Vorbild sein

gesundheit

In ihrem Haarkompetenz-Zentrum in Gummersbach haben Petra Dehler und ihr Team die Menschen in den letzten Monaten mit Zweithaar versorgt, darunter viele Chemopatientinnen. Mit Geduld, Zeit und viel Empathie.

Verzweifelt? Nein. Ich suche in der Krise immer die Chance, um sie so gut wie möglich bewältigen zu können. Ich möchte ein Vorbild sein und zeigen, dass es weitergeht. Und dass du dich als Unternehmerin zuerst einmal selber führen musst!“ Petra Dehler nimmt sich Zeit für diesen Satz, Zeit für ein kurzes Interview, Zeit, die sie eigentlich gar nicht hat. Denn die Zweithaar-Spezialistin und Heilpraktikerin aus Gummersbach arbeitet seit Wochen um die 13 Stunden pro Tag. Sie hatte auch zu Lockdown-Zeiten den Zweithaar-Bereich geöffnet, weil sie für die medizinische Grundversorgung von Menschen zuständig ist – jedoch mussten die Patienten ein ärztliches Attest mitbringen. Wer wegen einer Chemotherapie Haare verliert und binnen weniger Tage eine Perücke benötigt, kann nicht lange warten. Und eben darauf hat sich Petra Dehler spezialisiert. Sie versorgt Kunden aus dem gesamten Bergischen Land mit Zweithaar, zuletzt kamen welche aus Remscheid. Sie ist gefragter denn je. Auch, weil sie mit ihrem Team sehr schnell sehr konsequent gehandelt hat. 

„Ich hatte vorher schon drei in sich abgeschlossene Bedienboxen für den Zweithaarbereich, das kam mir zu Gute. Wir arbeiten mit dem Team in Schichten, haben den Friseurbereich von dem der Zweithaarversorgung getrennt, lassen nur eine begrenzte Anzahl Kunden herein“, erzählt die Unternehmerin. Den Kunden erklären sie und ihr Team mit Geduld und zur Not auch immer wieder, wie das mit dem Mundschutz läuft, mit der Desinfektion, mit dem Abstandhalten und warum die Vorgaben eingehalten werden müssen. Sie betreibt einen immensen Aufwand, allein für das x-fache Desinfizieren der Arbeitsbereiche, Scheren, Bürsten, Waschzone und so weiter: „Pro Kunde brauchen wir im Schnitt 15 Minuten länger. Aber das ist es uns wert.“ Und wie klappt das mit dem Mundschutz? „Wir tragen hier alle die FFP2-Masken, da müssen wir jede Stunde die Filter wechseln. Ich hab mich dran gewöhnt, alles machbar.“

Petra Dehler erzählt das mit einer beinahe stoischen Ruhe und Souveränität. Kein bisschen gestresst nach Wochen im Ausnahmezustand? Nein. Zumal ihr auch die Digitalisierung zugute kommt: „Ich habe auch schon Perücken per Kurier verschickt und die Kunden dann über Facetime oder Skype beraten und ihnen gezeigt, wie sie sie aufsetzen und pflegen.“ Besondere Zeiten brauchen besondere Menschen. So wie Petra Dehler und ihr Team.

Immer ein Auge und Ohr für die Kunden

optik und akustik

Schnapszahl! Optiker und Akustiker Köhler in Gummersbach feiert sein 55-jähriges Bestehen. Und beweist: Wer sich
viel Zeit für seine Kunden nimmt, dem halten diese
Kunden über lange Zeit die Treue. 

Was Optik und Akustik mit Zeit
zu tun hat? Eine Menge.

Wenn sich echte Experten jeden Tag genau so viel Zeit nehmen, wie nötig ist, um für einen Kunden die perfekte Brille zu finden. Oder die passende Hörhilfe. Wenn, vor allem in der Akustik, über viele Monate gemeinsam mit dem Kunden feinjustiert wird, bis das Hörgerät perfekt eingestellt ist. Wenn ein Expertenteam viel Zeit und Energie investiert, um Produkte anzubieten, die qualitativ über jeden Zweifel erhaben sind.

