Er bringt‘s einfach

genuss 

Was tun, wenn das Restaurant geschlossen ist? Genau: Die Speisen bringen! Hat Peter Hartkopf mit seinem Team des
Hotels und Restaurants „Zum Holländer“ gemacht. Mit viel
Engagement. Inzwischen dürfen die Gäste wieder kommen.

Er war unterwegs und ist es noch. Kopf in den Sand? Nix da. Nicht mit Peter Hartkopf. Klar, als Gastronom hatte es der Küchenchef und Inhaber des Lindlarer Traditionsrestaurants Zum Holländer seit Mitte März ebenso schwer wie viele seiner Kollegen. Sie waren zum Schließen verdammt. Über Sinn und Zweck lässt sich streiten, bringt nur nix. Was viel bringt, ist Machen. Und Peter Hartkopf ist ein Macher: „Wir haben vorher schon Essen auf Rädern angeboten. Das haben wir deutlich ausgebaut und viele, viele Menschen in der Stadt, insbesondere ältere, jeden Tag mit einem guten, frischen, warmen Essen beliefert.“ In mehreren Tagestouren fährt das Holländer-Team zu den Kunden. In den Thermoboxen bleibt das Essen bis zu zwei Stunden lang warm, das Porzellan holen die Mitarbeiter am nächsten Tag ab. Als die Kontaktbeschränkungen noch sehr streng waren, lief die gesamte Belieferung komplett kontaktlos ab. Was menschlich gesehen nicht immer leicht war, weil mancher Kunde doch gerne noch an der Tür ein bisschen geschnackt hätte. Ging nicht, zumal die Touren eng getaktet waren und regelmäßig die Lieferfahrzeuge desinfiziert werden mussten. Ein großer zeitlicher Aufwand, den die Kunden zu schätzen wissen. 

Den Aufwand hat Hartkopf mit seinem Team auch betrieben, als er Mitte Mai wieder öffnen durfte. Da waren die Frühjahrsevents wie Kommunion, Konfirmation und diverse Schulungen von Unternehmen schon alle weggebrochen, dafür durften wieder Restaurantgäste rein. 

Ein Hygienekonzept konzipieren und umsetzen, das bedeutet: Schilder, Aufsteller, Plexiglasscheiben, zahlreiche Desinfektionsspender, dafür insgesamt weniger Tische – und trotzdem eine gemütliche Atmosphäre schaffen. Der große Tisch mit Glasumrahmung, den die vielen Stammgäste kennen, hilft da natürlich. 

Das Angebot hat der Küchenchef anfangs etwas reduziert, die beliebten Highlights und Klassiker aber natürlich auf der Karte gelassen. Und die Gäste kommen. Weil sie wissen, was sie am Restaurant Zum Holländer haben. Weil sie wissen, dass Peter Hartkopf das hinbekommt. Mit der Gemütlichkeit. Und mit den leckeren Speisen sowieso.

alle neu seit Mai

mobilität

Erst Umbau, dann Ausnahmezustand. Und jetzt? Fährt das Autohaus Bengelsträter weiterhin zweigleisig in die Zukunft: Als Nissan
Vertragshändler und mit seiner Top-Werkstatt.

Fassade neu. Werbung neu. Decke und Boden neu. Büros neu. Showroom neu. Kunden-Wartelounge mit Kaffeemaschine und Flatscreen neu. Wer Anfang des Jahres in Rönsahl im Autohaus Bengelsträter zu Gast war und Ende Mai noch einmal, der hat es nicht wiedererkannt. Denn die Bengelsträters haben ordentlich investiert. Geld, Zeit, Energie. Um die neuesten Modelle der japanischen Automarke Nissan, die Lifestyle-Roadster ebenso herausbringt wie SUVs und Nutzfahrzeuge und in Sachen E-Mobilität weltweit führend ist, noch besser zu inszenieren. Um den Kunden das Warten auf ihr Auto, das vielleicht gerade noch in der Inspektion ist, noch angenehmer zu verkürzen.

Apropos verkürzen … war in Zeiten des Lockdowns eigentlich Kurzarbeit angesagt? Nein. „Die Werkstatt war ausgelastet, wir sind gut über die Zeit gekommen“, resümiert Lena Bengelsträter. Die Werkstatt, die durchgehend geöffnet hatte, ist für den hervorragenden Service im gesamten Oberbergischen Kreis bekannt. Und während das Autohaus geschlossen bleiben musste, blieb genug Zeit, dieses komplett umzubauen. In einer Branche, die sich in der Region in den vergangenen Jahren massiv verändert hat (was auch zu manchen Autohausschließungen führte), setzen die Bengelsträters selbstbewusst auf das Prinzip „Mach neu“. Und fahren mutig Richtung Zukunft.

The Art of Bart

beauty

In Engelskirchen betreibt Friseur Hagen einen
Barbershop. Der kommt an beim Mann: Die Kunden strömen aus der ganzen Region herbei. 

