Der Figur auf der Spur

wandern

Michael Wittschier aus Wipperfürth wandert gern durch sein Leben. In seinem ersten Wanderbuch beschreibt der pensionierte Lehrer 14 Wege, die, von oben betrachtet, Figuren ergeben. 

Traue keinem Gedanken, der dir nicht beim Wandern gekommen ist.“ Na, wer hat‘s gesagt? Richtig, Friedrich Nietzsche. Und Michael Wittschier hat sich diesen Satz nicht nur gemerkt, weil er als ehemaliger Deutsch- und Philosophielehrer eine ganze Menge schlauer Sätze von Vor- und Querdenkern kennt. Sondern, weil er selbst ein solcher Querdenker ist. Und: Weil er wandert. Seit Jahren und aus Leidenschaft. Gerne auch, um Ideen zu durchdenken. Er nimmt dann einen bestimmten Gedanken ganz bewusst mit auf einen seiner Wege durchs Bergische Land, wo er am liebsten unterwegs ist. „Und am Ende bin ich das Ganze dann im wahrsten Wortsinne durchgegangen“, erzählt er und lächelt. Über 15 Bücher hat der ehemalige Lehrer des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums in Wipperfürth schon geschrieben, alles Sachbücher zu Deutsch und Philosophie … bis sein erstes Wanderbuch dazu kam. 

Nicht irgendeines, das wäre ja zu einfach, zumal es übers Bergische auch schon einige gibt. Nein, Wittschier hat, und das haben ihm seine Lektoren beim renommierten J.P. Bachem-Verlag in  Köln auch bescheinigt, dem Wanderbuchgenre etwas Frisches, ja etwas einzigartig Neues verleihen können. Denn „Der Figur auf der Spur“, so heißt das kompakte, knapp 200 Seiten lange Werk, erzählt die Routen von 14 Wegen im Bergischen Land – und sie alle beschreiben, aus der Luft betrachtet, eine bestimmte Figur. Die bergische Kuh zwischen Ledder und Dhünn. Der Zirkusclown bei Dabringhausen. Der Cocker-Spaniel zwischen Lindlar und Linde. 

Wie kommt man denn bitteschön auf so eine Idee? „Ich habe mich schon immer dafür begeistert, wie bestimmte geografische Orte eine Figur abbilden. Das fing mit Italien als Stiefel an“, erzählt Michael Wittschier, der auch begeisterter Maler ist. Ein kreativer Kopf, der eines Tages für sich selbst eine Wanderung ausarbeitete und dabei entdeckte: Mensch, dieser Weg zeichnet, wenn man ihn komplett abgeht, die Umrisse einer Figur nach. Diese hat er dann, ganz Maler, gleich mit Innenleben, sprich Details und einem Gesicht gefüllt. Wie zum Beispiel die Kuh oben links. Oder einen Nikolaus, einen Schmetterling, eine Wandertaube. Wittschier liebt es, Figuren in allem Möglichen zu entdecken. Während des Interviews überreicht er
ENGELBERT sein Foto der Wipperfürther Wolke, in der ganz links ein verliebtes Pärchen zu sehen ist. Und einen Schnappschuss, der eine Baumkrone zeigt, in der sich die Silhouette eines Wanderers verbirgt.