Und wenn ein Fachgeschäft im Herzen von Gummersbach gerade wegen all dieser Eigenschaften über eine lange Zeit seine Kunden immer wieder begeistert. 

So wie Optiker und Akustiker Köhler. Bereits 1965 wurde das Familienunternehmen gegründet und zog zehn Jahre später ins EKZ Bergischer Hof, wo es auch heute noch zu finden ist – und dieser Tage mit einer Gutscheinaktion sowie der Verlosung eines E-Scooters sein 55-jähriges Bestehen feiert.

Die Seh- und Hörtechnik hat sich in den Jahren immer weiterentwickelt, und mit ihm das Know-how des Geschäftsführerpaares Justus und Kerstin Köhler und seiner Mitarbeiter, von denen viele seit mehr als 30 Jahren an Bord sind. 

Geblieben sind über all die Jahre die Leidenschaft und der hohe Anspruch der Optiker und Akustiker, jedem Kunden zu mehr Lebensqualität zu verhelfen.
Wer das einmal selbst erlebt hat, gerade auch in besonderen Zeiten, der geht mit dem beruhigenden Wissen nach Hause: Ja, hier bin ich richtig. 

Passt einfach

einkaufen

Klasse Beratung. Top-Qualität. Und sogar ein Bringservice. Michael Flossbach vom gleichnamigen Schuhhaus weiß, was seine Kunden brauchen.

Super-Nummer. Wir sind nach 24 Kilometern in unserem Outdoorcamp im Hunsrück angekommen, nachdem wir in den Wochen zuvor schon das halbe Bergische Land durchwandert haben – und Sohnemann hat den Zeh blutig. Ich drücke vorne auf den Trekkingschuh und bin entsetzt: Da beginnt schon der Fuß? Klarer Fall, das Ding ist zu klein. Okay, wir kriegen die beiden folgenden Tage irgendwie hin, und dann heißt es: Guten Tag, Herr Flossbach, mein Sohn braucht von Ihnen vernünftige neue Wanderschuhe. Das kann ich deswegen bestens Gewissens sagen, weil ich in seinem Wipperführter Schuh-Fachgeschäft Anfang des Jahres gleich zwei Paar gekauft habe und ziemlich begeistert war von der Beratung. Für die nimmt sich Michael Flossbach auch diesmal viel Zeit. Die Juniorenserie in Größe 42? Ja, passt so gerade. Aber fürs Wandern lieber eine Nummer größer. Sohnemann hat Glück, das passende Erwachenenmodell in halbhoch ist da, also direkt mitnehmen. Meines hat Michael Flossbach mir seinerzeit bestellt. Aus gutem Grund: „Sie haben sehr breite Füße. Es gibt von Meindl hierfür eine spezielle Serie. Ich besorg Ihnen da mal ein Modell und dann schauen wir.“ Besorgt, probiert, begeistert: Dieser Schuh, wie alle von Meindl übrigens in Deutschland gefertigt, trägt mich seitdem bei jeder Wanderung. Und das Beste ist: Wenn die Sohle mal abgelaufen ist, kann Michael Flossbach sie reparieren. Das ist nachhaltiger und günstiger als einen neuen Wanderschuh zu kaufen. 

Wer nicht wie mein Sohn und ich in den Laden kommen kann, den beliefert der Fachhändler auch.  Das hat er Ende März eingeführt, er nimmt dann nach einer kurzen telefonischen Vorab-Beratung mehrere Markenmodelle zu den Kunden mit, wartet, während diese sie anprobieren und verkauft sie dann. Eine Flexibilität, die funktioniert und bei den Kunden bestens ankommt. Zum Beispiel auch, was das Einpassen von Einlagesohlen angeht (für die er übrigens auch Abdrücke macht): Schuhe und Einlagen bringen, an- und einpassen lassen. Von einem Fachhändler, der Qualität führt und die Beratung lebt.