Ich gebe zu, mein Blick folgt dem blitzenden Rasiermesser schon einen Moment lang. Und der Hinweis meiner besseren Hälfte („Ja, und jetzt bitte am Hals ansetzen …“), beruhigt mich auch nicht gerade. Und als plötzlich ein Feuerzeug aufglimmt und sich meinem Ohr nähert, schlucke ich kurz. Alles unbegründet, wie ich eine halbe Stunde später weiß. Aber ich habe ja auch zum ersten Mal einen Barbershop besucht. Hans-Wilhelm Hagen betreibt ihn seit einiger Zeit in Engelskirchen. Der erfolgreiche Friseur-Unternehmer, der im Oberbergischen Kreis drei Läden betreibt, hat den Trend erkannt, der vor einigen Jahren nach Deutschland schwappte: Mann trägt nicht nur wieder verstärkt Bart.
Mann möchte auch, dass den ein Profi bearbeitet. Und den passenden Haarschnitt, gerne im Fifties-Rockabilly-Style, gleich mit macht. Bei Hagen bekommt er beides, weil die vier Friseurinnen und Friseure auch Barbiere sind – und umgekehrt. Auch mehrere syrische Barber gehören zum Team.

„Wir haben hier vor drei Jahren komplett umgebaut und in den Friseurladen einen Barbershop integriert. Wir waren die ersten. Und die Männer kamen vom ersten Tag an. Aus der halben Region und sogar aus Köln“, berichtet Hagen, der in der langen Zeit seiner Selbstständigkeit eines immer beherzigt hat: „Sie müssen Ihren Kunden ständig etwas Neues und anderes bieten.“

Zumal diese, gerade auch die Herren, immer anspruchsvoller werden. Und: Er selbst muss „am Kunden“ sein. Sprich: Regelmäßig arbeitet er in seinen Friseurläden und im Barbershop mit. Hat ein Gespür für Wünsche und Trends. Und ist für sein Team immer ansprechbar. Termine vergibt er im Barbershop nicht, wer kommt, der kommt. Und weil das Team, das Hagen eigens dafür hat fort- und weiterbilden lassen, groß genug ist, gibt es kaum lange Wartezeiten. 

Seinen Bart pflegen oder sich gepflegt rasieren zu lassen, das hat etwas Kontemplatives. Zurücklehnen, die Augen schließen, spüren, wie der Schaum ins Gesicht einmassiert und später mit dem Messer Millimeter für Millimeter rasiert wird. Ja, das dauert. Zum Glück! Eine Alltagspause ohne Handy, ohne alles, Mann hat einfach mal ein paar Minuten für sich. Und die Rasur ist so gründlich, das schafft wohl kaum jemand zu Hause. Was aber hat es jetzt mit dem Feuerzeug auf sich? Kleiner Barbertrick: Damit werden die feinen, aber oft störenden Härchen an den Ohren entfernt. Keine Sorge, niemand wird dabei angeflemmt, denn die Flamme brennt nur für Sekundenbruchteile, dafür zigmal, das kribbelt herrlich und ist effektiv.

Neuester Trend in Sachen Männerbeauty: „Die Haare in den Ohren mit Wachs entfernen. Das zwiebelt einmal kurz, dann hat man aber für Wochen Ruhe“, weiß Hans-Wilhelm Hagen. Ruhe hat Hagen weder im Damensalon, noch im Barbershop. Das Team wächst, zumal immer mehr Männer ein ganz neues Beautyempfinden entwickeln. Und immer mehr Jugendliche, denn auch wenn bei ihnen in Sachen Bart noch nicht viel läuft – die coole Retrofrisur mit über den Schläfen bis auf null Millimeter herunterrasierten Haaren gönnen sich auch immer mehr Teenager. Und wissen natürlich, wo sie später hingehen werden, wenn es an die erste Bartpflege geht …

http://www.friseur-hagen.de

Bisschen verliebt

fahrspaß

Er zeigt weniger Kante als sein Vorgänger. Dafür hat er mehr Charme. Steckt voller Ideen. Macht das Fahren zum Vergnügen. Und zum Kinderspiel, wenn man möchte. Willkommen im Juke!

So, fühlt sich gut an hier. Gleich im ersten Moment. Sieht auch gut aus. Ein bisschen Retrostyle in den Armaturen. Ein bisschen Verspieltheit ausgerechnet am Startknopf – denn den umrahmt ein schwarzes Karomuster.
Darauf muss man auch erst mal kommen. Okay, dann drücken wir den doch mal … wow. Das klingt ja richtig gut. Irgendein Popsong, keine Ahnung, aber ein Sound wie in der besten Disco. Auf den zweiten Blick sehe ich auch, warum das so ist: Die Boxen des Bose Personal Plus Audiosystems sind nicht einfach irgendwo verbaut. Sondern bei Fahrer und Beifahrer rechts und links in den ohnehin schon saucool gestalteten Kopfstützen! Das rockt ja nun wirklich und macht aus dem neuen Juke eine Jukebox.

Ja, der Crossover von Nissan war schon immer anders. Sein Vorgänger hat polarisiert. Und der Neue? Zeigt außen weniger Kante, tritt dafür aber deutlich dynamischer auf. Allein schon diese super schmalen Frontleuchten. Mutig! „Okay, und wohin fahren wir jetzt?“, überlege ich am Veilchendienstag Ende Februar halblaut, als wir vom Parkplatz des Autohauses Bengel-
sträter in Rönsahl abbiegen. Meine bessere Hälfte schaut versonnen einem fernen Lichtstrahl nach, der sich irgendwo hinter einer Wolke hervorwagt. Und frohlockt: „Der Sonne hinterher, heyo, was geht! Los, ich will ein Sonnenfoto mit dem Juke.“ Jo, dann mal los. Und so fahren wir zum ersten Mal für ENGELBERT ein Auto ganz ohne Ziel. Cruisen über Land, vorbei am Fuchsloch, irgendwie Richtung Kierspe oder so, keine Ahnung. Eine niedliche Ortschaft reiht sich an die nächste, die Straßen werden schmaler, ich probiere die Fahrmodi aus und stelle fest, dass der Sportmodus den Juke schön auf Touren bringt. Ab und an kann ich die Finger nicht von den Schaltwippen am Lenkrad lassen, nehme der Automatik die Arbeit ab, schalte selber. 

