Alles Könner

Ein neues zweites Auto muss her. Das war uns Ende 2018 klar. Denn die ENGELBERT Echt Oberberg- Redaktion denkt und arbeitet gerne nachhaltig. Eigene Stromerzeugung dank Photovoltaik-Anlage auf dem Dach,
Ladesäule vor der Tür, bereits ein Elektroauto am Start. Also hatte der Verbrenner ausgedient. Nur: Wie sieht die Alternative aus? Ein E-Auto, das so groß ist, dass nicht nur viermal im Jahr viele tausend ENGELBERT-Ausgaben damit ausgeliefert, sondern mit dem privat auch mal die Hunde, das Hühnerfutter und alle Gepäckstücke für die kurze Urlaubsreise transportiert werden können? Und das bitte auch eine Reichweite hat, dank der man nicht alle halbe Stunde eine Ladestation aufsuchen muss … gibt es das?

 Ja, gibt es. Wir sind in Kierspe fündig geworden, beim Autohaus Bengelsträter. Und hatten etwas Glück. Denn eigentlich hätten wir auf unseren schneeweißen Nissan e-NV 200 Evalia gut sieben Monate warten müssen. Aber es war gerade ein neues Exemplar unterwegs, und so durften wir vollelektrisch ins Jahr 2019 durchstarten. Inzwischen hat unser Evalia schon über 10.000 Kilometer auf dem Buckel, diverse ENGELBERT-Auslieferungen und auch schon eine Urlaubsreise hinter sich. Und wir lieben dieses nach wie vor fast konkurrenzlose Auto, weil es praktischer kaum geht.

Denn … der Evalia hat, da er ja auf einem Lieferwagen basiert, über 600 Kilogramm Zuladung, ist zugleich außen kompakt und innen riesig. Auch, weil die Batterie, die 40 Kilowattstunden Strom speichern kann, komplett unter den Sitzen verbaut ist. Heißt: Viel Platz im Innenraum, sowie eine große und vor allem hohe Ladefläche. Zugleich ist der Evalia sehr schmal, und dank Schiebetüren auf beiden Seiten kommt man nicht nur in die schmalsten Parklücken, sondern dort auch elegant aus dem Auto. Apropos einparken: Mit Rückfahrkamera und hervorragender Übersicht ein Kinderspiel.

Denn … die „Evalia“-Ausstattung kostet zwar im Vergleich zum klassischen Lieferwagen einiges an Aufpreis, dafür wird der Nissan e-NV 200 aber nicht nur kräftig auf Familientauglichkeit getrimmt, er verfügt auch über allen technischen Komfort, den man braucht. Ja, er könnte mit etwas weniger Kunststoff an Türverkleidung und Armaturenbrett auskommen, aber die Technik macht das mehr als wett: Tempomat, Sitzheizung, Klimaautomatik, Navi, Handy-Konnektivität, besagte Rückfahrkamera und noch einiges mehr. Reicht völlig aus.

Denn … der Evalia ist dank seines neuen, größeren Akkus im Sommer wie im Winter absolut alltagstauglich. An kalten Tagen braucht er zwar deutlich mehr Strom als an warmen, da er nicht über eine Wärmepumpe verfügt. Sprich: Heizen bei minus acht Grad verringert die Reichweite um ein Drittel. Aber mal ehrlich: An wie vielen Tagen im Jahr ist es so kalt? Eben. Seit im März die Temperaturen nach oben gingen, sank der Verbrauch stetig. Der wird ja bei einem E-Auto in Kilowattstunden angegeben, daher hier eine kleine Rechnung aus unserem Alltag: Von April bis September hat unser Evalia, der meist im Stadtverkehr und auf der Landstraße und wenig auf Autobahnen im Einsatz ist, zwischen 14 und 16 Kilowattstunden Strom pro 100 Kilometer Strecke verbraucht. Für ein Auto dieser Größe ein Witz. Das ergibt bei 40 Kilowattstunden Kapazität des Akkus eine Reichweite von 250 bis 280 Kilometern. Im Winter und auf der Autobahn geht der Verbrauch hoch, liegt dann zwischen 20 und 24 Kilowattstunden. Macht immer noch 170 bis 200 Kilometer. Klar: Wer beruflich jeden Tag nach Frankfurt muss, nimmt eher den Zug oder kauft sich einen Hybrid. Für uns sind diese Reichweiten vollkommen ausreichend. Ich hätte gerade mit dem extrem niedrigen Verbrauch im Sommer nicht gerechnet.