Endlich wieder Schwimmen

gesundheit

Das Walter-Leo-Schmitz-Hallenbad in Wipperfürth hat wieder geöffnet. Und wer sich an die Spielregeln hält, kann dort in Ruhe seine Bahnen ziehen

 

Schwimmen ist gesund, keine Frage. Und damit beim Bahnenziehen jeder Gast auch gut geschützt ist und seinerseits die anderen Badegäste vor
sich schützt, hat das Team des Walter-Leo-Schmitz-Bades in Wipperfürth neue Standards festgelegt – und es ist deshalb auch wieder für Sportler, Kursteilnehmer und Freizeitschwimmer geöffnet.

Sauna und Außenanlage sind noch zu, Sport- und Spielgeräte dürfen noch nicht ausgegeben werden, vom Block oder Sprungbrett springen ist aktuell nicht möglich – das reine Schwimmen aber geht. Und das im großen Becken nach dem Autobahnprinzip, sprich nicht kreuz und quer, sondern in eine Richtung. Wichtigste Info für die Gäste: Unter der eigens eingerichteten Telefonnummer 0 22 67/64 55 5 müssen sie ihre Schwimmzeit vorab reservieren. Denn ins große Becken dürfen maximal
30 Gäste gleichzeitig, ins kleine acht und ins Kinderplanschbecken bis zu zwei Familien. Für jeden Gast gibt es Zeitblöcke von 90 Minuten, abzüglich umziehen und duschen bleiben rund 60 Minuten im Becken.

Ab und bis zur Umkleide besteht Maskenpflicht. Und, ähnlich wie beim Friseur oder Restaurant, die persönlichen Daten werden erhoben. Das WLS-Bad-Team betreibt in Sachen Hygiene einen großen Aufwand, denn nach jedem Schwimmblock wird erst einmal eine Viertelstunde alles gereinigt und desinfiziert. Und weil es erstmals eine zeitliche Begrenzung fürs Schwimmen gibt, sparen die Gäste bis auf Weiteres 50 Cent beim Eintritt. 

Wird Zeit!

weiterbildung

Erste Hilfe … da war doch was? Genau. Und Markus Prinz sorgt mit seinem Unternehmen Prinomed dafür, dass da auch wieder was ist. Frisches Wissen zur Lebensrettung – frisch vermittelt!

 

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Ein Team eine Leidenschaft

radsport

Radfahren boomt zur Zeit. Und das Team von RR Bikes hat sich auf die hohe Kundennachfrage optimal eingestellt. Mit Beratungsterminen, großer Auswahl und Top-Werkstattservice.

Foto: RR-Bike

Wer kann am besten ein Produkt empfehlen? Wer weiß genau, wie es funktioniert? Wer ist der Richtige, wenn es gewartet werden muss? Genau: Der, der es selbst nutzt. Der es liebt. So wie das Team von RR Bikes in Wipperfürth. „Wir alle sind Fahradfreaks. Wir fahren selber, gerne auch sportlich. Und wir suchen uns die Marken, die wir verkaufen, inzwischen genau aus. Und testen sie“, erklärt Werner Röttel-Vollmerhausen. Er blickt wie auch sein Bruder und RR Bikes-Geschäftsführer Ralf Röttel auf viele intensive Arbeitstage in den letzten Monaten zurück, denn: In Zeiten, da Reisen kaum möglich waren, boomte das Fahrradfahren wie selten. 

Und das RR Bikes-Team stellte sich optimal auf den Ansturm der Kunden ein: „Wir haben erstmals Beratungstermine vergeben. Bis zu eine Stunde haben wir uns dann zum Beispiel für ein junges Paar Zeit nehmen können, sodass es in Ruhe die Räder testen konnte.“ Das hat so gut geklappt, dass die Beratungstermine dauerhaft beibehalten werden sollen. 