So viel Selbermachen muss man sich im neuen Juke gar nicht antun, denn er macht einem das Fahren sehr leicht – dank des neuen ProPILOT-Systems. Dieses ist in allen Modellen mit dem DCT-Doppelkupplungsgetriebe enthalten und passt sich automatisch dem jeweiligen Fahrstil an. Es schreitet ein, um zu bremsen, zu lenken oder zu beschleunigen, wenn man möchte. Wenn also irgendein Schlaukopf wieder mal am Kreisverkehr steht statt einzufädeln, bleibt der Juke ganz locker und bremst wenn nötig selbstständig, bis er ebenfalls steht. Kreisverkehre finden wir aber nicht, sondern ein wunderschönes Bachtal. Gut, dass dieses Auto nicht nur ein Riesendisplay, sondern auch ein Navi an Bord hat – ohne finde ich hier nie wieder raus. Und dank Rundum-Kamera mit Vogelperspektive („Around View“ nennt Nissan die) manövriere ich den Juke auch elegant in die schmalste Ausweichbucht. Gleich daneben steht eine Bank. Prima. Zumal wir die Sonne gefunden haben! 

Der Juke strahlt, wir strahlen ebenfalls, leise plätschert der Bach und ich denke: Ja, das könnten wir jetzt jedes Wochenende machen. Rein in den Juke und raus mit uns. Zumal wir, das sieht man dem kurzen Heck gar nicht an, auch einiges mitnehmen könnten. Denn, ähnlich wie übrigens auch beim Handschuhfach vorne, verbirgt sich hinter der Klappe viel mehr Stauraum als man zunächst denkt. Klar, dass ein Nissan der neuesten Generation auch verdammt gut vernetzt ist. Ich könnte jetzt vom Smartphone aus ein Fahrtziel ans Navi senden. Oder den Juke damit ver- und entriegeln. Und so vieles mehr. 

Praktisch, clever und einfach schick.

Dieses Auto verdient noch eine andere Location. Weiter geht die Fahrt, bis wir am Haus Rhade ankommen, dem alten Wasserschloss, wo man toll feiern und auch übernachten kann. Und immer noch scheint die Sonne. Sieht gut aus für den Juke. Und für jeden, der ihn fahren darf. Ja, denke ich, als wir den Schlüssel wieder abgeben, so ein bisschen habe ich mich verliebt …

Der Figur auf der Spur

wandern

Michael Wittschier aus Wipperfürth wandert gern durch sein Leben. In seinem ersten Wanderbuch beschreibt der pensionierte Lehrer 14 Wege, die, von oben betrachtet, Figuren ergeben. 

Traue keinem Gedanken, der dir nicht beim Wandern gekommen ist.“ Na, wer hat‘s gesagt? Richtig, Friedrich Nietzsche. Und Michael Wittschier hat sich diesen Satz nicht nur gemerkt, weil er als ehemaliger Deutsch- und Philosophielehrer eine ganze Menge schlauer Sätze von Vor- und Querdenkern kennt. Sondern, weil er selbst ein solcher Querdenker ist. Und: Weil er wandert. Seit Jahren und aus Leidenschaft. Gerne auch, um Ideen zu durchdenken. Er nimmt dann einen bestimmten Gedanken ganz bewusst mit auf einen seiner Wege durchs Bergische Land, wo er am liebsten unterwegs ist. „Und am Ende bin ich das Ganze dann im wahrsten Wortsinne durchgegangen“, erzählt er und lächelt. Über 15 Bücher hat der ehemalige Lehrer des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums in Wipperfürth schon geschrieben, alles Sachbücher zu Deutsch und Philosophie … bis sein erstes Wanderbuch dazu kam. 

Nicht irgendeines, das wäre ja zu einfach, zumal es übers Bergische auch schon einige gibt. Nein, Wittschier hat, und das haben ihm seine Lektoren beim renommierten J.P. Bachem-Verlag in  Köln auch bescheinigt, dem Wanderbuchgenre etwas Frisches, ja etwas einzigartig Neues verleihen können. Denn „Der Figur auf der Spur“, so heißt das kompakte, knapp 200 Seiten lange Werk, erzählt die Routen von 14 Wegen im Bergischen Land – und sie alle beschreiben, aus der Luft betrachtet, eine bestimmte Figur. Die bergische Kuh zwischen Ledder und Dhünn. Der Zirkusclown bei Dabringhausen. Der Cocker-Spaniel zwischen Lindlar und Linde. 

Wie kommt man denn bitteschön auf so eine Idee? „Ich habe mich schon immer dafür begeistert, wie bestimmte geografische Orte eine Figur abbilden. Das fing mit Italien als Stiefel an“, erzählt Michael Wittschier, der auch begeisterter Maler ist. Ein kreativer Kopf, der eines Tages für sich selbst eine Wanderung ausarbeitete und dabei entdeckte: Mensch, dieser Weg zeichnet, wenn man ihn komplett abgeht, die Umrisse einer Figur nach. Diese hat er dann, ganz Maler, gleich mit Innenleben, sprich Details und einem Gesicht gefüllt. Wie zum Beispiel die Kuh oben links. Oder einen Nikolaus, einen Schmetterling, eine Wandertaube. Wittschier liebt es, Figuren in allem Möglichen zu entdecken. Während des Interviews überreicht er
ENGELBERT sein Foto der Wipperfürther Wolke, in der ganz links ein verliebtes Pärchen zu sehen ist. Und einen Schnappschuss, der eine Baumkrone zeigt, in der sich die Silhouette eines Wanderers verbirgt.