Denn … wir legen auch keinen großen Wert auf Raserei. Auch nicht mit unserem zweiten E-Auto übrigens. Elektrisch fahren entschleunigt. Mit seinen 109 PS ist der Evalia dank des hohen Drehmoments vollkommen ausreichend motorisiert. Er beschleunigt spritzig, liegt dank des tief eingebauten Akkus gut auf der Straße. Auf der Autobahn ist bei 120 km/h Schluss, wir fahren dort meist um die 100. Ja, die Fahrt ans Meer dauert dann mit einmal Zwischenladen knapp fünf statt gute drei Stunden. Aber da fährt man ja auch nicht jeden Tag hin. Meistens sind wir mit dem Evalia in der Region unterwegs. Leise, entspannt, emissionsfrei. Und mit einem Lächeln. Denn … nicht nur in Wipperfürth, sondern im gesamten Oberbergischen und Bergischen Land kann man an immer mehr Stellen laden – auch dank der Infrastruktur, die die Energieversorger BEW und Agger Energie geschaffen haben.
Das Laden geht beim Evalia am BEW-Schnelllader in Wipperfürth mit 50 Kilowatt pro Stunde, sodass das Auto in einer guten Dreiviertelstunde aufgeladen ist. Oder mit dem Typ2-Stecker sowie dem klassischen Haushaltsstecker. Klar, das dauert dann einige Stunden. Aber während diese Zeilen hier entstehen, tja, was macht mein Evalia da wohl gerade? Genau. Er steht. Und lädt. Den Solarstrom, den wir selber produzieren. Ein echt gutes Gefühl.

Den Komfort im Focus

Feierabendverkehr in Gummersbach. Stop-and-go. Mir ein bisschen egal. Ich habe längst die intelligente Geschwindigkeitsregelung zugeschaltet. Der Ford Focus Active bremst, fährt an, hält den zuvor gewählten Abstand. Ganz von allein. Als es kurz darauf ein Stück über Land Richtung Marienheide geht, mal Tempo 50, mal Tempo 70, übernimmt der Kombi auch hier das Bremsen und Beschleunigen, weil er die Verkehrsschilder gleich mit erkennt und die Geschwindigkeit anpasst. Ganz schön clever. Wie überhaupt so vieles in der neuesten Generation des Ford-Longsellers, den wir vom Autohaus Bergland in Wipperfürth-Hämmern aus einmal durch die gesamte Region steuern dürfen. 

Kurzer Shopping-Stop in Lindlar, schmale Parklücke – kein Problem dank der Ein- und Ausparkfunktion. Und weil hinten im Laderaum so immens viel Platz herrscht (kaum zu glauben, dass dieses Auto noch zur Kompaktklasse zählen soll), setzen wir unsere Einkaufstour im Forum Gummersbach einfach mal fort und stellen gleichsam fest, wie fantastisch sich der blaue Metalliclook vor der rostbraunen Fassade des Forums macht. 

Der Focus ist ein echter Hingucker, auch dank des Designs. Elegant. Zeitlos. Zugleich sportlich. Das setzt sich im Innenraum übrigens fort. Hochwertige Materialien, praktische Gimmicks wie das Head-up-Display, eine Top-Verarbeitung – man merkt einfach, dass Ford den Focus nicht erst seit gestern baut und ihn über die Jahre konsequent weiterentwickelt hat. In sechs Ausstattungslinien ist der Focus zu haben, schon die Grundversion bietet eine Menge Komfort, die Vignale-Ausstattung bringt puren Luxus in die Kompaktklasse.