Ob die Kunden nun ein Rad von Riese & Müller nehmen, eines von Lapierre oder von der Marke Scott, die es seit Anfang des Jahres in dem Wipperfürther Fachgeschäft gibt, und ob es ein E-Bike wird oder ein Rennrad – die Qualität spricht für sich. Und die Fachkenntnis des Teams. „Als wir die Räder von Scott neu hatten, sind alle im Team sie erst einmal selbst gefahren. So wissen wir genau, was wir da verkaufen“, erklärt Röttel-Vollmerhausen. Wobei die Einkaufsplanung zuletzt die größte Herausforderung war, denn mancher Hersteller kommt mit der Produktion kaum nach, so groß ist die Nachfrage der Kunden. Nicht nur bei E-Bikes, sondern auch bei den sportiven Rädern, die künftig wieder einen Schwerpunkt bei RR Bikes bilden sollen. Da heißt es also flexibel sein und bleiben. 

Zumal das inzwischen achtköpfige RR Bikes-Team nicht nur in der Wartung und Reparatur bestens aufgestellt sein muss. Weil das Fahrradleasing immer mehr im Kommen ist, wickeln die Wipperfürther für ihre Kunden, ganz gleich ob Unternehmer oder Arbeitnehmer, dieses inzwischen komplett ab. Vom Antrag über die Finanzierungsinformationen bis zur Bike-Bestellung. Die Kunden müssen also nur noch – losfahren!

Alle weg! Schock!

im notfall: prinz

Der Wipperfürther Experte für Notfalltraining und Erste Hilfe gibt Tipps und Hilfestellungen. Diesmal zum Thema Defibrillator.

In vielen öffentlichen Gebäuden und in einigen Firmen sind so genannte AEDs (Automatisierte Externe Defibrillatoren) verfügbar. Aber was ist Defibrillation? Und was Kammerflimmern? 

Ich beschreibe es in meinen Kursen gern so: Stellen Sie sich vor, Sie sind Lehrer in einer siebten Klasse. Sie stellen eine Frage und bekommen prompt eine Antwort. Ähnlich funktioniert das Herz (einfach gesagt) auch. Es ist selbsterregend. Ein Taktgeber (der Sinusknoten) sendet einen „elektrischen“ Impuls an die umgebenden Zellen. Der wird von Zelle zu Zelle geordnet weitergeleitet, bis sich das Herz zusammenzieht und „schlägt“. 

In vielen Klassen gibt es einen Klassenclown – nennen wir ihn Herzinfarkt –,
der mit Störungen ein Lachen auslöst. 

Der Lehrer kann nun fragen, wie er möchte, er bekommt von der lachenden Klasse keine Antwort mehr. Aufs Herz übertragen heißt das: Jede Zelle macht, was sie möchte, das Herz schlägt nicht mehr. Das EKG zeigt wilde Zacken. 

Nun kann der Lehrer das Klassenbuch aufs Pult schlagen und „RUHHEE!“ brüllen. Und folgende Ergebnisse erzielen:

1. Die Klasse erschrickt und macht gar nichts mehr. Das ist ein Anfang. Denn eine Klasse, die nicht lacht, wird nicht müde (ein Herz, das nicht flimmert, verbraucht keinen Sauerstoff) und durch gezieltes Fragen (Herz-Lungen-Wiederbelebung) kann ich die Klasse wieder zum Mitmachen animieren.

2. Die Klasse erschrickt kurz, merkt, dass der Unterricht weitergeht und macht wieder mit. Das ist natürlich der beste Fall! 

3. Die Klasse interessiert sich nicht dafür, was der Lehrer da vorne macht. Sie ermüdet, das Lachen wird leiser (das Kammerflimmern wird feiner), bis sie eingeschlafen ist (Nulllinie). 

