Alles auf Rot

spielspaß

Das eigene Wohnzimmer oder die Firmenkantine in ein Casino
verwandeln? Der Wipperfürther Daniel Weiss macht es mit Weiss-Event möglich. Perfekt für Weihnachtsfeier oder Geburtstag.

Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Ich habe auf Rot gesetzt. Ich setze immer auf Rot. Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Ach, nein! Sie liegt in einem schwarzen Feld. Wo auch sonst? Nicht schlimm, auf ein Neues. Schließlich kommt es aufs Spielen an. Und aufs Gewinnen … na ja, nicht immer. Daniel Weiss aus Wipperfürth hat auch gerne mal Glück beim Pokern. Und weil er das mit Leidenschaft spielt, hat er sich 2007 damit selbstständig gemacht. Es begann damit, dass er als Croupier in der Poker-Bundesliga gearbeitet hat. Irgendwann hat er sein größtes Hobby zum Nebenberuf gemacht. Weiss-Event heißt heute sein Veranstaltungsservice aus Wipperfürth. Und der besitzt 20 Tische, auf denen man zehn verschiedene Spiele spielen kann. Sei es ganz klassisch Poker, Roulette oder Black Jack.

Fashionable young people having fun at the BlackJack table. This picture showing the (model released) dealer.
As far as I know off this is the first Casino shoot in Micro stock history. Finding a Casino that would let us take pictures of it’s interior was pretty hard.
Security was pretty tight and all trough the shoot we where watched by state officials from Denmark. We where granted a full property release by the CEO of the Casino but had to pay about $1000 for it.
Thanks to Anne Sofie Eike for Styling and make-up.
Thanks to Heidi Kristensen for assisting in all matters.
Thanks to Dhoxax for backup photography.

 

Auch in Wipperfürth. Wenn im Ströppchen abends die Rollos unten sind, dann ist nicht etwa Ruhetag. Nein. Dann ist es wieder soweit. Dann rauchen hinter den Mauern die Köpfe, welcher Zug jetzt wohl der sinnvollste wäre. Dann wird gezockt, gehofft, gezittert und geschwitzt. Dann sucht Daniel Weiss den besten Pokerspieler der Stadt. Gepokert wird die Variante „Texas Holdem“. Jeder ab 18 Jahren darf für 15 Euro Startgebühr um den Turniersieg mitspielen. Manche träumen dann vielleicht davon, mit 500 Euro abends nach Hause zu kommen. Aber nein, so ist das nicht. Nicht bei Weiss-Event. Da wird um gesponserte Sachpreise gespielt. Der Gewinner darf sich über eine Playstation, einen Fernseher oder über Handball- oder Fußballkarten freuen. 

Das ist immer unterschiedlich. Und es ist Ansporn genug. Solche Abende dauern dann auch mal vier, fünf Stunden, bis einer alle Chips erspielt hat. Klar muss man da auch mal bluffen. Und das nicht selten. Ob pfuschen eine Option ist? „Nein, der Wipperfürther ist ein ehrlicher Spieler“, findet Daniel Weiss.

Mit seinem mobilen Casino wird er nicht nur von Kunden in ganz Deutschland gebucht. Auch in Österreich, in den Niederlanden und in der Schweiz hat sich Weiss-Event einen Namen gemacht. Da Weiss von seinem Nebenjob nicht leben muss, kann er seinen Service verhältnismäßig günstig anbieten. Er macht es aus Leidenschaft. 

Egal, ob es sich um einen runden Geburtstag, eine Weihnachtsfeier oder einen Junggesellenabschied handelt.

Weiss baut mit seinem Team die Pokertische überall auf. Mal ist es eine gemütliche Runde aus fünf bis sechs Leuten im Wohnzimmer. Mal ist es ein großes Event mit fünfzig Spielern in einer Firmenhalle. Bei Bedarf kommt er auch schon einen Tag vorher und baut seine Tische auf, verwandelt die Räumlichkeiten in ein gemütliches Casino. Der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern. Er darf spielen!

Am Anfang kriegt jeder Spieler ein Samtsäckchen mit Chips. Wer am Ende alle 

besitzt, hat gewonnen. Man kann dabei je nach Lust und Laune ganz frei von einem Tisch zum anderen wechseln. Seine Coupiers bildet Weiss übrigens persönlich aus. Meistens versucht er auch selber vor Ort zu sein. Sein Job? Die Gäste zu unterhalten, ist doch klar. Stilecht im schicken Anzug mit Fliege. Wenn schon, denn schon.

