Neustart

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Pierre Schildberg ist seit Anfang des Jahres Inhaber von Schmitz Immobilienservice in Wipperfürth. Ein Gespräch über Verlässlichkeit, Markenaufbau und digitales Arbeiten in besonderen Zeiten

Beruflicher Neustart. In Zeiten wie diesen. Da sagt sicher nicht jeder: Jo, mach ich! Pierre Schildberg hat Ja gesagt. Seit Anfang des Jahres ist er der Inhaber von Schmitz Immobilienservice in Wipperfürth. Und was seit vielen Jahren geplant war, haben er und sein Schwiegervater und bisheriger Geschäftsführer Berthold Schmitz durchgezogen: Den Generationenwechsel. Was nicht heißt, dass Berthold Schmitz mit knapp sechzig in den Ruhestand geht. Beide haben sich die Projekte, die sie betreuen, aufgeteilt. Berthold Schmitz ist nach wie vor im Büro und steht immer mit Rat und Tat zur Seite. Das Know How aus 25 Jahren Erfahrung möchte der neue Inhaber auch nicht missen und ist froh, darauf noch einige Jahre bauen zu können. Der Firmenname wird selbstverständlich bleiben, wie der gebürtige Berliner Pierre Schildberg unterstreicht: „Ich selbst bin jetzt zehn Jahre hier, habe an dieser Marke mitgebaut. Klar, dass der Name bleibt. Und auch unser Standort in der Wipperfürther Innenstadt. Der ist optimal.“ Was macht die Marke Schmitz aus? Pierre Schildberg zögert keine Sekunde: „Dass wir vor Ort sind, dass wir verlässlich, verbindlich und transparent arbeiten. Wir verwalten insgesamt 1600 Wohneinheiten und haben bei unseren Kunden wie auch den Institutionen den Ruf: Was von Schmitz bearbeitet wird, daran gibt es nichts zu meckern. Und das soll so bleiben.“ Dafür sorgt inzwischen ein zehnköpfiges Team. Das Unternehmen hat in den letzten Jahren die eigene Auszubildende übernommen, eine weitere Mitarbeiterin eingestellt und somit nach den guten Jahren in der Immobilienwirtschaft nachhaltig ins eigene Unternehmen investiert – in Fachkräfte. 

Das hat sich in den letzten Monaten ausgezahlt, als bereits fest vereinbarte Eigentümerversammlungen abgesagt und zum Teil digital veranstaltet werden mussten. Und als die Arbeit im Homeoffice ausgebaut und für alle Mitarbeiter ermöglicht wurde, sowie diverse Abrechnungen viel eher gemacht wurden als sonst, weil auch die Kunden plötzlich mehr Zeit hatten sich damit zu befassen.  „Dass wir zum 31. Mai schon 98 Prozent unserer Wohnungseigentümer-Gemeinschaften abgerechnet haben, gab es glaube ich noch nie“, sagt Schildberg mit Stolz auf sein Team. Schnelle, digitale Prozesse wie eine Online-Kassenprüfung und die Videomeetings halfen dabei. 

Apropos digital: Ob sich Tools wie virtuelle Hausführungen für potenzielle Käufer in den kommenden Jahren durchsetzen werden? Als Ergänzung ja, aber Pierre Schildberg stellt klar: „Ein Haus oder eine Wohnung kaufen Sie nicht am Rechner. Das ist eine Gefühlsentscheidung, bestenfalls eine für Jahre, und dafür müssen sie das echte Objekt sehen und erleben.“ Um die Kunden dabei zu beraten, und, so sie denn Wohnung oder Haus als Kapitalanlage sehen, diese zu verwalten, ist Pierre Schildberg mit seinem Team da. Jetzt und in Zukunft: „Ich arbeite gerne und es war immer mein Ziel, dieses Familienunternehmen in die zweite Generation zu führen.“