Wird Zeit!

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Erste Hilfe … da war doch was? Genau. Und Markus Prinz sorgt mit seinem Unternehmen Prinomed dafür, dass da auch wieder was ist. Frisches Wissen zur Lebensrettung – frisch vermittelt!

 

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Hereinspaziert

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Georg und Jochen Offermann setzen in ihrem EDEKA-Markt in Wipperfürth auf künstliche Intelligenz. Modernste Technik zählt automatisch die Kunden, checkt, ob sie eine Maske tragen und macht den Einkauf damit sicherer.

Der 11. März 2020: Viel zu tun, wie immer. Zwei Tage später: Alles anders. Und mehr zu tun denn je. Jochen Offermann erinnert sich, wie der Lockdown begann, wie die ersten Hamsterkäufe losgingen, wie er, sein Bruder Georg und die Marktleiter in den beiden Wipperfürther EDEKA-Märkten agieren mussten. Und wie wertvoll die Grundlagen in Pandemieplanung, die er selbst in seiner früheren Zeit bei OBI einmal vermittelt bekommen hatte, nun waren. „Wir haben direkt die Belegschaft getrennt, Nachtschichten eingeführt, und ich selbst habe die ersten vier Wochen nachts im Laden gestanden.“ Die Offermanns machten in ihren beiden Lebensmittelläden in Wipperfürth einiges anders als andere. Sie setzten von Beginn an darauf, nur eine bestimmte Anzahl Kunden zur selben Zeit im Laden zu haben. Rund einhundert dürfen es im EDEKA-Markt in der Innenstadt sein. Die hat anfangs ein Mitarbeiter einzeln gezählt, bis die Geschäftsleute künstliche Intelligenz einsetzten. Und was für eine: Das Lindlarer Unternehmen Lang AG hat ein kamerabasiertes System entwickelt,
das nicht nur völlig automatisiert die Kunden zählt. Es kann auch mittels
Gesichtserkennung unterschieden, ob sie die erforderliche Maske tragen.
Die Wipperfürther Experten von Furacom, die als Spezialisten für die Einrichtung digitaler Bürosysteme unter anderem das Pressezentrum von Borussia Dortmund mit modernster Medientechnik ausstatteten, haben das System konfiguriert und installiert. Es arbeitet so einfach wie genial: Im Eingangsbereich hängt seit Ende Mai ein großer Flachbildschirm, der jeden Kunden, der in den Laden darf, mit einem weißen Smiley auf grünem Hintergrund begrüßt. Rückt die Maximalanzahl an Kunden näher oder will ein Kunde ohne Maske den Laden betreten, wird ein zuständiger Mitarbeiter informiert und bittet den Kunden um einen Moment Geduld beziehungsweise reicht ihm eine Maske – denn die kann man ja auch mal vergessen haben. Und keine Sorge:
Der Datenschutz ist gewährleistet, persönliche Daten werden nicht erhoben.

Die Offermanns wollen die neue Technik langfristig einsetzen, auch für eine Zeit nach Maskenpflicht und Zugangsbeschränkung. Denn sie können die Kundenströme damit generell viel präziser erfassen, ihr Personal besser planen – und insbesondere auch das Angebot noch genauer auf die Kunden abstimmen und sie zum Beispiel tagesaktuell zu bestimmten Aktionen informieren. So hat ein Ausnahmezustand bei Offermann dazu geführt, neue Standards zu setzen.

Ein Team eine Leidenschaft

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Radfahren boomt zur Zeit. Und das Team von RR Bikes hat sich auf die hohe Kundennachfrage optimal eingestellt. Mit Beratungsterminen, großer Auswahl und Top-Werkstattservice.

Foto: RR-Bike

Wer kann am besten ein Produkt empfehlen? Wer weiß genau, wie es funktioniert? Wer ist der Richtige, wenn es gewartet werden muss? Genau: Der, der es selbst nutzt. Der es liebt. So wie das Team von RR Bikes in Wipperfürth. „Wir alle sind Fahradfreaks. Wir fahren selber, gerne auch sportlich. Und wir suchen uns die Marken, die wir verkaufen, inzwischen genau aus. Und testen sie“, erklärt Werner Röttel-Vollmerhausen. Er blickt wie auch sein Bruder und RR Bikes-Geschäftsführer Ralf Röttel auf viele intensive Arbeitstage in den letzten Monaten zurück, denn: In Zeiten, da Reisen kaum möglich waren, boomte das Fahrradfahren wie selten. 