Okay, nun ist ja das Wandern und Entdecken die eine Sache – ein Buch schreiben aber eine ganz andere. Diese Erfahrung hat auch Michael Wittschier gemacht. Bei Bachem war man angetan von seiner Idee, hatte aber auch gewisse Vorstellungen: Er möchte doch bitte nicht nur alle Strecken absolut stichfest und nachvollziehbar aufarbeiten, sondern sämtliche Fotos mitliefern – möglichst auch mit Kindern darauf, da sich das Buch ja an Familien richtet. Der Wipperfürther machte: Er investierte in eine gute Kamera und ein Wander-Navi, lief die Strecken mehrfach ab, schrieb detailliert auf, wo es lang geht – alles auf eine andere, frische Art. In seinem Buch läuft man eben nicht nach Süden, sondern auf den Nasenflügel der jeweiligen Figur zu. Für Kinder gibt es nicht nur Hinweise, was am Wegesrand alles zu entdecken ist, sondern auch viele kleine Rätsel für zwischendurch. Und: Es geht hier nie um Gewaltmärsche. Die längste beschriebene Wanderung, „Rund um den Räuber Hotzenplotz“, geht über 13 Kilometer – und wie fast alle anderen lässt sie sich halbieren, falls Lust, Kondition oder Wetter mal nicht mitspielen. Denn es geht hier vor allem um einen unbeschwerten, schönen, gesunden Zeitvertreib. Aktiv sein, Neues über die Region lernen und dabei eine Figur erlaufen. Übersichtlich gestaltete Karten sowie Tipps zur Anfahrt und zum Einkehren bietet das Buch ebenfalls. 

Sind denn weitere Wanderbücher geplant? Zumal Wittschier insgesamt
18 Strecken ausgearbeitet hat, von denen es vier nicht ins Buch schafften? Wenn es nach dem Autor und Maler geht, dann schon. Aber vielleicht über die linksrheinische Region. Oder über die Eifel. „Hier habe ich auch schon die ersten Figurenwanderwege entdeckt“, erzählt er. Denn wer suchet, der findet.

Das Bike einfach leasen

mobilität & finanzen

Gesund unterwegs sein und clever sparen – das Firmenfahrrad macht es möglich. Und das Team von RR-Bikes in Wipperfürth weiß, warum es für Arbeitgeber wie Mitarbeiter ziemlich ideal ist.

Herr Schmidt möchte sich ein Fahrrad kaufen. Ein schönes E-Bike mit gutem Akku. Kann er machen. Kostet so ab 2500 Euro. Ohne Versicherung und Inspektion natürlich. Wird es geklaut oder versagt der Akku … tja, Pech. Herr Schmidt kann aber auch zu seinem Chef gehen und sagen: „Du, ich würde gerne künftig die paar Kilometer ins Büro mit dem Fahrrad zurücklegen. Ist umweltschonend, gesund und wir hätten beide was davon – wenn du das Bike als Firmenfahrrad leasen würdest.“ Eigentlich muss der Chef dann nicht lange überlegen. Weil dieses Bikeleasing, das immer stärker im Kommen ist, für ihn wie für seinen Mitarbeiter nur Vorteile bietet – wie die Fahrradexperten von RR Bikes in Wipperfürth wissen. 

Denn: Der Arbeitgeber kann den Preis des Rades komplett steuerlich geltend machen und das Rad abschreiben. Er bucht automatisch ein komplettes Sorglos-Versicherungspaket direkt dazu (und kann dieses auch erweitern), mit dem in jedem Fall Diebstahl, Produktionsfehler und ein Ausfall des Akkus versichert sind. Herr Schmidt wiederum kann sein Rad nicht nur für den Weg ins Büro, sondern unbegrenzt privat nutzen. Diese Nutzung versteuert er nur mit 0,25 Prozent des Anschaffungspreises, was salopp gesagt Peanuts sind. Das Ganze funktioniert über eine Gehaltsumwandlung. Voraussetzung ist also, dass
der Arbeitgeber einen Teil von Herrn Schmidts Monatsgehalt
als Leasingrate direkt einbehält. Das sind je nach Modell in
etwa 35 bis 60 Euro. 

Insgesamt lassen sich so während der in der Regel dreijährigen Leasingzeit bis zu 40 Prozent des eigentlichen Kaufpreises sparen. „Bei der Wahl der Marke und auch beim Anbieter des jeweiligen Leasingpakets sind unsere Kunden völlig frei“, erläutert Ralf Röttel, Geschäftsführer von RR Bikes. Ob Fahrrad oder E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder die immer beliebter werdenden Lastenräder – die Auswahl ist groß. Auch die der Leasinganbieter: RR Bikes arbeitet hier mit gleich acht verschiedenen Firmen zusammen, darunter Jobrad und Bikeleasing.

