Bisschen verliebt

fahrspaß

Er zeigt weniger Kante als sein Vorgänger. Dafür hat er mehr Charme. Steckt voller Ideen. Macht das Fahren zum Vergnügen. Und zum Kinderspiel, wenn man möchte. Willkommen im Juke!

So, fühlt sich gut an hier. Gleich im ersten Moment. Sieht auch gut aus. Ein bisschen Retrostyle in den Armaturen. Ein bisschen Verspieltheit ausgerechnet am Startknopf – denn den umrahmt ein schwarzes Karomuster.
Darauf muss man auch erst mal kommen. Okay, dann drücken wir den doch mal … wow. Das klingt ja richtig gut. Irgendein Popsong, keine Ahnung, aber ein Sound wie in der besten Disco. Auf den zweiten Blick sehe ich auch, warum das so ist: Die Boxen des Bose Personal Plus Audiosystems sind nicht einfach irgendwo verbaut. Sondern bei Fahrer und Beifahrer rechts und links in den ohnehin schon saucool gestalteten Kopfstützen! Das rockt ja nun wirklich und macht aus dem neuen Juke eine Jukebox.

Ja, der Crossover von Nissan war schon immer anders. Sein Vorgänger hat polarisiert. Und der Neue? Zeigt außen weniger Kante, tritt dafür aber deutlich dynamischer auf. Allein schon diese super schmalen Frontleuchten. Mutig! „Okay, und wohin fahren wir jetzt?“, überlege ich am Veilchendienstag Ende Februar halblaut, als wir vom Parkplatz des Autohauses Bengel-
sträter in Rönsahl abbiegen. Meine bessere Hälfte schaut versonnen einem fernen Lichtstrahl nach, der sich irgendwo hinter einer Wolke hervorwagt. Und frohlockt: „Der Sonne hinterher, heyo, was geht! Los, ich will ein Sonnenfoto mit dem Juke.“ Jo, dann mal los. Und so fahren wir zum ersten Mal für ENGELBERT ein Auto ganz ohne Ziel. Cruisen über Land, vorbei am Fuchsloch, irgendwie Richtung Kierspe oder so, keine Ahnung. Eine niedliche Ortschaft reiht sich an die nächste, die Straßen werden schmaler, ich probiere die Fahrmodi aus und stelle fest, dass der Sportmodus den Juke schön auf Touren bringt. Ab und an kann ich die Finger nicht von den Schaltwippen am Lenkrad lassen, nehme der Automatik die Arbeit ab, schalte selber. 

So viel Selbermachen muss man sich im neuen Juke gar nicht antun, denn er macht einem das Fahren sehr leicht – dank des neuen ProPILOT-Systems. Dieses ist in allen Modellen mit dem DCT-Doppelkupplungsgetriebe enthalten und passt sich automatisch dem jeweiligen Fahrstil an. Es schreitet ein, um zu bremsen, zu lenken oder zu beschleunigen, wenn man möchte. Wenn also irgendein Schlaukopf wieder mal am Kreisverkehr steht statt einzufädeln, bleibt der Juke ganz locker und bremst wenn nötig selbstständig, bis er ebenfalls steht. Kreisverkehre finden wir aber nicht, sondern ein wunderschönes Bachtal. Gut, dass dieses Auto nicht nur ein Riesendisplay, sondern auch ein Navi an Bord hat – ohne finde ich hier nie wieder raus. Und dank Rundum-Kamera mit Vogelperspektive („Around View“ nennt Nissan die) manövriere ich den Juke auch elegant in die schmalste Ausweichbucht. Gleich daneben steht eine Bank. Prima. Zumal wir die Sonne gefunden haben! 

Der Juke strahlt, wir strahlen ebenfalls, leise plätschert der Bach und ich denke: Ja, das könnten wir jetzt jedes Wochenende machen. Rein in den Juke und raus mit uns. Zumal wir, das sieht man dem kurzen Heck gar nicht an, auch einiges mitnehmen könnten. Denn, ähnlich wie übrigens auch beim Handschuhfach vorne, verbirgt sich hinter der Klappe viel mehr Stauraum als man zunächst denkt. Klar, dass ein Nissan der neuesten Generation auch verdammt gut vernetzt ist. Ich könnte jetzt vom Smartphone aus ein Fahrtziel ans Navi senden. Oder den Juke damit ver- und entriegeln. Und so vieles mehr. 

Praktisch, clever und einfach schick.