Okay, nun ist ja das Wandern und Entdecken die eine Sache – ein Buch schreiben aber eine ganz andere. Diese Erfahrung hat auch Michael Wittschier gemacht. Bei Bachem war man angetan von seiner Idee, hatte aber auch gewisse Vorstellungen: Er möchte doch bitte nicht nur alle Strecken absolut stichfest und nachvollziehbar aufarbeiten, sondern sämtliche Fotos mitliefern – möglichst auch mit Kindern darauf, da sich das Buch ja an Familien richtet. Der Wipperfürther machte: Er investierte in eine gute Kamera und ein Wander-Navi, lief die Strecken mehrfach ab, schrieb detailliert auf, wo es lang geht – alles auf eine andere, frische Art. In seinem Buch läuft man eben nicht nach Süden, sondern auf den Nasenflügel der jeweiligen Figur zu. Für Kinder gibt es nicht nur Hinweise, was am Wegesrand alles zu entdecken ist, sondern auch viele kleine Rätsel für zwischendurch. Und: Es geht hier nie um Gewaltmärsche. Die längste beschriebene Wanderung, „Rund um den Räuber Hotzenplotz“, geht über 13 Kilometer – und wie fast alle anderen lässt sie sich halbieren, falls Lust, Kondition oder Wetter mal nicht mitspielen. Denn es geht hier vor allem um einen unbeschwerten, schönen, gesunden Zeitvertreib. Aktiv sein, Neues über die Region lernen und dabei eine Figur erlaufen. Übersichtlich gestaltete Karten sowie Tipps zur Anfahrt und zum Einkehren bietet das Buch ebenfalls. 

Sind denn weitere Wanderbücher geplant? Zumal Wittschier insgesamt
18 Strecken ausgearbeitet hat, von denen es vier nicht ins Buch schafften? Wenn es nach dem Autor und Maler geht, dann schon. Aber vielleicht über die linksrheinische Region. Oder über die Eifel. „Hier habe ich auch schon die ersten Figurenwanderwege entdeckt“, erzählt er. Denn wer suchet, der findet.

Das Bike einfach leasen

mobilität & finanzen

Gesund unterwegs sein und clever sparen – das Firmenfahrrad macht es möglich. Und das Team von RR-Bikes in Wipperfürth weiß, warum es für Arbeitgeber wie Mitarbeiter ziemlich ideal ist.

Herr Schmidt möchte sich ein Fahrrad kaufen. Ein schönes E-Bike mit gutem Akku. Kann er machen. Kostet so ab 2500 Euro. Ohne Versicherung und Inspektion natürlich. Wird es geklaut oder versagt der Akku … tja, Pech. Herr Schmidt kann aber auch zu seinem Chef gehen und sagen: „Du, ich würde gerne künftig die paar Kilometer ins Büro mit dem Fahrrad zurücklegen. Ist umweltschonend, gesund und wir hätten beide was davon – wenn du das Bike als Firmenfahrrad leasen würdest.“ Eigentlich muss der Chef dann nicht lange überlegen. Weil dieses Bikeleasing, das immer stärker im Kommen ist, für ihn wie für seinen Mitarbeiter nur Vorteile bietet – wie die Fahrradexperten von RR Bikes in Wipperfürth wissen. 

Denn: Der Arbeitgeber kann den Preis des Rades komplett steuerlich geltend machen und das Rad abschreiben. Er bucht automatisch ein komplettes Sorglos-Versicherungspaket direkt dazu (und kann dieses auch erweitern), mit dem in jedem Fall Diebstahl, Produktionsfehler und ein Ausfall des Akkus versichert sind. Herr Schmidt wiederum kann sein Rad nicht nur für den Weg ins Büro, sondern unbegrenzt privat nutzen. Diese Nutzung versteuert er nur mit 0,25 Prozent des Anschaffungspreises, was salopp gesagt Peanuts sind. Das Ganze funktioniert über eine Gehaltsumwandlung. Voraussetzung ist also, dass
der Arbeitgeber einen Teil von Herrn Schmidts Monatsgehalt
als Leasingrate direkt einbehält. Das sind je nach Modell in
etwa 35 bis 60 Euro. 

Insgesamt lassen sich so während der in der Regel dreijährigen Leasingzeit bis zu 40 Prozent des eigentlichen Kaufpreises sparen. „Bei der Wahl der Marke und auch beim Anbieter des jeweiligen Leasingpakets sind unsere Kunden völlig frei“, erläutert Ralf Röttel, Geschäftsführer von RR Bikes. Ob Fahrrad oder E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder die immer beliebter werdenden Lastenräder – die Auswahl ist groß. Auch die der Leasinganbieter: RR Bikes arbeitet hier mit gleich acht verschiedenen Firmen zusammen, darunter Jobrad und Bikeleasing.

