gesamte Equipment ausleihen. Obwohl der Sport erst für Spieler ab 18 Jahren erlaubt ist, können in Wipperfürth auch schon Kinder ab 14 Jahren gegeneinander antreten. Für sie gibt es Paintball Light mit kleineren Kugeln und anderen Markierern, die mit Feder-, statt Luftdruck markiert werden. Ob bei einem spaßigen Abend unter Freunden, als teambildendes Event für Firmen oder als aufregender Junggesellenabschied, Paintball ist für jedermann.

Weiter geht’s. Neues Spielfeld, neues Glück. Diesmal treten wir auf einem Schrottplatzszenario gegeneinander an. Hier stehen nicht nur alte Reifentürme und Europaletten, sondern auch echte Autokarosserien. Maske auf, ab aufs Spielfeld, Laufsocke runter, auf Position. „Fünf“, ertönt es wieder lautstark. Und schon ist mein Adrenalinpegel auf Höchststufe geschnellt. Diesmal lasse ich mich nicht so einfach treffen. Ich renne zum nächsten Palettenstapel.
Entdecke eine Lücke. Und da ist sie. Rennt meine Kollegin doch tatsächlich durch zwei Hindernisse durch. Als hätte sie es drauf angelegt, getroffen zu
werden. Kann sie haben.

Das Startsignal ertönt, und ich sprinte zum nächstgelegenen Reifenstapel. Nervös luge ich über den Rand und halte nach dem gegnerischen Team Ausschau. Schnell habe ich meine Kollegin und Widersacherin in der Nähe hinter einem Palettenstapel ausgemacht. Doch meine Position ist schlecht, ich kann sie nicht treffen, ohne meine Deckung aufzugeben. Aber ein Stück weiter türmen sich ja noch mehr Paletten aufeinander. Der perfekte Platz. Doch wie dorthin gelangen, ohne getroffen zu werden? In meinem Kopf male ich mir schon aus, wie ich filmreif aus meiner Deckung springe, wild ein paar Kugeln auf den Gegner abfeuere und in der gleichen Zeit mit einer perfekt ausgeführten Rolle hinter der nächsten Deckung in Sicherheit gelange. Natürlich alles, während mir in Zeitlupe die Kugeln um die Ohren fliegen, ich aber immer um Haaresbreite verfehlt werde. Okay, der Plan steht. Jetzt nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten. Ich nehme all meinen Mut zusammen und springe, vom Adrenalin getrieben, hinter dem Reifenstapel hervor. Und dann das: Noch bevor ich zwei Schritte gemacht habe, klatscht mir eine Farbkugel direkt auf die Maske. Das war‘s dann wohl wieder mit meiner Karriere als Stuntfrau. Zum Zeichen für die anderen, dass ich getroffen wurde, hebe ich meinen Arm und gehe am Rand des Spielfelds zurück zu meiner Basis.

Ha, getroffen! Und kurz darauf trifft auch noch mein Partner unseren zweiten Gegenspieler. Ja, so schnell kann‘s gehen. Und diesmal sind wir die glücklichen Gewinner.

Was für ein Erlebnis. Mit viel Spaß und noch mehr Aufregung. Eins ist sicher, wir kommen wieder. Schließlich haben wir beide noch eine Revanche offen.

 

Ab in den Garten mit Gummersbacher Experten

Ewiges Eis … schien so, oder? Endlich vorbei! Also: Blumen pflanzen. „Aber bitte nicht übermütig werden“, empfiehlt Stefanie Neuhoff, Pflanzenexpertin im Gartencenter Kremer. „Denn nicht alle Pflanzen können schon über Nacht draußen bleiben. Sie bedürfen vieler Pflege.“ Gartengeduld ist also gefragt. Wer kleine Zwiebelpflanzen wie Narzissen einsetzen möchte, die bereits vorgetrieben sind, sollte sie noch in der Wohnung halten. Oder aber, wenn sie schon auf Balkon oder Terrasse in kleinere Schalen und Kästen gepflanzt werden, jeden Tag den Wetterbericht im Blick haben. Sonniger Tag, aber knackig kalte Nacht? Dann abends rein mit den Blumen. Und wenn die jetzt schon in einen großen Kübel gesetzt sind, den ich nicht zweimal am Tag hin- und herschleppen möchte? „Dann sollten Sie diesen abends mit Vlies umwickeln.“ Wer es nach dem langen Winter in Wohnung oder Haus ganz schnell frühlingsbunt haben möchte, liegt mit Zwiebelpflanzen generell richtig. Als Frühlingsblüher wiederum empfehlen sich Primeln.
Die Zwiebeln sind übrigens robuster als Knollenpflanzen, die bei Kremer auch schon zu haben sind, darunter Sommerblüher wie Dahlien und Lilien. Knollen sind im Gegensatz zu Zwiebeln nicht winterhart. Also erst setzen, wenn das Thema Frost wirklich erledigt ist. Und dann im Herbst wieder aus der Erde holen, wenn man über Jahre was davon haben will. Knollenpflanzen sind im Bergischen oft nicht heimisch, daher brauchen sie mehr Pflege und Arbeit. Wie sieht es eigentlich mit Düngen aus? „Können Sie jetzt machen. Die Pflanzen haben je nach Wetter ihre Wachstumsphase von März bis Oktober.“ Wer Stauden hat, sollte sich schon mal vormerken, diese nicht nur jetzt, sondern auch im kommenden Herbst zu düngen. Zum Beispiel mit Hornspänen, welche die Stauden mit Stickstoff versorgen.
Generell gilt: Auch ein kühlerer Frühling kann pflanzentechnisch bunt werden,
wenn man Zeit in die Pflege der Pflanzen investiert. „Viele unserer Kunden machen sich diese Arbeit gerne und haben auch die entsprechende Erfahrung“, weiß Stefanie Neuhoff. Wer sie noch nicht hat, wird von den Natur-Talenten des Gartencenters Kremer bestens beraten.