Intuitiv bedienbar und mit feinster Auflösung thront das acht Zoll große Touch-Display in der Mitte des Armaturenbretts. Navi, Rückfahrkamera, Radio – alles wird hierüber gesteuert. Entweder mit dem Finger oder per Stimme.
Und da geht es nicht nur um die Wahl des Radiosenders. Auf Kommandos wie
„Ich habe Hunger“ oder „Ich suche einen Parkplatz“ reagiert der Focus auch.
Aber wo wir gerade beim Radio waren: Soundfreaks sind mit den Super-Lautsprechern von Bang und Olufsen bestens bedient, die es optional gibt.
675 Watt im Surroundsystem aus zehn Boxen, das hat schon was. 

So, schon so lange unterwegs und noch gar nichts zum Motor gesagt. Vielleicht, weil es nach diversen Auszeichnungen zum „engine of the year“ gar nicht groß was zu sagen gibt? Schon als 1,0 Liter EcoBoost mit 125 PS macht der Focus Spaß, mit 1,5 Litern und 182 PS noch einmal mehr, keine Frage. 

Ehe es zurück nach Hämmern geht, gönnen wir uns eine kurze Auszeit an der Brucher-Talsperre. Demnächst mal mit Freunden hierhin? Zu viert mit Schwimmsachen? Gebongt. Da wird schon die Fahrt zum puren Vegnügen. Aber nur, wenn der Focus mitkommt.

Voll unter Strom

So still hier drin. Und so edel. Klar, der VW Golf setzt in der Kompaktklasse seit Jahren Maßstäbe, aber dieses Ambiente hier – wow. Das hätte ich eher zwei Modellklassen höher erwartet. Alle Anzeigen voll digital, der große Touchscreen in der Mittelkonsole ganz leicht zu bedienen, berührend einfach. Egal ob Navigation mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und Informationen zur bisherigen Fahrtzeit und verbleibenden Reichweite oder allen Sendern des Digitalradios – alles ist super übersichtlich gestaltet. Und hat Charme: Ich kann zum Beispiel die Helligkeit und Farbnuancen der Rückfahrkamera individuell einstellen. 

Und die Stille? Sie hat einen Grund, denn obwohl wir, gestartet im Autohaus Bongen in Wipperfürth-Niederwipper, gerade Richtung Kreuzberg unterwegs sind, ist im Innenraum nichts, aber auch gar nichts zu hören. Dafür fühle ich was. Spüre den Antritt, die Geschwindigkeit. Kein Wunder: Die 136 PS des Elektromotors entfalten ihre Kraft schon bei einem leichten Tritt aufs Pedal, bringen sie direkt auf die Räder und der e-Golf geht ab wie … Schmitz‘ Katze. Und das stufenlos, denn wie alle Elektroautos verfügt auch der e-Golf über ein Eingang-Getriebe. Schalten? Verzögerung wie bei einer klassischen mehrstufigen Automatik? Nein und nein. Richtung Bevertalsperre schaue ich noch mal, was so geht. Wahnsinn. Ich werde förmlich in den Sitz gedrückt.
So fühlt sich sportliches Fahren an!

Das macht schon mächtig Spaß. Nicht nur auf der Geraden liegt der Golf perfekt auf der Straße, auch in den Kurven passt er sich super an. 

 

Sobald ich das Strompedal loslasse, habe ich zwei Möglichkeiten. Steht die Automatik auf D, rollt der Golf wie am Schnürchen gezogen dahin, als schwebten wir über die Straße. Mit „B“ kann ich die Rekuperation aktivieren, sprich der Motor bremst automatisch mit ab, was sich gerade in Oberberg lohnt, wenn man mal wieder bergab unterwegs ist. Über die Bremswirkung generiert der Golf Energie und lädt damit seinen Akku. 