Daniel Weiss liebt es unterwegs zu sein, immer neue Leute kennenzulernen. Kein Abend ist so wie der vorherige. Ein abwechslungsreicher Job, denn er weiß nie, wer oder was ihn erwartet. Er ist auch schon mal auf einer „Der große-Gatsby“-
Party gewesen. Die Hälse der Frauen zierten Federboas. In den Mundwinkeln der Männer qualmten Zigarren. Auch die Gäste schlüpfen eben gerne mal für einen Abend in eine andere Rolle, tauchen in vergangene Zeitalter ein. Setzen sich mit bierernster Miene an den Pokertisch, als würden Sie um Haus und Hof spielen. Auch wenn es bei diesen Abenden nicht um Geld, sondern um kleine Sachpreise geht, sind die Spieler motiviert und ehrgeizig, um ihre Freunde, Kollegen auszutricksen. Denn vor allem geht es ja um den Spaß! Und wenn jemand noch nie gepokert hat? Kein Problem. Fast neun von zehn der Kunden von Daniel Weiss sind Anfänger. Zu Beginn wird ihnen deshalb einiges erklärt und es werden offene Beispielrunden gespielt. Danach geht es auch schon los. Und dann? „Dann wollen die meisten gar nicht mehr aufhören. Wer einmal gepokert hat, der weiß, wie viel Spaß, Nervenkitzel und Strategie hinter dem Spiel steckt“, erzählt Daniel Weiss.

Weiss-Event bietet seinen Kunden übrigens ebenfalls an, sich bei einer Feier um alles andere zu kümmern. Um das Catering, um den Getränkelieferanten, um Teller und Besteck oder um eine Kellnercrew. Daniel Weiss hat selber einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet und kennt die richtigen Leute. Wenn er die Möglichkeit hätte, nur von seinem Veranstaltungsservice zu leben, würde er sie sofort ergreifen. Aber nur vom Pokern zu leben, ist schwierig. Da ist Daniel Weiss doch eher konservativ. Hat lieber alles in trockenen Tüchern. Beim Spielen ist es anders. Da riskiert er gerne mal was.
Mit Erfolg? „Meistens!“ 

Alles auf Anfang. Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Im roten Feld. Und worauf hast du gesetzt? 

Maske auf, anvisieren, Treffer!

hobby
Paintball – der moderne Mannschaftssport aus den USA.
Unsere ENGELBERT-Reporterinnen Lea und Elena testeten
das Spiel voller Action, Aufregung und Spaß
zum ersten Mal in Wipperfürth aus.

 

Hier braucht man vor allem Taktik und Teamgeist!

 

„Fünf“ hallt es lautstark durch die Halle. Fünf Sekunden, die ich Zeit habe, um mich innerlich vorzubereiten, und für letzte Taktikbesprechungen. Meine innere Uhr zählt langsam runter, während ich merke, wie mein Adrenalinpegel gleichzeitig ansteigt. „Und los!“. Das ist mein Zeichen. Den Markierer fest an mich gepresst, renne ich zur nächstgelegenen Deckung und drücke mich mit dem Rücken an das Luftkissen. Dann höre ich erst mal nichts – bis auf meinen eigenen Atem. Plötzlich ein lautes Knallen. Eine Farbkugel fliegt ganz nah an meinem Kopf vorbei. Das war knapp. Jetzt heißt es aufgepasst. Das muss Elena gewesen sein. Das Problem: Ich kann sie nicht sehen. Jedes Mal, wenn ich es wage, über die Deckung zu spähen, sieht die Halle wie leergefegt aus. Aber ich weiß, da ist jemand. Sie. Und sie hat es auf mich abgesehen.

Da, da war was! Leas schwarzer Pulli ragt ein Stück am Hindernis heraus. Meine Chance. Markierer angelegt, anvisiert und abdrücken. Direkt ein paar Kugeln hintereinander abfeuern. Und, habe ich getroffen? Anscheinend nicht. Also heißt es abwarten. Zum Schutz verstecke auch ich mich weiterhin hinter dem großen Luftkissen. Erst mal durchatmen. Aber so viel Zeit bleibt nicht. Auch an mir fliegen die Paintballs nur so vorbei. Ich versuche, geduckt schnell zu einer weiteren Deckung zu rennen. Aaah, Mist! Ich wurde getroffen! Das war‘s für mich. Arme hoch und hinter meine Startbase. Hoffentlich schafft‘s mein Teampartner …