Der Einsatz des AED lässt sich mit dem Schlagen des Klassenbuchs vergleichen. Je eher die Defibrillation durchgeführt wird, desto erfolgversprechender. Mit dem AED können Sie nichts falsch machen, das Gerät erklärt dem Laien, was er tun muss. Und gibt einen Schock nur frei, wenn es sicher ist, dass es sich um ein Kammerflimmern handelt. Während des Schocks sollte niemand den Patienten berühren. Und keine Angst, er fliegt nicht wie im Fernsehen in die Höhe. Wichtig: Die Defibrillation ersetzt NICHT die Herzdruckmassage. Die ist wichtiger! Lassen Sie bestenfalls von jemand anderem das Gerät holen und beginnen mit der Herz-Lungen-Wiederbelebung. 

http://www.prinomed.de

Spaß!

schwimmen

Bahnen ziehen. Durch einen Lichttunnel rutschen. Auch im
Winter draußen schwimmen. Im Whirlpool entspannen.
Und noch vieles mehr. Willkommen in der Wiehler Wasser Welt.

Okay, es ist ja jetzt nicht so, als hätte ich nicht schon die eine oder andere Wasserrutsche getestet. Aber eine mit Tunnel und Stroboskop-Leuchten? Im Oberbergischen? Das ist ja mal echt was anderes. Die Wiehler Wasser Welt hat sie, diese coole Speed-
rutsche, und als ich in die erste Kurve gehe, verstehe ich auch, warum die so heißt: Das geht ganz schön ab. Und diese coolen Lichteffekte, gleich drei verschiedene. Alles klar, einmal ist hier natürlich kein Mal. Noch schneller, noch rasanter, lautet das Motto. Und … Action! 

Klingt jetzt vielleicht blöd, aber: Ich bin zwar erst zwölf, aber manchmal denke ich – och, so noch mal drei oder vier sein, wäre doch auch schön. Ein bisschen neidisch schaue ich nach meiner Rutschpartie zwei Kids im Kinderbecken beim Spielen zu, wie sie um die Wasserschlange und die beiden Tiger herumturnen, zwischen Felsen und Höhlen toben und am Ende die kleine Rutsche nehmen. Okay, ich nehm dann nochmal die große … und dann ist auch gut, schließlich gibt es noch einiges zu entdecken in der Wiehler Wasser Welt. Zum Beispiel draußen. Wie jetzt, im Winter? Klar! Das Solebecken hat, wie ich später erfahre, warme 34 Grad Celsius, deshalb dampft es auch so, als ich an einem kalten Novembertag draußen schwimme. Wow, riesig ist das hier. Und da hinten blubbert es auch schon, super, schnell zur gemütlichen Whirlpool-Liege rüberlaufen. Ja, richtig gelesen, das Soleaußenbecken ist nur 1,20 Meter tief, da spare ich mir jetzt mal das Schwimmen und schlendere ganz gemütlich. 

Ich freue mich jetzt schon auf den nächsten Sommer, dann sieht es hier bestimmt aus wie in der Karibik. Da hinten die Beachbar, dort die große Sandfläche mit Beachliegen und Strandkörben. Saucool. Genauso wie der Sprungturm. Fünf Meter hoch … das hab ich noch nie ausprobiert, aber kann ja noch kommen. Doch so langsam wird es ein bisschen kalt auf dem Kopf, also schnell wieder rein. Auf die Rutsche? Später. Erst mal auf den Startblock. Denn richtig schwimmen kann man hier natürlich auch. Eines der fünf Becken ist das Sportbecken,
25 Meter lang, da ziehe ich mal ein paar Bahnen.
So … und jetzt muss ich doch wieder auf die Lichtrutsche. Und: ganz bald wiederkommen.

Endlich Durchblick

Optik

Bei ENGELBERT-Textchef Daniel Juhr trifft
Kurzsichtigkeit auf Hornhautverkrümmung.
Zum Glück gibt es Experten wie Optiker Köhler.