Womit wir ja beim Lieblingsthema aller E-Auto-Fans und auch -Skeptiker wären – der Reichweite. Na, wie weit kommt er denn? Weit genug! So einfach ist das. Wir fahren den Golf an einem Sonnentag im Februar, bei Temperaturen um die zehn Grad, und der Bordcomputer errechnet für den VW, den wir voll aufgeladen übernommen haben, eine Reichweite von über 200 Kilometern. Das ist doch was. Damit kämen wir von hier bis Frankfurt. Vom Alltagseinsatz in der Region mal ganz zu schweigen. Zumal man im Oberbergischen und gerade auch in Wipperfürth an fast jeder Ecke eine Ladesäule findet. Auch das Autohaus Bongen hat eine. Das Laden wiederum ist kinderleicht. Wir testen die erste Schnellladesäule der BEW in Wipperfürth. Ladeanschluss am Golf geöffnet, das CCS-Schnellladekabel angeschlossen und in wenigen Minuten ist der Akku wieder voll. An einer Typ-2 Ladesäule oder der Wallbox zu Hause dauert das länger, keine Frage. Aber mal ehrlich, was macht denn der e-Golf, nachdem er puren Fahrspaß geschenkt hat? Genau, er steht. Da kann er auch laden. Und wer mit seinem e-Golf an die Nordsee will? Der macht halt ein, zwei kurze Pausen. Das sollte man ja so oder so tun. 

Und sonst? Bringt der e-Golf alles mit, was seine Fans an ihm lieben. Beste Verarbeitung, wohin man auch schaut, genug Platz für fünf Personen, ein zeitlos elegantes Design. Was diesen Wolfsburger so besonders macht, das steckt unter der Motorhaube. Und setzt mich so wunderbar unter Strom, dass ich gar nicht mehr aussteigen möchte.

einfach mal raus

fahrspaß
Der Nissan Navara ist ein echtes Pick-up-Original.
Und macht dem Profi- Handwerker genauso viel Spaß wie der ganzen Familie.
Vor allem dann, wenn man in dem Riesen, den es jetzt im Autohaus Bengelsträter in Rönsahl gibt, auch mal abseits der Piste unterwegs ist

Hui. Fünf Meter und dreißig sind ein Statement. Eine Riesenladefläche ist es auch. Und eine Anhängelast von dreieinhalb Tonnen erst recht. Das Tolle ist: Nissan springt mit all diesen Attributen nicht auf einen Pick-up-Trend auf, sondern hat diesen in den letzten Jahrzehnten immer wieder selbst gesetzt. Oder wussten Sie, dass die Japaner den allerersten Pick-up schon 1935 auf die Straße gebracht und seitdem in 180 Ländern mehr als 14 Millionen Exemplare verkauft haben? Wer einmal im neuen Navara durchs Oberbergische getourt ist, versteht, warum. Und auch, weshalb immer mehr Nissan-Kunden in Deutschland auf den Pick-up setzen.

Vom Autohaus Bengelsträter in Rönsahl aus führt uns der Weg erst einmal Richtung Brucher Talsperre – und die 190 PS entfalten direkt sehr souverän ihre Kraft. Und sollte ich das eine oder andere Vorurteil gegen ein so großes Auto gehegt haben, purzelt es gerade in sich zusammen. Platz genommen, die hohe Sitzposition sofort lieben gelernt, sich kurz umgeschaut, wohlgefühlt. Kein Wunder: Denn innen macht der Kraftmeier auf geschmeidig. Er schaut aus und mutet an wie ein toll ausgestattetes Mittelklasseauto und hat alles an Assistenzsystemen an Bord, was man braucht (über die Rückfahrkamera samt Vogelperspektive freue ich mich ganz besonders). Superbequeme Sitze, klare Linien, großer Bildschirm in der Mitte für Navi, Entertainment und alles, was das Fahren angenehm macht. Und bestens vernetzt ist man dank des Nissan-connect-
Systems im Navara auch.

Der Viertürer bietet auch auf den Fondplätzen viel Raum, hinter denen sich direkt senkrecht die Heckscheibe erstreckt. Das Gepäck oder die Ladung ist komplett separiert. Wer seinen Navara mit einem Hardtop ausstattet, kann das ohnehin schon üppige Ladevolumen noch einmal vergrößern.

Auf zur nächsten Talsperre, diesmal zur Lingese, aber über Schleichwege und durch wunderschöne kleine Weiler rund um Marienheide. Ist das nicht hier und da ganz schön eng? Klar. Aber der Navara lässt sich so souverän auch durch schmalste Sträßchen lenken, dass es eine wahre Freude ist, auch dank der gut abgestimmten Sieben-Stufen-Automatik. Ebenso viel Spaß macht unser kleiner Abstecher in ein von Wurzeln und
Hügelchen durchzogenes Waldstück.
Per Knopfdruck den Allradantrieb zugeschaltet, und der Navara lässt aber mal gar nichts anbrennen.