Liest sich wie das Drehbuch zu einem Actionfilm? Ist aber ein Spiel. Paintball. In dem taktischen Mannschaftssport, der in den 80er-Jahren in den USA erfunden wurde, treten zwei Teams, ausgerüstet mit Markierern und Farbkugeln, gegeneinander an. Das geht auch in Wipperfürth. In der Paintball Area NRW in der Nähe von Kreuzberg können die Spieler auf fünf Spielfeldern ihr taktisches Können testen und beweisen. Indoor sowie outdoor bietet die Paintball Area viele aufregende Themenwelten. Ziel des Spiels ist es, die gegnerische Basis zu erobern, und auf dem Weg dorthin möglich viele Gegenspieler mit Paintballs zu markieren. Und das versuchen wir auch. Denn wir spielen beide heute zum ersten Mal Paintball und haben zum Glück jeder einen erfahrenen Ligaspieler zur Seite gestellt bekommen.

Mittlerweile rinnt mir der Schweiß die Stirn hinab und mein Atem geht schwer unter der eng anliegenden Schutzmaske. Aus dem gegnerischen Team ist nur noch ein Spieler übrig, doch wo ist er? Ich stehe nach wie vor hinter derselben Deckung, doch diese ist so hoch, dass ich nur etwas sehe, wenn ich mich aus der schützenden Deckung hervorbewege. Meinen Partner habe ich schon lange aus den Augen verloren. Alles, was ich von ihm höre, ist das dumpfe Knallen seines Markierers, das von weiter weg an mein Ohr dringt. Dann der erlösende Satz: „Das Spiel ist zu Ende, wir haben gewonnen.“ Da ging die erste Runde wohl mal an uns. Jetzt ist dringend eine Pause fällig. Also ab zum Ausgang des Spielfeldes und durch den Netzvorhang in den Pausenbereich. Bevor ich das Spielfeld verlasse, nehme ich mir aus dem bereitstehenden Eimer die Laufsocke für meinen Markierer. Die muss über den Lauf gezogen werden, damit sichergestellt ist, dass nicht durch Zufall ein Paintball außerhalb des Spielfelds jemanden trifft.

Aus, aus, das Spiel ist aus! Leider haben wir verloren – aber das schreit doch nach einer Revanche. Nach Verlassen des Spielfeldes ziehe ich mir die Maske vom Kopf und atme erst mal tief durch. Auf dem gesamten Spielfeld herrscht strikte Maskenpflicht. Wäre sonst auch zu gefährlich. Schließlich fliegen die mit Lebensmittelfarbe gefüllten Kugeln mit rund 240 Stundenkilometern durch die Luft.

Schon krass, das Spiel hat gar nicht so lange gedauert, aber ich bin echt außer Atem. Dass Lea mich direkt getroffen hat, wurmt mich doch sehr. Aber ich habe ja gleich noch eine Chance. Doch zuerst füllen wir unsere Hopper auf.
Das sind die Behältnisse auf unseren Markierern, in denen Platz für rund
130 Kugeln ist.

Eine eigene Ausrüstung muss in der Paintball Area übrigens niemand mitbringen. Vor Ort kann man sich das gesamte Equipment ausleihen. Obwohl der Sport erst für Spieler ab 18 Jahren erlaubt ist, können in Wipperfürth auch schon Kinder ab 14 Jahren gegeneinander antreten. Für sie gibt es Paintball Light mit kleineren Kugeln und anderen Markierern, die mit Feder-, statt Luftdruck markiert werden. Ob bei einem spaßigen Abend unter Freunden, als teambildendes Event für Firmen oder als aufregender Junggesellenabschied, Paintball ist für jedermann.

Weiter geht’s. Neues Spielfeld, neues Glück. Diesmal treten wir auf einem Schrottplatzszenario gegeneinander an. Hier stehen nicht nur alte Reifentürme und Europaletten, sondern auch echte Autokarosserien. Maske auf, ab aufs Spielfeld, Laufsocke runter, auf Position. „Fünf“, ertönt es wieder lautstark. Und schon ist mein Adrenalinpegel auf Höchststufe geschnellt. Diesmal lasse ich mich nicht so einfach treffen. Ich renne zum nächsten Palettenstapel.
Entdecke eine Lücke. Und da ist sie. Rennt meine Kollegin doch tatsächlich durch zwei Hindernisse durch. Als hätte sie es drauf angelegt, getroffen zu
werden. Kann sie haben.