Und wie geht es nach dem Ablauf der drei Jahre Leasingzeit weiter? Ganz einfach: Herr Schmidt kann das Rad entweder zurückgeben oder zum Restwert kaufen. Dieser wiederum wird von der jeweiligen Leasingbank (zum Beispiel Jobrad, Bikeleasing, Businessbike) schon zum Beginn der Laufzeit festgelegt – so lässt sich prima planen. In der Regel sind am Ende etwa zehn bis 18 Prozent des Kaufpreises zu zahlen. Und das für ein bis dato wegen der Inspektionspauschale topgepflegtes Fahrrad. Dank des Firmenbike-Modells ist gutes Rad also nicht teuer.

http://www.rr-bikes.de

Oh nein, nur noch 50 Sekunden!

erlebnis

Klettern und Bouldern im 2T in Lindlar – kennt man. Mag man. Aber knobeln? Genau. Im ersten Escape- Room der Region. Wir sind dem „Geheimnis der 2 Tiger“ auf die Spur gekommen. Naja. Fast.

Na toll, jetzt haben wir den Salat. Die Uhr läuft ab. Erbarmungslos. Keine Minute mehr Zeit. Nur noch ein letztes Rätsel, diese eine Aufgabe, die uns vom großen Schatz trennt. Aber wenn wir ehrlich sind: Wir sitzen hier und haben keine Ahnung, was wir machen sollen. „Ich kann es von hier aus sehen. Und ihr könnt das eigentlich auch“, ruft uns Marcel Besgen zu. Er ist nicht nur der Spielleiter des ersten oberbergischen Escape-Rooms, er hat diesen auch entwickelt. Und wenn wir ehrlich sind – er hat uns schon einige Male geholfen bei unserem sechzigminütigen Selbstversuch. Bisher hat sich das ENGELBERT-Quartett wacker durch die einzelnen Rätsel gekämpft, kombiniert, Schlösser geknackt … aber jetzt kommen wir ins Stocken. Die Uhr tickt weiter. Und wir blicken bange zu Marcel Besgen …

Wer schon den ein oder anderen
Escape-Room gespielt hat, für den mag das zunächst ungewohnt erscheinen – nicht alleine im Raum zu sein. Sondern mit Spielleiter. Meine erste Befürchtung: Oh Mann, wir stellen uns da gleich total dämlich an, und der sieht uns auch noch dabei zu. Aber diese Sorge legt sich. Zum einen, weil wir uns so schlecht gar nicht schlagen (wenngleich wir zu Anfang viel zu kompliziert denken, das Offensichtliche übersehen und die ersten 20 Minuten so schnell vergehen, dass ich es kaum glauben kann). Und zum anderen, weil Marcel Besgen angenehm im Hintergrund bleibt, aber immer mit dem Gespür für den Augenblick. Wenn er merkt, dass sich das Team verrennt, hilft er. Wer in sechzig Minuten mehrere Rätsel lösen soll, um aus dem Escape-Room zu entkommen, der soll dabei Spaß haben und nicht verzweifeln. 

Spaß haben wir, zumal die Geschichte stimmt. Ein Verdienst von Marcel Besgen und seinem Team. Der Leiter der
2T-Kletter- und Boulderhalle ist selbst großer Spiele- und Escape-Room-Fan – und war doch immer wieder enttäuscht, dass es in anderen Locations, wo er spielte, an der Geschichte haperte. Umso mehr Energie haben er und sein Bruder in „Das Geheimnis der 2 Tiger“ gesteckt, das es seit Herbst in Lindlar zu lüften gilt. Und weil Sie das mit Familie, Freunden oder Kollegen ja vielleicht bald selbst machen, wird jetzt hier auch nicht gespoilert, sprich: Wir verraten keine Details. 

Nur so viel: Es darf gerätselt, geknobelt, gerechnet, gelauscht und auch mal
geschnuppert werden. Am Anfang spricht eine düstere, vermummte Gestalt zu den Spielerinnen und Spielern, aber gruselig wird es zu keiner Zeit. Aus gutem Grund: „Wir wollten gerade beim ersten Escape-Room hier in der Region nicht mit einem komplett abgedunkelten Raum beginnen“, erklärt Marcel Besgen. 

Nicht nur das: Eigentlich war das gesamte Spiel als Outdoor-Event geplant, um die großen Freiflächen vor dem 2T gerade im Sommer noch besser nutzen zu können. „Dann aber mussten wir schon unseren Testspielern so oft wegen des Wetters absagen, dass wir lieber doch nach drinnen gegangen sind.“ Andererseits: Vielleicht wäre ja gerade ein Survival-Game, das man bei Wind und Wetter spielt, auch eine reizvolle Ergänzung? 

Wie auch immer: Der neue Escape-Room ist jedenfalls bei erfahreneren Spielern wie auch Debütanten schon so gut angekommen (vor allem natürlich vor Weihnachten), dass weitere Räume geplant sind. Die dann sicher noch einmal ganz anders gestaltet werden und das 2T als Freizeit-Ziel für einen ganzen Tag noch attraktiver machen werden. Zuerst Klettern, dann in den Escape-Room, dann Bouldern, dann in den nächsten Escape-Room, dann in Ruhe was essen und trinken. Passt. Und praktischerweise kann man via Onlinekalender auch gleich einen Wunschtermin hinterlegen und wird zwecks Anmeldung vom 2T-Team kontaktiert. So wie
ENGELBERT. Ach, stimmt, da war 

doch noch was …

… zehn, neun, acht … drei, zwei, eins … und Ende. Und: Nix is! Ja, wir geben zu, wir haben das letzte Rätsel nicht gelöst. Dabei war es wirklich nicht das Schwierigste von allen. Wir haben einfach nur … nicht richtig hingeschaut? Keine Ahnung. Ist aber auch nicht schlimm, weil die gefühlt kürzeste Stunde seit der Erfindung der Zeitmessung im Escape-Room des 2T ja trotzdem großen Spaß gemacht hat. Das Spiel funktioniert, die Geschichte auch, alles baut logisch aufeinander auf und überrascht mit Wendungen, die sicher nicht jeder auf dem Schirm haben dürfte. Weil es das so noch nicht gab. Viel Spaß bei der Alltagsflucht!