Und das RR Bikes-Team stellte sich optimal auf den Ansturm der Kunden ein: „Wir haben erstmals Beratungstermine vergeben. Bis zu eine Stunde haben wir uns dann zum Beispiel für ein junges Paar Zeit nehmen können, sodass es in Ruhe die Räder testen konnte.“ Das hat so gut geklappt, dass die Beratungstermine dauerhaft beibehalten werden sollen. 

Ob die Kunden nun ein Rad von Riese & Müller nehmen, eines von Lapierre oder von der Marke Scott, die es seit Anfang des Jahres in dem Wipperfürther Fachgeschäft gibt, und ob es ein E-Bike wird oder ein Rennrad – die Qualität spricht für sich. Und die Fachkenntnis des Teams. „Als wir die Räder von Scott neu hatten, sind alle im Team sie erst einmal selbst gefahren. So wissen wir genau, was wir da verkaufen“, erklärt Röttel-Vollmerhausen. Wobei die Einkaufsplanung zuletzt die größte Herausforderung war, denn mancher Hersteller kommt mit der Produktion kaum nach, so groß ist die Nachfrage der Kunden. Nicht nur bei E-Bikes, sondern auch bei den sportiven Rädern, die künftig wieder einen Schwerpunkt bei RR Bikes bilden sollen. Da heißt es also flexibel sein und bleiben. 

Zumal das inzwischen achtköpfige RR Bikes-Team nicht nur in der Wartung und Reparatur bestens aufgestellt sein muss. Weil das Fahrradleasing immer mehr im Kommen ist, wickeln die Wipperfürther für ihre Kunden, ganz gleich ob Unternehmer oder Arbeitnehmer, dieses inzwischen komplett ab. Vom Antrag über die Finanzierungsinformationen bis zur Bike-Bestellung. Die Kunden müssen also nur noch – losfahren!

Immer auf dem Weg

Wir sind auf dem Weg. Blicken von der Anhöhe auf die Stadt. Marschieren über einen schmalen Forstweg. Erreichen die Neyetalsperre. Laufen einfach weiter. Und reden. Zwei Stunden vergehen, ohne dass ich es gemerkt hätte. Weil Stefan Höne so ein großartiger Erzähler ist.

Er erzählt davon, wie er, fest etabliert
und gut bezahlt, mit Anfang vierzig als Ingenieur eines Wipperfürther Unternehmens, dachte: Nein, das ist es nicht. Da ist noch mehr.

Davon, wie er im Jahr 2013, als auch privat einiges im Umbruch war, einfach losging, auf dem Pilgerweg nach Santiago de Compostela. Wie er
eine Route mit über 1200 Kilometern und über sieben Wochen wählte.

Davon, wie er zwischenzeitlich am liebsten gar nicht ankommen wollte.
Sondern immer weiter wandern.

Davon, wie er genau das später machte. Weiter wandern. Auch und vor allem durch Deutschland, vom Bergischen bis in die Eifel zum Beispiel. 

Und wie er, an einem regnerischen Abend in einem abgelegenen Waldstück, plötzlich dachte: Ich könnte Pilgercoaching anbieten. Anderen Menschen beim Pilgern, beim Wandern, helfen, ihrem Leben eine neue Richtung zu geben. 

Davon, wie er schließlich selbst genau diesen neuen Weg einschlug. Von dem er heute lebt.