Und wie geht es nach dem Ablauf der drei Jahre Leasingzeit weiter? Ganz einfach: Herr Schmidt kann das Rad entweder zurückgeben oder zum Restwert kaufen. Dieser wiederum wird von der jeweiligen Leasingbank (zum Beispiel Jobrad, Bikeleasing, Businessbike) schon zum Beginn der Laufzeit festgelegt – so lässt sich prima planen. In der Regel sind am Ende etwa zehn bis 18 Prozent des Kaufpreises zu zahlen. Und das für ein bis dato wegen der Inspektionspauschale topgepflegtes Fahrrad. Dank des Firmenbike-Modells ist gutes Rad also nicht teuer.

http://www.rr-bikes.de

Oh nein, nur noch 50 Sekunden!

erlebnis

Klettern und Bouldern im 2T in Lindlar – kennt man. Mag man. Aber knobeln? Genau. Im ersten Escape- Room der Region. Wir sind dem „Geheimnis der 2 Tiger“ auf die Spur gekommen. Naja. Fast.

Na toll, jetzt haben wir den Salat. Die Uhr läuft ab. Erbarmungslos. Keine Minute mehr Zeit. Nur noch ein letztes Rätsel, diese eine Aufgabe, die uns vom großen Schatz trennt. Aber wenn wir ehrlich sind: Wir sitzen hier und haben keine Ahnung, was wir machen sollen. „Ich kann es von hier aus sehen. Und ihr könnt das eigentlich auch“, ruft uns Marcel Besgen zu. Er ist nicht nur der Spielleiter des ersten oberbergischen Escape-Rooms, er hat diesen auch entwickelt. Und wenn wir ehrlich sind – er hat uns schon einige Male geholfen bei unserem sechzigminütigen Selbstversuch. Bisher hat sich das ENGELBERT-Quartett wacker durch die einzelnen Rätsel gekämpft, kombiniert, Schlösser geknackt … aber jetzt kommen wir ins Stocken. Die Uhr tickt weiter. Und wir blicken bange zu Marcel Besgen …

Wer schon den ein oder anderen
Escape-Room gespielt hat, für den mag das zunächst ungewohnt erscheinen – nicht alleine im Raum zu sein. Sondern mit Spielleiter. Meine erste Befürchtung: Oh Mann, wir stellen uns da gleich total dämlich an, und der sieht uns auch noch dabei zu. Aber diese Sorge legt sich. Zum einen, weil wir uns so schlecht gar nicht schlagen (wenngleich wir zu Anfang viel zu kompliziert denken, das Offensichtliche übersehen und die ersten 20 Minuten so schnell vergehen, dass ich es kaum glauben kann). Und zum anderen, weil Marcel Besgen angenehm im Hintergrund bleibt, aber immer mit dem Gespür für den Augenblick. Wenn er merkt, dass sich das Team verrennt, hilft er. Wer in sechzig Minuten mehrere Rätsel lösen soll, um aus dem Escape-Room zu entkommen, der soll dabei Spaß haben und nicht verzweifeln. 

Spaß haben wir, zumal die Geschichte stimmt. Ein Verdienst von Marcel Besgen und seinem Team. Der Leiter der
2T-Kletter- und Boulderhalle ist selbst großer Spiele- und Escape-Room-Fan – und war doch immer wieder enttäuscht, dass es in anderen Locations, wo er spielte, an der Geschichte haperte. Umso mehr Energie haben er und sein Bruder in „Das Geheimnis der 2 Tiger“ gesteckt, das es seit Herbst in Lindlar zu lüften gilt. Und weil Sie das mit Familie, Freunden oder Kollegen ja vielleicht bald selbst machen, wird jetzt hier auch nicht gespoilert, sprich: Wir verraten keine Details. 

Nur so viel: Es darf gerätselt, geknobelt, gerechnet, gelauscht und auch mal
geschnuppert werden. Am Anfang spricht eine düstere, vermummte Gestalt zu den Spielerinnen und Spielern, aber gruselig wird es zu keiner Zeit. Aus gutem Grund: „Wir wollten gerade beim ersten Escape-Room hier in der Region nicht mit einem komplett abgedunkelten Raum beginnen“, erklärt Marcel Besgen. 