Dieses Auto verdient noch eine andere Location. Weiter geht die Fahrt, bis wir am Haus Rhade ankommen, dem alten Wasserschloss, wo man toll feiern und auch übernachten kann. Und immer noch scheint die Sonne. Sieht gut aus für den Juke. Und für jeden, der ihn fahren darf. Ja, denke ich, als wir den Schlüssel wieder abgeben, so ein bisschen habe ich mich verliebt …

Der Figur auf der Spur

wandern

Michael Wittschier aus Wipperfürth wandert gern durch sein Leben. In seinem ersten Wanderbuch beschreibt der pensionierte Lehrer 14 Wege, die, von oben betrachtet, Figuren ergeben. 

Traue keinem Gedanken, der dir nicht beim Wandern gekommen ist.“ Na, wer hat‘s gesagt? Richtig, Friedrich Nietzsche. Und Michael Wittschier hat sich diesen Satz nicht nur gemerkt, weil er als ehemaliger Deutsch- und Philosophielehrer eine ganze Menge schlauer Sätze von Vor- und Querdenkern kennt. Sondern, weil er selbst ein solcher Querdenker ist. Und: Weil er wandert. Seit Jahren und aus Leidenschaft. Gerne auch, um Ideen zu durchdenken. Er nimmt dann einen bestimmten Gedanken ganz bewusst mit auf einen seiner Wege durchs Bergische Land, wo er am liebsten unterwegs ist. „Und am Ende bin ich das Ganze dann im wahrsten Wortsinne durchgegangen“, erzählt er und lächelt. Über 15 Bücher hat der ehemalige Lehrer des Engelbert-von-Berg-Gymnasiums in Wipperfürth schon geschrieben, alles Sachbücher zu Deutsch und Philosophie … bis sein erstes Wanderbuch dazu kam. 

Nicht irgendeines, das wäre ja zu einfach, zumal es übers Bergische auch schon einige gibt. Nein, Wittschier hat, und das haben ihm seine Lektoren beim renommierten J.P. Bachem-Verlag in  Köln auch bescheinigt, dem Wanderbuchgenre etwas Frisches, ja etwas einzigartig Neues verleihen können. Denn „Der Figur auf der Spur“, so heißt das kompakte, knapp 200 Seiten lange Werk, erzählt die Routen von 14 Wegen im Bergischen Land – und sie alle beschreiben, aus der Luft betrachtet, eine bestimmte Figur. Die bergische Kuh zwischen Ledder und Dhünn. Der Zirkusclown bei Dabringhausen. Der Cocker-Spaniel zwischen Lindlar und Linde. 

Wie kommt man denn bitteschön auf so eine Idee? „Ich habe mich schon immer dafür begeistert, wie bestimmte geografische Orte eine Figur abbilden. Das fing mit Italien als Stiefel an“, erzählt Michael Wittschier, der auch begeisterter Maler ist. Ein kreativer Kopf, der eines Tages für sich selbst eine Wanderung ausarbeitete und dabei entdeckte: Mensch, dieser Weg zeichnet, wenn man ihn komplett abgeht, die Umrisse einer Figur nach. Diese hat er dann, ganz Maler, gleich mit Innenleben, sprich Details und einem Gesicht gefüllt. Wie zum Beispiel die Kuh oben links. Oder einen Nikolaus, einen Schmetterling, eine Wandertaube. Wittschier liebt es, Figuren in allem Möglichen zu entdecken. Während des Interviews überreicht er
ENGELBERT sein Foto der Wipperfürther Wolke, in der ganz links ein verliebtes Pärchen zu sehen ist. Und einen Schnappschuss, der eine Baumkrone zeigt, in der sich die Silhouette eines Wanderers verbirgt.

Okay, nun ist ja das Wandern und Entdecken die eine Sache – ein Buch schreiben aber eine ganz andere. Diese Erfahrung hat auch Michael Wittschier gemacht. Bei Bachem war man angetan von seiner Idee, hatte aber auch gewisse Vorstellungen: Er möchte doch bitte nicht nur alle Strecken absolut stichfest und nachvollziehbar aufarbeiten, sondern sämtliche Fotos mitliefern – möglichst auch mit Kindern darauf, da sich das Buch ja an Familien richtet. Der Wipperfürther machte: Er investierte in eine gute Kamera und ein Wander-Navi, lief die Strecken mehrfach ab, schrieb detailliert auf, wo es lang geht – alles auf eine andere, frische Art. In seinem Buch läuft man eben nicht nach Süden, sondern auf den Nasenflügel der jeweiligen Figur zu. Für Kinder gibt es nicht nur Hinweise, was am Wegesrand alles zu entdecken ist, sondern auch viele kleine Rätsel für zwischendurch. Und: Es geht hier nie um Gewaltmärsche. Die längste beschriebene Wanderung, „Rund um den Räuber Hotzenplotz“, geht über 13 Kilometer – und wie fast alle anderen lässt sie sich halbieren, falls Lust, Kondition oder Wetter mal nicht mitspielen. Denn es geht hier vor allem um einen unbeschwerten, schönen, gesunden Zeitvertreib. Aktiv sein, Neues über die Region lernen und dabei eine Figur erlaufen. Übersichtlich gestaltete Karten sowie Tipps zur Anfahrt und zum Einkehren bietet das Buch ebenfalls. 