 

Er hat auf dem Jakobsweg gelernt, dass der scheinbare Anlass, sich auf einen Weg zu machen, oft nicht der wahre ist. „Das ist das Spannende: Du glaubst, ein klares Thema mitzunehmen, aber oft steckt da noch ein ganz anderes hinter. Auf dem Jakobsweg habe ich mich erst mal mit dem freiwilligen Alleinsein auseinandergesetzt. Und wie ich damit klarkomme. Nach ein paar Wochen merkte ich: Mit mir allein unterwegs zu sein, das ist die tollste Begegnung, die ich überhaupt jemals gemacht habe. Und da war ich wieder offen für andere Menschen, die dort pilgerten, und mich mit ihnen auszutauschen. Die Gespräche mit ihnen, das Gehen an sich, das einen ja per se aktiviert, dazu die Natur – all diese Dinge kamen zusammen.“

Und für Stefan Höne war klar: Ich werde einen neuen Lebensweg gehen. Erfahrungen mit Change Management und Projektberatung hatte er bei seinem früheren Arbeitgeber schon gesammelt, war dafür immer offen. Umso mehr Spaß hatte er auch später, als er sich parallel zu seinem Hauptjob als DGSF-zertifizierter Berater zum Supervisor, Coach und OE-Berater fortbildete – und dabei viel über sich selbst lernte. Über seine neue Lebensaufgabe. Und darüber, zu ihr zu stehen: „Erzählst du jemandem, du bist Maschinenbauer, hast BLW studiert und bist gut in Informatik, nicken sie. Erzählst du: Ich bin Pilgercoach und 

Berater, ziehen sie die Stirn kraus.“ Stefan Höne hat seinen Stiefel durchgezogen. Er hat seinen Ingenieursjob gekündigt und bietet die systemische Beratung, Supervision sowie das Pilgercoaching heute hauptberuflich an. Die Menschen mitnehmen, auf einem Weg durchs wunderschöne Bergische Land, und einen ganzen Tag mit ihnen zu arbeiten, diese Idee kam ihm im Jahr 2017. „Auf dem Rückweg von einer Australienreise erzählte ich meiner Sitznachbarin im Flieger davon. Zwei Jahre später rief sie mich an und sagte: Stefan, ich möchte bei dir einen Tag lang das Pilgercoaching buchen. Das war die Initialzündung.“ Heute buchen ihn Teams, zum Beispiel Abteilungen in Firmen oder die Leitung einer Kita, Unternehmer sowie Privatpersonen, die an einem bestimmten Punkt im Leben sind, wo sie eine neue Richtung brauchen. 

Und das war auch insbesondere in den letzten Monaten für viele Menschen, die Ängste, Sorgen und Unsicherheit plagten, eine große Hilfe. Stefan Höne setzt sich stets schon vor der Beratung mit den Klienten auseinander, schickt ihnen Fragen, will wissen, welche Problemstellung sie haben und wo sie am Ende des Tages, des Weges, der Gespräche gerne stehen möchten. 

Welche Rolle spielt bei all dem eigentlich der Glaube? Stefan Höne überlegt kurz. Und gibt eine klare Antwort: „Wer spüren möchte, dass um ihn herum noch etwas anderes ist als Mensch und Natur, der muss erst einmal sich selbst spüren lernen. Ich bin bekennender Christ, ich habe eine gute Verbindung zu Gott. Wenn meine Klienten die auch haben und ihr Glaube in ihrem Alltag hilfreich ist, baue ich ihn gerne mit ein. Wenn nicht, dann nicht. Denn ich finde es ganz fürchterlich, angepredigt zu werden.“

Eine große Rolle spielt in Hönes Arbeit das Bergische Land mit seiner Natur. Bei kernigen Themen wandert er mit seinen Klienten auch mal durch einen Steinbruch, bei leichteren durch einen Sinneswald. Und oft am Wasser, das er in all seinen Formen liebt, sei es ein Bach, der immer einzigartig klingt, oder eine Talsperre. Die Natur als Spiegelbild des Menschen und seiner Herausforderungen. Apropos Herausforderung: Dieser stellt sich Stefan Höne, was das Wandern und Pilgern angeht, nach wie vor auch privat sehr gerne. Er ist den Jesus Trail in Israel gelaufen und den Northwest Trail in England. Dabei plant er so wenig wie möglich im Voraus, sondern geht einfach los. Er weiß: Dem Gehenden schiebt sich der Weg von selbst unter die Füße. 

Den das Gute ist so Nah

Des Wanderns Lust ist, dass man die Zwecklosigkeit genießt.“ Lieh Tse (chinesischer Philosoph).

