Spaß!

schwimmen

Bahnen ziehen. Durch einen Lichttunnel rutschen. Auch im
Winter draußen schwimmen. Im Whirlpool entspannen.
Und noch vieles mehr. Willkommen in der Wiehler Wasser Welt.

Okay, es ist ja jetzt nicht so, als hätte ich nicht schon die eine oder andere Wasserrutsche getestet. Aber eine mit Tunnel und Stroboskop-Leuchten? Im Oberbergischen? Das ist ja mal echt was anderes. Die Wiehler Wasser Welt hat sie, diese coole Speed-
rutsche, und als ich in die erste Kurve gehe, verstehe ich auch, warum die so heißt: Das geht ganz schön ab. Und diese coolen Lichteffekte, gleich drei verschiedene. Alles klar, einmal ist hier natürlich kein Mal. Noch schneller, noch rasanter, lautet das Motto. Und … Action! 

Klingt jetzt vielleicht blöd, aber: Ich bin zwar erst zwölf, aber manchmal denke ich – och, so noch mal drei oder vier sein, wäre doch auch schön. Ein bisschen neidisch schaue ich nach meiner Rutschpartie zwei Kids im Kinderbecken beim Spielen zu, wie sie um die Wasserschlange und die beiden Tiger herumturnen, zwischen Felsen und Höhlen toben und am Ende die kleine Rutsche nehmen. Okay, ich nehm dann nochmal die große … und dann ist auch gut, schließlich gibt es noch einiges zu entdecken in der Wiehler Wasser Welt. Zum Beispiel draußen. Wie jetzt, im Winter? Klar! Das Solebecken hat, wie ich später erfahre, warme 34 Grad Celsius, deshalb dampft es auch so, als ich an einem kalten Novembertag draußen schwimme. Wow, riesig ist das hier. Und da hinten blubbert es auch schon, super, schnell zur gemütlichen Whirlpool-Liege rüberlaufen. Ja, richtig gelesen, das Soleaußenbecken ist nur 1,20 Meter tief, da spare ich mir jetzt mal das Schwimmen und schlendere ganz gemütlich. 

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Sommer, dann sieht es hier bestimmt aus wie in der Karibik. Da hinten die Beachbar, dort die große Sandfläche mit Beachliegen und Strandkörben. Saucool. Genauso wie der Sprungturm. Fünf Meter hoch … das hab ich noch nie ausprobiert, aber kann ja noch kommen. Doch so langsam wird es ein bisschen kalt auf dem Kopf, also schnell wieder rein. Auf die Rutsche? Später. Erst mal auf den Startblock. Denn richtig schwimmen kann man hier natürlich auch. Eines der fünf Becken ist das Sportbecken,
25 Meter lang, da ziehe ich mal ein paar Bahnen.
So … und jetzt muss ich doch wieder auf die Lichtrutsche. Und: ganz bald wiederkommen.

Montag macht fit fürs Leben

fitness

ENGELBERT-Reporterin Elena Broch besucht Timo Montag
in seinem Fitnessstudio Aktivraum in Marienheide und trainiert auf eine ganz andere Art und Weise, als sie das bisher kannte.  

Ach, das schaffe ich doch locker, denke ich mir, als ich auf die Geräte in Timo Montags Fitnessstudio in Marienheide schaue. Sieht doch alles ganz entspannt aus. Der Gedanke geht schnell fliegen, als Timo Montag, Inhaber des Aktivraums, mir erst mal alles genau erklärt. Der gebürtige Marienheider ist seit mehreren Jahren mit seinem Fitnessstudio und Physiotherapie in Oberberg erfolgreich. In familiärer Atmosphäre betreut er seine Kunden. Und er weiß: Gutes Training ist anstrengend. 

Montag liegt die Fitness und Gesundheit seiner Kunden am Herzen. „Hierbei geht es mir keinesfalls um den reinen Profit. Ich möchte, dass meine Sportler hier mit einem Lächeln und einem guten Gefühl raus gehen“, erzählt er. Viele seiner Kunden stammen aus der älteren Generation. Ihnen kann er wieder Beweglichkeit schenken und ein besseres Lebensgefühl. Für ihn eine der größten Motivationen für seine tägliche Arbeit. 

Aber jetzt zurück zu meinem Training mit ihm. Währenddessen durchlaufe ich sechs unterschiedliche Geräte. Sie sehen aus, als dienten sie der Dehnung … falsch gedacht. Sie werden für den Kraftaufbau genutzt. Spezielle Muskeln werden bei den Übungen gezielt beansprucht. Und ich merke, wie schnell ich an meine persönlichen Grenzen gerate. Bei meiner ersten Übung spanne ich Bauch und Po gleichzeitig an und lehne mich nach hinten. Timo Montag erklärt mir, dass ich irgendwann anfangen werde zu zittern, da mein Gehirn es nicht gewöhnt ist, so viele Muskeln gleichzeitig so gezielt zu steuern. Und siehe da … ein paar Sekunden später zittere ich bereits wie verrückt.

Bei den ganzen Übungen kommt es vor allem auch auf die richtige Atmung an. Bei jedem Ausatmen verstärke ich meine jeweilige Trainingsposition noch ein
wenig mehr. Zehn Wiederholungen
pro Übung – mehr ist für den Anfang
erst einmal nicht vorgesehen. Also ab zur nächsten Station. Dort mache ich eine Art Spagat (natürlich nicht ganz …) und gehe auch bei jedem Ausatmen ein wenig tiefer. Ich stelle Interessantes fest: Meine beiden Beine sind sehr unterschiedlich und so komme ich mit dem rechten Bein vorne viel tiefer als links. 

Weiter geht es zum Brust-, Bein- und Po-Training. Immer begleitet von Timo Montag, der genau auf die richtige Haltung und Ausübung achtet. Der Vorteil eines vergleichsweise kleinen Studios:
Er kann all seine Kunden optimal unterstützen. So wie auch bei meiner letzten Übung, an der ich meine Füße trainiere. „Wir Menschen sind eigentlich nicht für Schuhe gemacht. Deshalb stärken wir die Füße hier gezielt“, erklärt mir Timo Montag. Zeitgleich strecke ich meine Beine durch, dehne so die Waden und halte mich an einem Gerüst fest, um meinen Rücken durchzustrecken. In den Füßen zieht es, für den Rücken ist es sehr angenehm. Das Schöne bei der Einheit ist, dass jeder nur so weit gehen muss, wie er kann. Der Trainingsparcours dient eigentlich zur Aufwärmung oder unterstützt das normale Krafttraining. 

Für mich war es total spannend zu sehen, wie viele Muskeln ich im Alltag nicht anspreche und hier trainieren und unterstützen kann. Für eine bessere Haltung, einen besseren Stand und ein besseres Körpergefühl.