http://www.2t-klettern.de

Zum Holländer

löffelweise

Bei Peter Hartkopf in Lindlar gibt es noch traditionelle
deutsche Küche – aber mit dem gewissen Etwas.

Mmmh … wie das schon wieder duftet! Da läuft einem glatt das Wasser im Mund zusammen.
ENGELBERT ist heute noch einmal zu Gast bei Peter Hartkopf. Um genau zu sein in seinem Restaurant „Zum Holländer“ in Lindlar. Hier zaubert der Koch heute zartes Rinderschmorsteak mit einer Portweinsauce, Gemüsestreifen und einem Kartoffel-Schnittlauch-Püree. Klingt fantastisch. Schmeckt auch so …
Peter Hartkopf beginnt mit den Steaks. Diese brät er in einer Pfanne von beiden Seiten scharf an, sodass sie von innen aber noch roh sind. Denn nach dem Braten kommen sie für ungefähr eine Stunde zum Schmoren in einen großen Topf mit Rinderfond. Gleichzeitig braten in einer Pfanne rote Zwiebeln an. Um die Farbe zu verstärken gibt der Koch Tomatenmark hinzu und löscht sie mit Rotwein ab. Das Ganze kommt dann mit in den Schmortopf.
In einem anderen Topf köchelt die Portweinsoße vor sich hin. Sie besteht aus einer selbst gemachten Bratengrundsoße und – wie es der Name schon sagt – selbstverständlich aus Rot- und Portwein.
Für das Beilagengemüse wählt Peter Hartkopf Kohlrabi, Möhren, Zuckerschoten, Brokkoli und Keniabohnen. Sein Tipp für das Gemüse: „Immer ein gutes Stück Butter und eine Prise Zucker zum Glasieren hinzufügen. Schmeckt nicht nur lecker, sondern gibt dem Gemüse auch einen tollen Glanz.“
Als zweite Beilage fehlt jetzt nur noch das selbst gemachte Kartoffelpüree. Dieses wird ganz klassisch aus gestampften Kartoffeln, Butter und einem Schuss Sahne zubereitet. Das Fleisch ist nun auch fertig geschmort und zerfällt schon fast beim Zuschauen. Peter Hartkopf richtet alles geschmackvoll auf einem Teller an.
Den alten DDR-Gasherd, von dem wir beim letzten Besuch berichtet haben, gibt es übrigens seit Kurzem nicht mehr in der Küche – und der Koch-Meister trauert ihm noch ein wenig nach. Doch trotz der technischen Umstellung schafft es das Team vom Holländer immer wieder, seine Gäste glücklich zu machen. Und nach diesem super leckeren
Gericht ist es ENGELBERT auch!

Alles auf Rot

spielspaß

Das eigene Wohnzimmer oder die Firmenkantine in ein Casino
verwandeln? Der Wipperfürther Daniel Weiss macht es mit Weiss-Event möglich. Perfekt für Weihnachtsfeier oder Geburtstag.

Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Ich habe auf Rot gesetzt. Ich setze immer auf Rot. Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Ach, nein! Sie liegt in einem schwarzen Feld. Wo auch sonst? Nicht schlimm, auf ein Neues. Schließlich kommt es aufs Spielen an. Und aufs Gewinnen … na ja, nicht immer. Daniel Weiss aus Wipperfürth hat auch gerne mal Glück beim Pokern. Und weil er das mit Leidenschaft spielt, hat er sich 2007 damit selbstständig gemacht. Es begann damit, dass er als Croupier in der Poker-Bundesliga gearbeitet hat. Irgendwann hat er sein größtes Hobby zum Nebenberuf gemacht. Weiss-Event heißt heute sein Veranstaltungsservice aus Wipperfürth. Und der besitzt 20 Tische, auf denen man zehn verschiedene Spiele spielen kann. Sei es ganz klassisch Poker, Roulette oder Black Jack.

Fashionable young people having fun at the BlackJack table. This picture showing the (model released) dealer.
As far as I know off this is the first Casino shoot in Micro stock history. Finding a Casino that would let us take pictures of it’s interior was pretty hard.
Security was pretty tight and all trough the shoot we where watched by state officials from Denmark. We where granted a full property release by the CEO of the Casino but had to pay about $1000 for it.
Thanks to Anne Sofie Eike for Styling and make-up.
Thanks to Heidi Kristensen for assisting in all matters.
Thanks to Dhoxax for backup photography.