So, kurze Pause im Grünen. Und schnell mal die Ladeklappe ausprobieren. Die ist ebenso wie die gesamte Ladefläche so stabil und robust, dass man am liebsten gleich mal ein paar Holzscheite hinten aufladen möchte.

Keine Frage: Ein solches Auto kaufen mit Vorliebe Handwerker, die ihr gesamtes Equipment problemlos hinten drauf bekommen (und dank einer Zuladung von 900 Kilogramm dabei auch nicht zimperlich sein müssen). Wenn der Handwerker dann im Winter mit der gesamten Familie in den Urlaub fahren möchte, braucht er dafür jedenfalls kein weiteres Auto. Sondern kann im Navara auch alles an Spiel-, Sport- und Spaßgeräten mitnehmen, was man sich vorstellen kann.
Und ohne Probleme auch einen größeren Wohnwagen ziehen. Oder den Pferdeanhänger. Oder … am besten selbst ausprobieren! Denn der Nissan Navara, dieser immer junge Pick-up-Bestseller, ist der perfekte Partner, wenn man einfach mal wieder raus will.

 

Was für ein Gentle Man

 

Morgens um halb zehn in Lindlar … na, alle wach? Jetzt schon, sorry dafür, liebe Anwohner rund um den Kirchplatz, aber manchmal kann man nicht anders. Sonntagmorgen, der schönste Sonnenschein … und dann so ein Auto. Nein, kein Auto. Ein Gentleman. Einer der ganz alten Schule. Ein echter Alt-68er, denn in dem Jahr erblickte er erstmals das Licht der Straße. Und er hat sich all seinen Charme bewahrt, der Ford Thunderbird. Er zelebriert ihn, auf jedem seiner 536 Zentimeter Länge, mit jedem seiner 360 Pferde, mit jedem Gramm seiner 2,6 Tonnen.

Wie die acht Zylinder unter der Motorhaube, die so lang ist wie ein Sechsklässler groß, für ein Dauerwummern sorgen, bei dem sich nicht nur das Auto im lässigen Rhythmus bewegt, sondern die Insassen gleich mit – ein Traum.

Wie ihn das Einschalten des Lichtes zum Flirten verleitet, weil er dann mit den Vorderlampen klimpert – einfach umwerfend: Schaut her, ihr automobilen Einheitsautos des 21. Jahrhunderts, hier komme ich. Und über eure Stromlinienförmigkeit bin ich sowas von erhaben. Und was ihr uns als neu und innovativ verkauft, das kann ich schon lange. Servolenkung? Elektrische Fensterheber? Elektrisch verstellbare Sitze? Parkbremse, die sich beim Anfahren von selber löst? Hat der alles schon. Seit 50 Jahren, nix von wegen nachgerüstet und so.

So locker drauf wie der Thunderbird ist auch der, der ihn fährt. Muss man auch sein in einem Auto, das besser niemals ein Parkhaus von innen sehen sollte. Ralph Mayer ist damit den Sommer über im Oberbergischen unterwegs. Manchmal privat, meist aber für seine Kunden: Denn den Thunderbird und ihn als Fahrer kann man mieten. Für die Hochzeit zum Beispiel. Nur für die Fahrt vom Standesamt in die Kirche oder für den ganzen Tag. Denn der Ford gibt auch beim Paar-Shooting eine prima Figur ab.

Das liegt auch daran, dass Ralph Mayer den Thunderbird hegt und pflegt. Vor kurzem erst hat er einen schönen neuen elfenbeinfarbenen Lackanzug erhalten, und auch die Kopfbedeckung ist mit einem Dach aus echtem Vinyl, gestaltet von einer Sattlerin aus der Region, absolut stilecht. Bei einem kurzen Stopp vorm Schloss Heiligenhoven in Lindlar macht auch so mancher Wanderer eine kurze Verschnaufpause um doch mal einen zweiten Blick auf den Amerikaner zu werfen.