Und der Blick öffnet sich. Erfasst die Weite. Das Licht. Sonne flutet den Moment, lässt Wiesen, Weiden, Wälder leuchten. Der riesenhafte Baum hinter uns, bedeckt von einem schneeweißen Blütenmeer. Allmählich beruhigt sich der Puls. Was für ein Anstieg auf die grüne Anhöhe über Engelskirchen. „Und jetzt? Wo geht es weiter?“, habe ich meinen Sohn eben noch gefragt, als wir im Tal in einer Sackgasse gelandet waren. Kurzes Umschauen. „Da lang.“ Er hat das gelbe Wanderschild und den schmalen Pfad schnell erblickt. Nur wie steil er sich den Berg hinaufschlängeln würde, das konnte keiner von uns ahnen. Steiler wird es nicht mehr werden auf diesen 36 Kilometern von Ründeroth bis Kürten-Biesfeld. Die Etappen eins und zwei des Bergischen Panoramasteigs, wir haben sie zusammengefasst. Wir werden eine alte Dampflok entdecken, die auf ewig in einem alten Bahnhof geparkt ist, der heute als Wohnhaus genutzt wird. Wir werden durch idyllische Hofschafen und über schier endlose Höhenzüge marschieren und auf die Städte und Gemeinden blicken. Wir werden an einem herrlich liebevoll gestalteten, privaten Wanderparkplatz Rast machen. Wir werden kurz vorm Ziel, nachdem wir fast acht Liter getrunken haben an diesem Sonnentag und jeden Muskel spüren, durch einen magischen Buchenwald wandern. All das erleben wir hier, im Bergischen Land.

Diese neue Zeit hat uns vieles genommen und gleichsam vieles geschenkt, vor allem: Zeit. Wir nutzen sie. Haben die Hunderunden morgens verdoppelt, haben neue Orte und Wege direkt vor der Haustür entdeckt. So wie diesen, den Bergischen Panoramasteig. 244 Kilometer, eine Fernwander-Route durch die Region. Sie beginnt und endet offiziell in Engelskirchen-Ründeroth, direkt an der Agger. Also starten wir da auch, irgendwann im April. Aber weil ich das Schild falsch lese, wandern wir nicht die knapp 17 Kilometer lange erste Etappe Richtung Freilichtmuseum Lindlar, sondern die zwölfte – in umgekehrter Richtung. „Ja, dann werden es wohl 21 Kilometer“, höre ich mich sagen, und meine Frau, die in den nächsten Wochen dankenswerterweise die Chauffeuse spielt und uns zu den einzelnen Wegpunkten des Steiges bringt und wieder abholt, muss nachher eben nach Nümbrecht fahren.

Von Radevormwald nach Wipperfürth, von dort nach Marienheide, später bis Bergneustadt. Mal sind es 20 Kilometer, mal 30, und einmal auch mehr, als wir die besagte Etappe eins nachholen und mit der zweiten verbinden. Und immer wieder stellen wir fest, wie atemberaubend schön unsere Heimat ist. Zumal uns der Frühling ein traumhaftes Wanderwetter schenkt. Heimat neu entdecken – Jens Eichner, Geschäftsführer der Das Bergische gGmbH, die zuständig ist für das Bergische Wanderland, glaubt, dass das gerade jetzt viele Menschen bewegt. 

Deswegen wächst auch das Erlebniswegenetz. Neben dem Bergischen
Panoramasteig beschreibt die Webseite
http://www.bergisches-wanderland.de sehr detailliert den Bergischen Weg, der von Essen bis Königswinter führt. Und die 25 Themenwanderwege, die Bergischen Streifzüge. Der neueste wird der Höhlenweg in Engelskirchen sein, der direkt an der Aggertalhöhle und in der Nähe des kürzlich entdeckten riesigen neuen Höhlennetzes entlang führt. Dort lässt sich zum Beispiel ein Bach entdecken, der in der Erde verschwindet und nach anderthalb Kilometern wieder auftaucht. Auch einige dieser Streifzüge mit ihren vielen Infotafeln rund um Kultur und Natur werden wir in den nächsten Monaten entdecken, zum Beispiel den wunderschönen Kräuterweg bei Neunkirchen-Seelscheid.