 

Auch in Wipperfürth. Wenn im Ströppchen abends die Rollos unten sind, dann ist nicht etwa Ruhetag. Nein. Dann ist es wieder soweit. Dann rauchen hinter den Mauern die Köpfe, welcher Zug jetzt wohl der sinnvollste wäre. Dann wird gezockt, gehofft, gezittert und geschwitzt. Dann sucht Daniel Weiss den besten Pokerspieler der Stadt. Gepokert wird die Variante „Texas Holdem“. Jeder ab 18 Jahren darf für 15 Euro Startgebühr um den Turniersieg mitspielen. Manche träumen dann vielleicht davon, mit 500 Euro abends nach Hause zu kommen. Aber nein, so ist das nicht. Nicht bei Weiss-Event. Da wird um gesponserte Sachpreise gespielt. Der Gewinner darf sich über eine Playstation, einen Fernseher oder über Handball- oder Fußballkarten freuen. 

Das ist immer unterschiedlich. Und es ist Ansporn genug. Solche Abende dauern dann auch mal vier, fünf Stunden, bis einer alle Chips erspielt hat. Klar muss man da auch mal bluffen. Und das nicht selten. Ob pfuschen eine Option ist? „Nein, der Wipperfürther ist ein ehrlicher Spieler“, findet Daniel Weiss.

Mit seinem mobilen Casino wird er nicht nur von Kunden in ganz Deutschland gebucht. Auch in Österreich, in den Niederlanden und in der Schweiz hat sich Weiss-Event einen Namen gemacht. Da Weiss von seinem Nebenjob nicht leben muss, kann er seinen Service verhältnismäßig günstig anbieten. Er macht es aus Leidenschaft. 

Egal, ob es sich um einen runden Geburtstag, eine Weihnachtsfeier oder einen Junggesellenabschied handelt.

Weiss baut mit seinem Team die Pokertische überall auf. Mal ist es eine gemütliche Runde aus fünf bis sechs Leuten im Wohnzimmer. Mal ist es ein großes Event mit fünfzig Spielern in einer Firmenhalle. Bei Bedarf kommt er auch schon einen Tag vorher und baut seine Tische auf, verwandelt die Räumlichkeiten in ein gemütliches Casino. Der Kunde braucht sich um nichts zu kümmern. Er darf spielen!

Am Anfang kriegt jeder Spieler ein Samtsäckchen mit Chips. Wer am Ende alle 

besitzt, hat gewonnen. Man kann dabei je nach Lust und Laune ganz frei von einem Tisch zum anderen wechseln. Seine Coupiers bildet Weiss übrigens persönlich aus. Meistens versucht er auch selber vor Ort zu sein. Sein Job? Die Gäste zu unterhalten, ist doch klar. Stilecht im schicken Anzug mit Fliege. Wenn schon, denn schon.

Daniel Weiss liebt es unterwegs zu sein, immer neue Leute kennenzulernen. Kein Abend ist so wie der vorherige. Ein abwechslungsreicher Job, denn er weiß nie, wer oder was ihn erwartet. Er ist auch schon mal auf einer „Der große-Gatsby“-
Party gewesen. Die Hälse der Frauen zierten Federboas. In den Mundwinkeln der Männer qualmten Zigarren. Auch die Gäste schlüpfen eben gerne mal für einen Abend in eine andere Rolle, tauchen in vergangene Zeitalter ein. Setzen sich mit bierernster Miene an den Pokertisch, als würden Sie um Haus und Hof spielen. Auch wenn es bei diesen Abenden nicht um Geld, sondern um kleine Sachpreise geht, sind die Spieler motiviert und ehrgeizig, um ihre Freunde, Kollegen auszutricksen. Denn vor allem geht es ja um den Spaß! Und wenn jemand noch nie gepokert hat? Kein Problem. Fast neun von zehn der Kunden von Daniel Weiss sind Anfänger. Zu Beginn wird ihnen deshalb einiges erklärt und es werden offene Beispielrunden gespielt. Danach geht es auch schon los. Und dann? „Dann wollen die meisten gar nicht mehr aufhören. Wer einmal gepokert hat, der weiß, wie viel Spaß, Nervenkitzel und Strategie hinter dem Spiel steckt“, erzählt Daniel Weiss.

Weiss-Event bietet seinen Kunden übrigens ebenfalls an, sich bei einer Feier um alles andere zu kümmern. Um das Catering, um den Getränkelieferanten, um Teller und Besteck oder um eine Kellnercrew. Daniel Weiss hat selber einige Jahre in der Gastronomie gearbeitet und kennt die richtigen Leute. Wenn er die Möglichkeit hätte, nur von seinem Veranstaltungsservice zu leben, würde er sie sofort ergreifen. Aber nur vom Pokern zu leben, ist schwierig. Da ist Daniel Weiss doch eher konservativ. Hat lieber alles in trockenen Tüchern. Beim Spielen ist es anders. Da riskiert er gerne mal was.
Mit Erfolg? „Meistens!“ 

Alles auf Anfang. Die Kugel rollt. Sie dreht ihre Runden im Roulettetisch. Wo bleibt sie wohl liegen? Die Kugel rollt und rollt und … sie wird langsamer. Bleibt endlich liegen. Im roten Feld. Und worauf hast du gesetzt? 

Alles Könner

Ein neues zweites Auto muss her. Das war uns Ende 2018 klar. Denn die ENGELBERT Echt Oberberg- Redaktion denkt und arbeitet gerne nachhaltig. Eigene Stromerzeugung dank Photovoltaik-Anlage auf dem Dach,
Ladesäule vor der Tür, bereits ein Elektroauto am Start. Also hatte der Verbrenner ausgedient. Nur: Wie sieht die Alternative aus? Ein E-Auto, das so groß ist, dass nicht nur viermal im Jahr viele tausend ENGELBERT-Ausgaben damit ausgeliefert, sondern mit dem privat auch mal die Hunde, das Hühnerfutter und alle Gepäckstücke für die kurze Urlaubsreise transportiert werden können? Und das bitte auch eine Reichweite hat, dank der man nicht alle halbe Stunde eine Ladestation aufsuchen muss … gibt es das?