Nicht nur das: Eigentlich war das gesamte Spiel als Outdoor-Event geplant, um die großen Freiflächen vor dem 2T gerade im Sommer noch besser nutzen zu können. „Dann aber mussten wir schon unseren Testspielern so oft wegen des Wetters absagen, dass wir lieber doch nach drinnen gegangen sind.“ Andererseits: Vielleicht wäre ja gerade ein Survival-Game, das man bei Wind und Wetter spielt, auch eine reizvolle Ergänzung? 

Wie auch immer: Der neue Escape-Room ist jedenfalls bei erfahreneren Spielern wie auch Debütanten schon so gut angekommen (vor allem natürlich vor Weihnachten), dass weitere Räume geplant sind. Die dann sicher noch einmal ganz anders gestaltet werden und das 2T als Freizeit-Ziel für einen ganzen Tag noch attraktiver machen werden. Zuerst Klettern, dann in den Escape-Room, dann Bouldern, dann in den nächsten Escape-Room, dann in Ruhe was essen und trinken. Passt. Und praktischerweise kann man via Onlinekalender auch gleich einen Wunschtermin hinterlegen und wird zwecks Anmeldung vom 2T-Team kontaktiert. So wie
ENGELBERT. Ach, stimmt, da war 

doch noch was …

… zehn, neun, acht … drei, zwei, eins … und Ende. Und: Nix is! Ja, wir geben zu, wir haben das letzte Rätsel nicht gelöst. Dabei war es wirklich nicht das Schwierigste von allen. Wir haben einfach nur … nicht richtig hingeschaut? Keine Ahnung. Ist aber auch nicht schlimm, weil die gefühlt kürzeste Stunde seit der Erfindung der Zeitmessung im Escape-Room des 2T ja trotzdem großen Spaß gemacht hat. Das Spiel funktioniert, die Geschichte auch, alles baut logisch aufeinander auf und überrascht mit Wendungen, die sicher nicht jeder auf dem Schirm haben dürfte. Weil es das so noch nicht gab. Viel Spaß bei der Alltagsflucht!

http://www.2t-klettern.de

Alles auf Rot

spielspaß

Das eigene Wohnzimmer oder die Firmenkantine in ein Casino
verwandeln? Der Wipperfürther Daniel Weiss macht es mit Weiss-Event möglich. Perfekt für Weihnachtsfeier oder Geburtstag.

Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Ich habe auf Rot gesetzt. Ich setze immer auf Rot. Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Ach, nein! Sie liegt in einem schwarzen Feld. Wo auch sonst? Nicht schlimm, auf ein Neues. Schließlich kommt es aufs Spielen an. Und aufs Gewinnen … na ja, nicht immer. Daniel Weiss aus Wipperfürth hat auch gerne mal Glück beim Pokern. Und weil er das mit Leidenschaft spielt, hat er sich 2007 damit selbstständig gemacht. Es begann damit, dass er als Croupier in der Poker-Bundesliga gearbeitet hat. Irgendwann hat er sein größtes Hobby zum Nebenberuf gemacht. Weiss-Event heißt heute sein Veranstaltungsservice aus Wipperfürth. Und der besitzt 20 Tische, auf denen man zehn verschiedene Spiele spielen kann. Sei es ganz klassisch Poker, Roulette oder Black Jack.

Fashionable young people having fun at the BlackJack table. This picture showing the (model released) dealer.
As far as I know off this is the first Casino shoot in Micro stock history. Finding a Casino that would let us take pictures of it’s interior was pretty hard.
Security was pretty tight and all trough the shoot we where watched by state officials from Denmark. We where granted a full property release by the CEO of the Casino but had to pay about $1000 for it.
Thanks to Anne Sofie Eike for Styling and make-up.
Thanks to Heidi Kristensen for assisting in all matters.
Thanks to Dhoxax for backup photography.