Gefühlt habe ich sie alle durch. Die Filialisten großer Ketten. Die niedergelassenen Optiker vor Ort. Ergebnis bislang: Na ja. Denn mit Hornhautverkrümmung UND Kurzsichtigkeit ist das ja so eine Sache. Soll beides korrigiert werden, sieht man am Ende zwar scharf, aber das räumliche Sehen wird doch deutlich verändert. Und jeder Monitor, ja überhaupt jeder querformatige Gegenstand mutiert visuell zu einem Trapez. Gruselig. Dazu kommt, dass in einem Haushalt mit Kind und zwei Hunden eine Brille so einiges mitmachen muss.

Was ich da meinen Augen über Monate mit dem alten Modell zugemutet habe … egal. Ich bin also kein ganz einfacher Kunde, als ich bei Optiker und Akustiker Köhler in Gummersbach hereinspaziere. „Guten Tag, ich habe keine Lust mehr, jedes Rechteck als Trapez zu sehen und meine Brille muss robust sein ohne Ende. Schick wäre auch schön.“ So in etwa beginne ich. Und dann stellt mir Inhaberin Kerstin Köhler ihren Optikermeister Burkhard Cronenberg vor. Und ich darf auf wunderbare Weise erleben, warum es sich im Oberbergischen einfach immer wieder lohnt ein echtes Fachgeschäft aufzusuchen. In dem Menschen arbeiten, die absolute Experten auf ihrem Gebiet sind. Und die ihren Job mit Leidenschaft, Akribie und Spaß machen.

So wie Burkhard Cronenberg. Ich weiß heute, da ich meine neue Brille schon einige Wochen trage, nicht mehr, wie viele Augenmessungen und Sehtests er mit mir gemacht hat. Und wie er mit modernster Computertechnik exakt errechnet hat, wo mein Blickpunkt durch das Glas ist und wie es warum geschliffen werden muss. Augenoptik ist eine Wissenschaft für sich. Ein Präzisionshandwerk. Für das man vor allem eines braucht, neben all der Fachkenntnis: Zeit. Burkhard Cronenberg nimmt sie sich. Natürlich für den Sehtest. Und was macht er als bisher erster Optiker, der mich berät? Er ermuntert mich zu blinzeln! „Ist doch klar, durch das Zwinkern animieren Sie den Tränenfilm des Auges. Der schont das Auge und verhindert ein Brennen.“ Verstanden. Ich dachte nur immer, man müsste jetzt möglichst starr durch diesen Apparat gucken, um auch ganz viel zu erkennen. Blödsinn! 

Ich lerne auch, dass sich bei einer Hornhautverkrümmung die Achslage der Hornhaut verschiebt. Dadurch entsteht eine Asymmetrie, die das Gehirn natürlich korrigiert – zu Lasten der Schärfe. Burkhard Cronenberg nimmt sich daher besonders viel Zeit, um die perfekte Balance zu finden, damit die neuen Brillengläser die Kurzsichtigkeit und die Hornhautverkrümmung korrigieren – ohne die räumliche Wahrnehmung groß zu verzerren. Was ich ebenfalls nicht wusste: „Es gibt ein Führungsauge. Ganz gleich, von welcher Seite Sie einen Reiz wahrnehmen, es wird immer von einem Auge zuerst aufgenommen. Dann vom zweiten.“ Und: Obwohl beide Augen ja scheinbar parallel schauen, fixieren sie doch immer ein und denselben Punkt. All das steuert die Muskulatur im Auge. 

Ich könnte dem Experten noch eine Ewigkeit zuhören. Spannend auch, dass sich im Alter von 25 bis 40 Jahren wenig im Auge tut, ehe die Altersfehlsichtigkeit eintritt. Die Vierzig habe ich, aber eine Lesebrille brauche ich noch nicht. 