 Ja, gibt es. Wir sind in Kierspe fündig geworden, beim Autohaus Bengelsträter. Und hatten etwas Glück. Denn eigentlich hätten wir auf unseren schneeweißen Nissan e-NV 200 Evalia gut sieben Monate warten müssen. Aber es war gerade ein neues Exemplar unterwegs, und so durften wir vollelektrisch ins Jahr 2019 durchstarten. Inzwischen hat unser Evalia schon über 10.000 Kilometer auf dem Buckel, diverse ENGELBERT-Auslieferungen und auch schon eine Urlaubsreise hinter sich. Und wir lieben dieses nach wie vor fast konkurrenzlose Auto, weil es praktischer kaum geht.

Denn … der Evalia hat, da er ja auf einem Lieferwagen basiert, über 600 Kilogramm Zuladung, ist zugleich außen kompakt und innen riesig. Auch, weil die Batterie, die 40 Kilowattstunden Strom speichern kann, komplett unter den Sitzen verbaut ist. Heißt: Viel Platz im Innenraum, sowie eine große und vor allem hohe Ladefläche. Zugleich ist der Evalia sehr schmal, und dank Schiebetüren auf beiden Seiten kommt man nicht nur in die schmalsten Parklücken, sondern dort auch elegant aus dem Auto. Apropos einparken: Mit Rückfahrkamera und hervorragender Übersicht ein Kinderspiel.

Denn … die „Evalia“-Ausstattung kostet zwar im Vergleich zum klassischen Lieferwagen einiges an Aufpreis, dafür wird der Nissan e-NV 200 aber nicht nur kräftig auf Familientauglichkeit getrimmt, er verfügt auch über allen technischen Komfort, den man braucht. Ja, er könnte mit etwas weniger Kunststoff an Türverkleidung und Armaturenbrett auskommen, aber die Technik macht das mehr als wett: Tempomat, Sitzheizung, Klimaautomatik, Navi, Handy-Konnektivität, besagte Rückfahrkamera und noch einiges mehr. Reicht völlig aus.

Denn … der Evalia ist dank seines neuen, größeren Akkus im Sommer wie im Winter absolut alltagstauglich. An kalten Tagen braucht er zwar deutlich mehr Strom als an warmen, da er nicht über eine Wärmepumpe verfügt. Sprich: Heizen bei minus acht Grad verringert die Reichweite um ein Drittel. Aber mal ehrlich: An wie vielen Tagen im Jahr ist es so kalt? Eben. Seit im März die Temperaturen nach oben gingen, sank der Verbrauch stetig. Der wird ja bei einem E-Auto in Kilowattstunden angegeben, daher hier eine kleine Rechnung aus unserem Alltag: Von April bis September hat unser Evalia, der meist im Stadtverkehr und auf der Landstraße und wenig auf Autobahnen im Einsatz ist, zwischen 14 und 16 Kilowattstunden Strom pro 100 Kilometer Strecke verbraucht. Für ein Auto dieser Größe ein Witz. Das ergibt bei 40 Kilowattstunden Kapazität des Akkus eine Reichweite von 250 bis 280 Kilometern. Im Winter und auf der Autobahn geht der Verbrauch hoch, liegt dann zwischen 20 und 24 Kilowattstunden. Macht immer noch 170 bis 200 Kilometer. Klar: Wer beruflich jeden Tag nach Frankfurt muss, nimmt eher den Zug oder kauft sich einen Hybrid. Für uns sind diese Reichweiten vollkommen ausreichend. Ich hätte gerade mit dem extrem niedrigen Verbrauch im Sommer nicht gerechnet.

Denn … wir legen auch keinen großen Wert auf Raserei. Auch nicht mit unserem zweiten E-Auto übrigens. Elektrisch fahren entschleunigt. Mit seinen 109 PS ist der Evalia dank des hohen Drehmoments vollkommen ausreichend motorisiert. Er beschleunigt spritzig, liegt dank des tief eingebauten Akkus gut auf der Straße. Auf der Autobahn ist bei 120 km/h Schluss, wir fahren dort meist um die 100. Ja, die Fahrt ans Meer dauert dann mit einmal Zwischenladen knapp fünf statt gute drei Stunden. Aber da fährt man ja auch nicht jeden Tag hin. Meistens sind wir mit dem Evalia in der Region unterwegs. Leise, entspannt, emissionsfrei. Und mit einem Lächeln. Denn … nicht nur in Wipperfürth, sondern im gesamten Oberbergischen und Bergischen Land kann man an immer mehr Stellen laden – auch dank der Infrastruktur, die die Energieversorger BEW und Agger Energie geschaffen haben.
Das Laden geht beim Evalia am BEW-Schnelllader in Wipperfürth mit 50 Kilowatt pro Stunde, sodass das Auto in einer guten Dreiviertelstunde aufgeladen ist. Oder mit dem Typ2-Stecker sowie dem klassischen Haushaltsstecker. Klar, das dauert dann einige Stunden. Aber während diese Zeilen hier entstehen, tja, was macht mein Evalia da wohl gerade? Genau. Er steht. Und lädt. Den Solarstrom, den wir selber produzieren. Ein echt gutes Gefühl.