Für Mayer kein Ort wie jeder andere. „Hier habe ich seinerzeit das erste Mal ein Hochzeitspaar hingefahren, damals noch in einem geliehenen Ford Mustang“, erzählt der selbstständige Handwerker. Kurz darauf kaufte er sich einen Mustang, entdeckte dann in den Niederlanden den Thunderbird. „Ich fuhr mit meiner Partnerin hin, sah ihn durch
die Fensterscheibe stehen und wusste: Das ist meiner.“ Er wusste auch: Den in Schuss zu halten, ist nicht ganz unaufwändig. Zum Glück ließ sich seine Stammwerkstatt auf das Abenteuer amerikanischer Oldtimer ein.

Klar, dass sich Mr. Donnervogel auch mal den einen oder anderen Schluck genehmigt, um nicht nur in Fahrt, sondern auch anzukommen. „Ich hab immer einen 20-Liter-Ersatzkanister im Kofferraum“, sagt Ralph Mayer lächelnd, „man weiß ja nie.“ Nach einem ziemlich entspannten amerikanisch-oberbergischen Vormittag wissen wir jedenfalls eins, bei aller Vernunft, die unseren Alltag so oft bestimmt: Ein bisschen automobiler Rock’n’Roll darf ab und zu sein. Aber nur so richtig Oldschool.

Kante zeigen!

Endlich. Endlich traut sich mal einer. Kante zeigen, wo andere vor lauter Rundungen ununterscheidbar werden. Mut beweisen, wo andere auf „bloß nicht übertreiben“ setzen. Toyota übertreibt es mit dem C-HR. Wie wunderbar.

Deshalb können wir im Toyota Autohaus Kutscher in Wipperfürth auch erst mal gar nicht einsteigen. Wir müssen Runden drehen. Ums Auto. Noch eine Runde. Und noch eine. Ob C-HR-Fahrer regelmäßig zu spät kommen, weil es ihnen jeden Tag so geht, und sie beim Bewundern ihres eigenen Autos die Zeit vergessen? Keine Ahnung. Ist auch egal. Dieser Hintern, mit Verlaub, verdient einen zweiten, dritten, vierten Blick. Und auch das Gesicht sagt: Ich bin anders, mein Freund.

Das Schöne ist, dass das Fahrerlebnis all diese äußeren Versprechen hält. ENGELBERT fährt den voll ausgestatteten Hybrid. Diese Kombi aus Benzin- und Elektromotor haben die Japaner ja vor über 20 Jahren selber erfunden und inzwischen so intelligent weiterentwickelt, dass etwas anderes kaum in Frage kommt. Beispiel Zündung: Der C-HR startet, bleibt aber stumm. Rangieren auf dem Parkplatz? Elektrisch. Ebenso wie die ersten Meter auf der Leiersmühle. Kommt er in Fahrt, mischt dann auch der Benzinmotor mit, aber so effizient, dass das SUV-Coupé auch bei sportlicher Fahrweise mit unter fünf Litern Benzin auskommt.

Unterwegs sein im C-HR, das ist für die Fondpassagiere ein völlig anderes Erlebnis als für Fahrer und Beifahrer. Denn die extreme Coupéform mit den seitlich oben in die Türen integrierten Griffen sorgt hinten, auch wegen der kleinen Fenster, für eine echte Loungeatmosphäre. Was, kleine Fenster? Oh Gott, die Übersicht! Völlig egal, Einparken ist easy. Weil Toyota dem C-HR natürlich einen Parkassistenten und eine Rückfahrkamera spendiert hat. Die ist wiederum in einen Bildschirm integriert, der das Cockpit dominiert. Groß, breit, hoch, zentral, dem Fahrer zugewandt. Auf den ersten Metern muss ich mich daran gewöhnen. Weil per Touch-Funktion hierüber aber alle wesentlichen Funktionen gesteuert werden, lernt man den großen Bildschirm schnell lieben. Auch, weil er so intuitiv bedienbar ist. Mal eben das iPhone gekoppelt, fertig, Lieblingsmusik an Bord. Dank der JBL-Soundanlage kommt die auch richtig gut.