Es braucht nicht viel, um beim Wandern glücklich zu werden. Gute Schuhe und Wandersocken, genug zu trinken, ein paar Snacks, ein angenehmes Grundtempo. Wir sind generell recht zügig unterwegs, schaffen im Schnitt knapp fünf Kilometer die Stunde, lieben es, gerade am Berg das Tempo zu halten oder gar anzuziehen. „Jetzt kommt die Bergwertung“, sagt einer von uns bei jedem zweiten Anstieg, und wenn wir nach ein paar hundert Metern bergauf unseren Puls spüren, der Atem schneller wird und wir die Wasserflasche ansetzen, fühlt sich das unfassbar gut an. 

Wandern, das ist Aktivsein und gleichsam entspannen. Es ist unterwegs sein, ohne ankommen zu wollen. Es ist, insbesondere in NRW und im Bergischen Land, aber auch innehalten. Denn immer wieder, auf jeder Etappe, stapfen wir durch riesige Baumfriedhöfe, die zum Teil ganze Wegabschnitte unter sich begraben. Wir erschrecken uns beim Anblick der sterbenden, rindelosen Fichten, die als braun-graue Mahnmale nackt in den leuchtend blauen Himmel ragen. Die Trockenheit. Die Stürme. Die massenhafte Verbreitung des Borkenkäfers. Doch, und das tröstet, inmitten von Totholz erwacht hellgrünes, neues Leben. Kleine Tannen, manche beim nachhaltigen Aufforsten gesetzt, andere scheinbar zufällig entstanden, und junge Buchen wachsen heran.

Der Blick verliert sich mitunter in all dieser Vielfalt aus Flora und Fauna. Da, eine Ringelnatter. Und dort, eine Blindschleiche. Ein Fuchs macht im Zwielicht des nahenden Abends Jagd auf Mäuse. Ein Hase hoppelt frühmorgens durchs Gebüsch. Aber Obacht: Wo war nochmal unser gelbes Wegeschild?
Es ist unser Begleiter über all die Kilometer, und manchmal lässt es uns auch im Stich. Wenn bei Forstarbeiten genau der Baum gefällt wurde, der an einem Abzweig das Schild trug. Das erleben wir einige Male und verlaufen uns um ein paar Kilometer. Da kommt auch mal Frust auf, aber wir lernen: Es gehört dazu, dass man sich mal verläuft.

Für die Beschilderung setzt das Team vom Bergischen Wanderland übrigens ehrenamtliche Wegepaten ein, die regelmäßig auf den Etappen unterwegs sind. Und die machen ihren Job insgesamt wirklich gut. Eine Regel: Rund 50 Meter nach einer Abbiegung hängt ein „Bestätigungsschild“ nach dem Motto: Ja, du bist richtig. Weil aber zur Zeit an so vielen Stellen sterbende Bäume gefällt werden müssen, kann auch schon mal ein Schild fehlen. Wem das auffällt, der kann mit der praktischen App des Bergischen Wanderlandes Wegedetektiv spielen und die entsprechende Position online melden.

Was außerdem fehlt, sind mehr Unterkünfte. Klar, es gibt sie, auch entlang des Steigs, aber wir finden: Gerade für Touristen geht da noch mehr. Nicht nur Hotels oder Pensionen. Trekkingplätze zum Beispiel wie in der Eifel und im Hunsrück. Komplett naturnah gestaltet für Menschen, die legal dort zelten möchten und dafür, buchbar über eine Onlineplattform, auch gerne zehn Euro die Nacht zahlen. War in der Region sogar geplant, wie Jens Eichner erzählt. Wurde aber sowohl vom Rheinisch-Bergischen als auch vom Oberbergischen Kreis erstmal abgelehnt. Schade, nichts verstanden. 

Zum Glück sind einige Hoteliers und Gastronomen da mehr auf Zack. Sie bieten Wanderpauschalen an, transportieren auf Wunsch das Gepäck, leben Gastfreundschaft und Freundlichkeit.
Die erleben wir auch, wenn wir durch Hofschaften wandern oder andere
Wanderer treffen. Die auch entdecken, wie wertvoll ein neues Weniger sein kann. Schuhe an und los. Direkt vor der Haustür. Hier bei uns.