 

Auch in Wipperfürth. Wenn im Ströppchen abends die Rollos unten sind, dann ist nicht etwa Ruhetag. Nein. Dann ist es wieder soweit. Dann rauchen hinter den Mauern die Köpfe, welcher Zug jetzt wohl der sinnvollste wäre. Dann wird gezockt, gehofft, gezittert und geschwitzt. Dann sucht Daniel Weiss den besten Pokerspieler der Stadt. Gepokert wird die Variante „Texas Holdem“. Jeder ab 18 Jahren darf für 15 Euro Startgebühr um den Turniersieg mitspielen. Manche träumen dann vielleicht davon, mit 500 Euro abends nach Hause zu kommen. Aber nein, so ist das nicht. Nicht bei Weiss-Event. Da wird um gesponserte Sachpreise gespielt. Der Gewinner darf sich über eine Playstation, einen Fernseher oder über Handball- oder Fußballkarten freuen. 

Das ist immer unterschiedlich. Und es ist Ansporn genug. Solche Abende dauern dann auch mal vier, fünf Stunden, bis einer alle Chips erspielt hat. Klar muss man da auch mal bluffen. Und das nicht selten. Ob pfuschen eine Option ist? „Nein, der Wipperfürther ist ein ehrlicher Spieler“, findet Daniel Weiss.

Mit seinem mobilen Casino wird er nicht nur von Kunden in ganz Deutschland gebucht. Auch in Österreich, in den Niederlanden und in der Schweiz hat sich Weiss-Event einen Namen gemacht. Da Weiss von seinem Nebenjob nicht leben muss, kann er seinen Service verhältnismäßig günstig anbieten. Er macht es aus Leidenschaft. 

Egal, ob es sich um einen runden Geburtstag, eine Weihnachtsfeier oder einen Junggesellenabschied handelt.

Weiss baut mit seinem Team die Pokertische überall auf. Mal ist es eine gemütliche Runde aus fünf bis sechs Leuten im Wohnzimmer. Mal ist es ein großes Event mit fünfzig Spielern in einer Firmenhalle. Bei Bedarf kommt er auch schon einen Tag vorher und baut seine Tische auf, verwandelt die Räumlichkeiten in ein gemütliches Casino. Der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern. Er darf spielen!

Am Anfang kriegt jeder Spieler ein Samtsäckchen mit Chips. Wer am Ende alle 

besitzt, hat gewonnen. Man kann dabei je nach Lust und Laune ganz frei von einem Tisch zum anderen wechseln. Seine Coupiers bildet Weiss übrigens persönlich aus. Meistens versucht er auch selber vor Ort zu sein. Sein Job? Die Gäste zu unterhalten, ist doch klar. Stilecht im schicken Anzug mit Fliege. Wenn schon, denn schon.

Daniel Weiss liebt es unterwegs zu sein, immer neue Leute kennenzulernen. Kein Abend ist so wie der vorherige. Ein abwechslungsreicher Job, denn er weiß nie, wer oder was ihn erwartet. Er ist auch schon mal auf einer „Der große-Gatsby“-
Party gewesen. Die Hälse der Frauen zierten Federboas. In den Mundwinkeln der Männer qualmten Zigarren. Auch die Gäste schlüpfen eben gerne mal für einen Abend in eine andere Rolle, tauchen in vergangene Zeitalter ein. Setzen sich mit bierernster Miene an den Pokertisch, als würden Sie um Haus und Hof spielen. Auch wenn es bei diesen Abenden nicht um Geld, sondern um kleine Sachpreise geht, sind die Spieler motiviert und ehrgeizig, um ihre Freunde, Kollegen auszutricksen. Denn vor allem geht es ja um den Spaß! Und wenn jemand noch nie gepokert hat? Kein Problem. Fast neun von zehn der Kunden von Daniel Weiss sind Anfänger. Zu Beginn wird ihnen deshalb einiges erklärt und es werden offene Beispielrunden gespielt. Danach geht es auch schon los. Und dann? „Dann wollen die meisten gar nicht mehr aufhören. Wer einmal gepokert hat, der weiß, wie viel Spaß, Nervenkitzel und Strategie hinter dem Spiel steckt“, erzählt Daniel Weiss.