Ebenso wie das Fahrgefühl. Super Sitzposition, kraftvoller Antritt und vor allem: Eine hervorragende Übersetzung des Automatikgetriebes. Es gibt ja immer noch Kandidaten, die erst extrem verzögert beschleunigen; nicht so der C-HR, der fast stufenlos nach vorne geht. Und die Systemleistung von 122 PS (ergibt sich aus 98 PS Benzinmotor und 72 PS Elektromotor) reicht völlig, um munter durch Oberberg zu cruisen. Über Ohl fahren wir bis zur Brucher und durch die Becke bis nach Gummersbach. Von dort zurück nach Agathaberg und zum Walter-Leo-Schmitz-Bad. Und ganz gleich, wie schmal die Straßen werden, der Toyota meistert dank der direkten und zugleich leichtgängigen Lenkung souverän jedes Terrain.

Ganz ehrlich – den hätten wir gern noch ein bisschen behalten. Das Trostpflaster nach dem Aussteigen: Wir dürfen noch eine Runde ums Heck drehen. Wie der mit seinem Perlmuttweiß in der Sonne glänzt … so schön kann anders sein.

Im Ford Mustang durch Marienheide

Eigentlich geht das ja so: Auto an, Mucke an. Richtig laut. Aber was heißt schon „eigentlich“, wenn man in einen Mustang einsteigt? Die automobilgewordene

Leidenschaft, die wir an einem sonnigen Märztag einmal rund um Marienheide ausreiten dürfen, hat genau acht zylinderförmige Argumente, die einen binnen weniger Augenblicke vollkommen überzeugen, das Radio bloß auszulassen. Sie hocken vorne, unter der Haube, da, wo der Mustang seine wilde Seele hat. Da, wo das Fauchen beginnt, sobald der Zündschlüssel gedreht und der knallrote Startknopf gedrückt ist. Vielleicht ist es auch ein tiefes Grollen, keine Ahnung, es klingt so umwerfend, dass es mich in den Sitz drückt, dabei habe ich noch nicht mal Gas gegeben.

Wer das zum ersten Mal macht in diesem 2008er Mustang GT, der muss behutsam vorgehen, sonst fällt Omi beim Mittagsschlaf in der Wohnsiedlung womöglich aus dem Bett. Und der Mustang macht einen fetten Satz, denn 300 Pferde unter der Haube sind eine Ansage.

Genau wie alles andere in diesem Auto auch: Wer die Kupplung sicher treten will, sollte eine gute Beinmuskulatur besitzen, wer auf einen sechsten Gang hofft, darf das gleich wieder abhaken, und wer mit oberbergischen Schlaglöchern nach vier Wochen Dauerfrost nicht klar kommt, tja … soll er halt vom Pferd steigen.

Nee nee, wir bleiben mal schön sitzen. Und lauschen dem Grollen im zweiten und dritten Gang. Lassen uns in die Sitze drücken, diesmal aber richtig, während wir über Land Richtung Brucher Talsperre und dann zum Unnenberg brausen. Diese Serpentinen, ein Traum! Vor allem mit dieser Lenkung, die sofort zupackt. Müsste ich nicht auf die Straße schauen, ich würde auch die ganze Zeit dieses genial puristische Lenkrad und die uramerikanischen Armaturen bestaunen. Der Tacho zeigt das Tempo natürlich erst mal in Meilen an, wen jucken schon Kilometer? Lustig sind die vielen Fußgänger, die sich an jeder Ampel nach uns umdrehen. Die haben uns erst gehört und dann gesehen. Scheint den Fahrern der silbernen Kompakt-Vans, von denen ungefähr drei gleich mal vorsorglich anhalten, um uns vorbeizulassen, auch so zu gehen. Nicht, dass wir gedrängelt hätten oder so. Man kann den Mustang auch zahm wie ein schnurrendes Kätzchen durch Marienheide bis Schloss Gimborn lenken. Um dann, auf gerader Straße, immer mal wieder einfach das wilde Tier rauszulassen.

All das kann jeder haben. Denn RR US Cars aus Lindlar vermietet den Ford Mustang – und nicht nur den. Für Hochzeiten zum Beispiel. Für den Ausflug mit dem besten Kumpel oder der Freundin. Für einen ganzen Tag voller Abenteuer. Denn die ganz große automobile Freiheit liegt zum Glück direkt vor der Haustür.