Bei den Gläsern mache ich keine Kompromisse. High-End bitte, schließlich trage ich das Ding jeden Tag, beim Autofahren, vor dem Bildschirm. Also sind die Gläser für beides optimiert. Sie werden bei Köhler im Haus geschliffen und eingepasst. Nur … in welches Gestell? Oh je, da eins zu finden, das dauert doch sicher … überhaupt nicht lange! Kerstin Köhler hat schnell raus, was mir gefallen könnte, und schon das dritte oder vierte Modell wird zum Favoriten. Ich hatte das vielleicht beim vierzigsten erwartet. Was beim ersten Aufsetzen zwangsläufig nicht direkt passen kann, macht Burkhard Cronenberg passend. Mit einem speziellen Aufsatz justiert er das Gestell so, dass ich später genau an der richtigen Stelle durch die Gläser schaue. Denn nur wenige Millimeter zu tief würden die Sehleistung schon wieder beeinträchtigen. Passiert nicht. Weil die Optiker bei Köhler in Gummersbach ganz genau hinschauen. 

Nach zehn Tagen hole ich die fertige Brille ab.
Betrachte ein Rechteck. Kein Trapez, schon mal gut. Ich schaue in den Spiegel. Und muss sagen: Gut sehen kann echt gut aussehen!

    

Stayin‘ Alive!

im notfall: prinz

Der Wipperfürther Experte für Notfalltraining und Erste
Hilfe gibt in ENGELBERT echt gesund! Tipps und
Hilfestellungen. Diesmal zum Thema Reanimation.

Die Monate September und Oktober waren in der Notfallmedizin geprägt von Aktionstagen rund um die Wiederbelebung. Im September gab es die so genannte „Woche der Wiederbelebung“, im Oktober den „World Restart a Heart Day“. Beide Veranstaltungen wurden mit unterschiedlichen Aktionen rund um das Thema Wiederbelebung begleitet. 

Warum diese Aktionen so wichtig sind, habe ich in meinem letzten Beitrag schon angesprochen. Aber: Wie ist das denn überhaupt noch mal mit der Wiederbelebung? Fühlen Sie sich noch sicher darin? 

In unseren Kursen werden wir oft mit Aussagen wie „Das ändert sich ja jedes Jahr“ oder ähnlichem konfrontiert. Fakt ist indes: Die Grundsätze haben sich seit 2005 nicht mehr geändert. Laien, die einen Erste-Hilfe-Kurs besucht haben und sich zur Beatmung in der Lage sehen, sollen im Wechsel 30 Brustkompressionen und zwei Beatmungen durchführen.

Zu mancher Verwirrung führte die Aussage der Kampagne „Ein Leben retten“, in der dazu angeleitet wird, ausschließlich Brustkompressionen durchzuführen. Dies gilt aber „nur“ für alle, die keine Erste-Hilfe-Ausbildung haben ODER sich nicht zur Beatmung in der Lage fühlen. 

Die Initiative empfiehlt das Vorgehen „Prüfen!-Rufen!-Drücken!“:

Prüfen: Keine normale (etwa zwei Atemzüge in zehn Sekunden) oder gar keine Atmung wird festgestellt? Dann: Rufen: Rufen Sie den Rettungsdienst über die 112! Drücken: Führen Sie die Brustkompression durch! In diesem Fall soll die Brustkompression bis zum Eintreffen des Rettungsdienstes ohne Unterbrechung durchgeführt werden. Der Druckpunkt ist in der Mitte des unteren Brustbeindrittels, etwa in Höhe der „Brustwarzenlinie“. Die Brust soll dabei mit einer Frequenz von etwa 100 bis 120 mal pro Minute fünf bis sechs Zentimeter tief eindrückt werden. Für die Frequenz kann man sich Songs zur Hilfe nehmen: „Stayin´ Alive“ von den BeeGees oder „Atemlos“ von Helene
Fischer bieten sich hier beispielsweise an. Mit diesem Vorgehen werden Sie
zum Lebensretter! 

Ihr Markus Prinz,

Experte für Erste Hilfe und Notfalltraining