Weiss-Event bietet seinen Kunden übrigens ebenfalls an, sich bei einer Feier um alles andere zu kümmern. Um das Catering, um den Getränkelieferanten, um Teller und Besteck oder um eine Kellnercrew. Daniel Weiss hat selber einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet und kennt die richtigen Leute. Wenn er die Möglichkeit hätte, nur von seinem Veranstaltungsservice zu leben, würde er sie sofort ergreifen. Aber nur vom Pokern zu leben, ist schwierig. Da ist Daniel Weiss doch eher konservativ. Hat lieber alles in trockenen Tüchern. Beim Spielen ist es anders. Da riskiert er gerne mal was.
Mit Erfolg? „Meistens!“ 

Alles auf Anfang. Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Im roten Feld. Und worauf hast du gesetzt? 

Maske auf, anvisieren, Treffer!

hobby
Paintball – der moderne Mannschaftssport aus den USA.
Unsere ENGELBERT-Reporterinnen Lea und Elena testeten
das Spiel voller Action, Aufregung und Spaß
zum ersten Mal in Wipperfürth aus.

 

Hier braucht man vor allem Taktik und Teamgeist!

 

„Fünf“ hallt es lautstark durch die Halle. Fünf Sekunden, die ich Zeit habe, um mich innerlich vorzubereiten, und für letzte Taktikbesprechungen. Meine innere Uhr zählt langsam runter, während ich merke, wie mein Adrenalinpegel gleichzeitig ansteigt. „Und los!“. Das ist mein Zeichen. Den Markierer fest an mich gepresst, renne ich zur nächstgelegenen Deckung und drücke mich mit dem Rücken an das Luftkissen. Dann höre ich erst mal nichts – bis auf meinen eigenen Atem. Plötzlich ein lautes Knallen. Eine Farbkugel fliegt ganz nah an meinem Kopf vorbei. Das war knapp. Jetzt heißt es aufgepasst. Das muss Elena gewesen sein. Das Problem: Ich kann sie nicht sehen. Jedes Mal, wenn ich es wage, über die Deckung zu spähen, sieht die Halle wie leergefegt aus. Aber ich weiß, da ist jemand. Sie. Und sie hat es auf mich abgesehen.

Da, da war was! Leas schwarzer Pulli ragt ein Stück am Hindernis heraus. Meine Chance. Markierer angelegt, anvisiert und abdrücken. Direkt ein paar Kugeln hintereinander abfeuern. Und, habe ich getroffen? Anscheinend nicht. Also heißt es abwarten. Zum Schutz verstecke auch ich mich weiterhin hinter dem großen Luftkissen. Erst mal durchatmen. Aber so viel Zeit bleibt nicht. Auch an mir fliegen die Paintballs nur so vorbei. Ich versuche, geduckt schnell zu einer weiteren Deckung zu rennen. Aaah, Mist! Ich wurde getroffen! Das war‘s für mich. Arme hoch und hinter meine Startbase. Hoffentlich schafft‘s mein Teampartner …

Liest sich wie das Drehbuch zu einem Actionfilm? Ist aber ein Spiel. Paintball. In dem taktischen Mannschaftssport, der in den 80er-Jahren in den USA erfunden wurde, treten zwei Teams, ausgerüstet mit Markierern und Farbkugeln, gegeneinander an. Das geht auch in Wipperfürth. In der Paintball Area NRW in der Nähe von Kreuzberg können die Spieler auf fünf Spielfeldern ihr taktisches Können testen und beweisen. Indoor sowie outdoor bietet die Paintball Area viele aufregende Themenwelten. Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Basis zu erobern, und auf dem Weg dorthin möglich viele Gegenspieler mit Paintballs zu markieren. Und das versuchen wir auch. Denn wir spielen beide heute zum ersten Mal Paintball und haben zum Glück jeder einen erfahrenen Ligaspieler zur Seite gestellt bekommen.