Das Startsignal ertönt, und ich sprinte zum nächstgelegenen Reifenstapel. Nervös luge ich über den Rand und halte nach dem gegnerischen Team Ausschau. Schnell habe ich meine Kollegin und Widersacherin in der Nähe hinter einem Palettenstapel ausgemacht. Doch meine Position ist schlecht, ich kann sie nicht treffen, ohne meine Deckung aufzugeben. Aber ein Stück weiter türmen sich ja noch mehr Paletten aufeinander. Der perfekte Platz. Doch wie dorthin gelangen, ohne getroffen zu werden? In meinem Kopf male ich mir schon aus, wie ich filmreif aus meiner Deckung springe, wild ein paar Kugeln auf den Gegner abfeuere und in der gleichen Zeit mit einer perfekt ausgeführten Rolle hinter der nächsten Deckung in Sicherheit gelange. Natürlich alles, während mir in Zeitlupe die Kugeln um die Ohren fliegen, ich aber immer um Haaresbreite verfehlt werde. Okay, der Plan steht. Jetzt nur noch den richtigen Zeitpunkt abwarten. Ich nehme all meinen Mut zusammen und springe, vom Adrenalin getrieben, hinter dem Reifenstapel hervor. Und dann das: Noch bevor ich zwei Schritte gemacht habe, klatscht mir eine Farbkugel direkt auf die Maske. Das war‘s dann wohl wieder mit meiner Karriere als Stuntfrau. Zum Zeichen für die anderen, dass ich getroffen wurde, hebe ich meinen Arm und gehe am Rand des Spielfelds zurück zu meiner Basis.

Ha, getroffen! Und kurz darauf trifft auch noch mein Partner unseren zweiten Gegenspieler. Ja, so schnell kann‘s gehen. Und diesmal sind wir die glücklichen Gewinner.

Was für ein Erlebnis. Mit viel Spaß und noch mehr Aufregung. Eins ist sicher, wir kommen wieder. Schließlich haben wir beide noch eine Revanche offen.

 

Ab in den Garten mit Gummersbacher Experten

Ewiges Eis … schien so, oder? Endlich vorbei! Also: Blumen pflanzen. „Aber bitte nicht übermütig werden“, empfiehlt Stefanie Neuhoff, Pflanzenexpertin im Gartencenter Kremer. „Denn nicht alle Pflanzen können schon über Nacht draußen bleiben. Sie bedürfen vieler Pflege.“ Gartengeduld ist also gefragt. Wer kleine Zwiebelpflanzen wie Narzissen einsetzen möchte, die bereits vorgetrieben sind, sollte sie noch in der Wohnung halten. Oder aber, wenn sie schon auf Balkon oder Terrasse in kleinere Schalen und Kästen gepflanzt werden, jeden Tag den Wetterbericht im Blick haben. Sonniger Tag, aber knackig kalte Nacht? Dann abends rein mit den Blumen. Und wenn die jetzt schon in einen großen Kübel gesetzt sind, den ich nicht zweimal am Tag hin- und herschleppen möchte? „Dann sollten Sie diesen abends mit Vlies umwickeln.“ Wer es nach dem langen Winter in Wohnung oder Haus ganz schnell frühlingsbunt haben möchte, liegt mit Zwiebelpflanzen generell richtig. Als Frühlingsblüher wiederum empfehlen sich Primeln.
Die Zwiebeln sind übrigens robuster als Knollenpflanzen, die bei Kremer auch schon zu haben sind, darunter Sommerblüher wie Dahlien und Lilien. Knollen sind im Gegensatz zu Zwiebeln nicht winterhart. Also erst setzen, wenn das Thema Frost wirklich erledigt ist. Und dann im Herbst wieder aus der Erde holen, wenn man über Jahre was davon haben will. Knollenpflanzen sind im Bergischen oft nicht heimisch, daher brauchen sie mehr Pflege und Arbeit. Wie sieht es eigentlich mit Düngen aus? „Können Sie jetzt machen. Die Pflanzen haben je nach Wetter ihre Wachstumsphase von März bis Oktober.“ Wer Stauden hat, sollte sich schon mal vormerken, diese nicht nur jetzt, sondern auch im kommenden Herbst zu düngen. Zum Beispiel mit Hornspänen, welche die Stauden mit Stickstoff versorgen.
Generell gilt: Auch ein kühlerer Frühling kann pflanzentechnisch bunt werden,
wenn man Zeit in die Pflege der Pflanzen investiert. „Viele unserer Kunden machen sich diese Arbeit gerne und haben auch die entsprechende Erfahrung“, weiß Stefanie Neuhoff. Wer sie noch nicht hat, wird von den Natur-Talenten des Gartencenters Kremer bestens beraten.