Mittlerweile rinnt mir der Schweiß die Stirn hinab und mein Atem geht schwer unter der eng anliegenden Schutzmaske. Aus dem gegnerischen Team ist nur noch ein Spieler übrig, doch wo ist er? Ich stehe nach wie vor hinter derselben Deckung, doch diese ist so hoch, dass ich nur etwas sehe, wenn ich mich aus der schützenden Deckung hervorbewege. Meinen Partner habe ich schon lange aus den Augen verloren. Alles, was ich von ihm höre, ist das dumpfe Knallen seines Markierers, das von weiter weg an mein Ohr dringt. Dann der erlösende Satz: „Das Spiel ist zu Ende, wir haben gewonnen.“ Da ging die erste Runde wohl mal an uns. Jetzt ist dringend eine Pause fällig. Also ab zum Ausgang des Spielfeldes und durch den Netzvorhang in den Pausenbereich. Bevor ich das Spielfeld verlasse, nehme ich mir aus dem bereitstehenden Eimer die Laufsocke für meinen Markierer. Die muss über den Lauf gezogen werden, damit sichergestellt ist, dass nicht durch Zufall ein Paintball außerhalb des Spielfelds jemanden trifft.

Aus, aus, das Spiel ist aus! Leider haben wir verloren – aber das schreit doch nach einer Revanche. Nach Verlassen des Spielfeldes ziehe ich mir die Maske vom Kopf und atme erst mal tief durch. Auf dem gesamten Spielfeld herrscht strikte Maskenpflicht. Wäre sonst auch zu gefährlich. Schließlich fliegen die mit Lebensmittelfarbe gefüllten Kugeln mit rund 240 Stundenkilometern durch die Luft.

Schon krass, das Spiel hat gar nicht so lange gedauert, aber ich bin echt außer Atem. Dass Lea mich direkt getroffen hat, wurmt mich doch sehr. Aber ich habe ja gleich noch eine Chance. Doch zuerst füllen wir unsere Hopper auf.
Das sind die Behältnisse auf unseren Markierern, in denen Platz für rund
130 Kugeln ist.

Eine eigene Ausrüstung muss in der Paintball Area übrigens niemand mitbringen. Vor Ort kann man sich das gesamte Equipment ausleihen. Obwohl der Sport erst für Spieler ab 18 Jahren erlaubt ist, können in Wipperfürth auch schon Kinder ab 14 Jahren gegeneinander antreten. Für sie gibt es Paintball Light mit kleineren Kugeln und anderen Markierern, die mit Feder-, statt Luftdruck markiert werden. Ob bei einem spaßigen Abend unter Freunden, als teambildendes Event für Firmen oder als aufregender Junggesellenabschied, Paintball ist für jedermann.

Weiter geht’s. Neues Spielfeld, neues Glück. Diesmal treten wir auf einem Schrottplatzszenario gegeneinander an. Hier stehen nicht nur alte Reifentürme und Europaletten, sondern auch echte Autokarosserien. Maske auf, ab aufs Spielfeld, Laufsocke runter, auf Position. „Fünf“, ertönt es wieder lautstark. Und schon ist mein Adrenalinpegel auf Höchststufe geschnellt. Diesmal lasse ich mich nicht so einfach treffen. Ich renne zum nächsten Palettenstapel.
Entdecke eine Lücke. Und da ist sie. Rennt meine Kollegin doch tatsächlich durch zwei Hindernisse durch. Als hätte sie es drauf angelegt, getroffen zu
werden. Kann sie haben.

Das Startsignal ertönt, und ich sprinte zum nächstgelegenen Reifenstapel. Nervös luge ich über den Rand und halte nach dem gegnerischen Team Ausschau. Schnell habe ich meine Kollegin und Widersacherin in der Nähe hinter einem Palettenstapel ausgemacht. Doch meine Position ist schlecht, ich kann sie nicht treffen, ohne meine Deckung aufzugeben. Aber ein Stück weiter türmen sich ja noch mehr Paletten aufeinander. Der perfekte Platz. Doch wie dorthin gelangen, ohne getroffen zu werden? In meinem Kopf male ich mir schon aus, wie ich filmreif aus meiner Deckung springe, wild ein paar Kugeln auf den Gegner abfeuere und in der gleichen Zeit mit einer perfekt ausgeführten Rolle hinter der nächsten Deckung in Sicherheit gelange. Natürlich alles, während mir in Zeitlupe die Kugeln um die Ohren fliegen, ich aber immer um Haaresbreite verfehlt werde. Okay, der Plan steht. Jetzt nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten. Ich nehme all meinen Mut zusammen und springe, vom Adrenalin getrieben, hinter dem Reifenstapel hervor. Und dann das: Noch bevor ich zwei Schritte gemacht habe, klatscht mir eine Farbkugel direkt auf die Maske. Das war‘s dann wohl wieder mit meiner Karriere als Stuntfrau. Zum Zeichen für die anderen, dass ich getroffen wurde, hebe ich meinen Arm und gehe am Rand des Spielfelds zurück zu meiner Basis.

Ha, getroffen! Und kurz darauf trifft auch noch mein Partner unseren zweiten Gegenspieler. Ja, so schnell kann‘s gehen. Und diesmal sind wir die glücklichen Gewinner.

Was für ein Erlebnis. Mit viel Spaß und noch mehr Aufregung. Eins ist sicher, wir kommen wieder. Schließlich haben wir beide noch eine Revanche offen.

 

Ab in den Garten mit Gummersbacher Experten

Ewiges Eis … schien so, oder? Endlich vorbei! Also: Blumen pflanzen. „Aber bitte nicht übermütig werden“, empfiehlt Stefanie Neuhoff, Pflanzenexpertin im Gartencenter Kremer. „Denn nicht alle Pflanzen können schon über Nacht draußen bleiben. Sie bedürfen vieler Pflege.“ Gartengeduld ist also gefragt. Wer kleine Zwiebelpflanzen wie Narzissen einsetzen möchte, die bereits vorgetrieben sind, sollte sie noch in der Wohnung halten. Oder aber, wenn sie schon auf Balkon oder Terrasse in kleinere Schalen und Kästen gepflanzt werden, jeden Tag den Wetterbericht im Blick haben. Sonniger Tag, aber knackig kalte Nacht? Dann abends rein mit den Blumen. Und wenn die jetzt schon in einen großen Kübel gesetzt sind, den ich nicht zweimal am Tag hin- und herschleppen möchte? „Dann sollten Sie diesen abends mit Vlies umwickeln.“ Wer es nach dem langen Winter in Wohnung oder Haus ganz schnell frühlingsbunt haben möchte, liegt mit Zwiebelpflanzen generell richtig. Als Frühlingsblüher wiederum empfehlen sich Primeln.
Die Zwiebeln sind übrigens robuster als Knollenpflanzen, die bei Kremer auch schon zu haben sind, darunter Sommerblüher wie Dahlien und Lilien. Knollen sind im Gegensatz zu Zwiebeln nicht winterhart. Also erst setzen, wenn das Thema Frost wirklich erledigt ist. Und dann im Herbst wieder aus der Erde holen, wenn man über Jahre was davon haben will. Knollenpflanzen sind im Bergischen oft nicht heimisch, daher brauchen sie mehr Pflege und Arbeit. Wie sieht es eigentlich mit Düngen aus? „Können Sie jetzt machen. Die Pflanzen haben je nach Wetter ihre Wachstumsphase von März bis Oktober.“ Wer Stauden hat, sollte sich schon mal vormerken, diese nicht nur jetzt, sondern auch im kommenden Herbst zu düngen. Zum Beispiel mit Hornspänen, welche die Stauden mit Stickstoff versorgen.
Generell gilt: Auch ein kühlerer Frühling kann pflanzentechnisch bunt werden,
wenn man Zeit in die Pflege der Pflanzen investiert. „Viele unserer Kunden machen sich diese Arbeit gerne und haben auch die entsprechende Erfahrung“, weiß Stefanie Neuhoff. Wer sie noch nicht hat, wird von den Natur-Talenten des Gartencenters Kremer bestens beraten.