Sind denn weitere Wanderbücher geplant? Zumal Wittschier insgesamt
18 Strecken ausgearbeitet hat, von denen es vier nicht ins Buch schafften? Wenn es nach dem Autor und Maler geht, dann schon. Aber vielleicht über die linksrheinische Region. Oder über die Eifel. „Hier habe ich auch schon die ersten Figurenwanderwege entdeckt“, erzählt er. Denn wer suchet, der findet.

Das Bike einfach leasen

mobilität & finanzen

Gesund unterwegs sein und clever sparen – das Firmenfahrrad macht es möglich. Und das Team von RR-Bikes in Wipperfürth weiß, warum es für Arbeitgeber wie Mitarbeiter ziemlich ideal ist.

Herr Schmidt möchte sich ein Fahrrad kaufen. Ein schönes E-Bike mit gutem Akku. Kann er machen. Kostet so ab 2500 Euro. Ohne Versicherung und Inspektion natürlich. Wird es geklaut oder versagt der Akku … tja, Pech. Herr Schmidt kann aber auch zu seinem Chef gehen und sagen: „Du, ich würde gerne künftig die paar Kilometer ins Büro mit dem Fahrrad zurücklegen. Ist umweltschonend, gesund und wir hätten beide was davon – wenn du das Bike als Firmenfahrrad leasen würdest.“ Eigentlich muss der Chef dann nicht lange überlegen. Weil dieses Bikeleasing, das immer stärker im Kommen ist, für ihn wie für seinen Mitarbeiter nur Vorteile bietet – wie die Fahrradexperten von RR Bikes in Wipperfürth wissen. 

Denn: Der Arbeitgeber kann den Preis des Rades komplett steuerlich geltend machen und das Rad abschreiben. Er bucht automatisch ein komplettes Sorglos-Versicherungspaket direkt dazu (und kann dieses auch erweitern), mit dem in jedem Fall Diebstahl, Produktionsfehler und ein Ausfall des Akkus versichert sind. Herr Schmidt wiederum kann sein Rad nicht nur für den Weg ins Büro, sondern unbegrenzt privat nutzen. Diese Nutzung versteuert er nur mit 0,25 Prozent des Anschaffungspreises, was salopp gesagt Peanuts sind. Das Ganze funktioniert über eine Gehaltsumwandlung. Voraussetzung ist also, dass
der Arbeitgeber einen Teil von Herrn Schmidts Monatsgehalt
als Leasingrate direkt einbehält. Das sind je nach Modell in
etwa 35 bis 60 Euro. 

Insgesamt lassen sich so während der in der Regel dreijährigen Leasingzeit bis zu 40 Prozent des eigentlichen Kaufpreises sparen. „Bei der Wahl der Marke und auch beim Anbieter des jeweiligen Leasingpakets sind unsere Kunden völlig frei“, erläutert Ralf Röttel, Geschäftsführer von RR Bikes. Ob Fahrrad oder E-Bike, Mountainbike, Rennrad oder die immer beliebter werdenden Lastenräder – die Auswahl ist groß. Auch die der Leasinganbieter: RR Bikes arbeitet hier mit gleich acht verschiedenen Firmen zusammen, darunter Jobrad und Bikeleasing.

Und wie geht es nach dem Ablauf der drei Jahre Leasingzeit weiter? Ganz einfach: Herr Schmidt kann das Rad entweder zurückgeben oder zum Restwert kaufen. Dieser wiederum wird von der jeweiligen Leasingbank (zum Beispiel Jobrad, Bikeleasing, Businessbike) schon zum Beginn der Laufzeit festgelegt – so lässt sich prima planen. In der Regel sind am Ende etwa zehn bis 18 Prozent des Kaufpreises zu zahlen. Und das für ein bis dato wegen der Inspektionspauschale topgepflegtes Fahrrad. Dank des Firmenbike-Modells ist gutes Rad also nicht teuer.

http://www.rr-bikes.de

Oh nein, nur noch 50 Sekunden!

erlebnis

Klettern und Bouldern im 2T in Lindlar – kennt man. Mag man. Aber knobeln? Genau. Im ersten Escape- Room der Region. Wir sind dem „Geheimnis der 2 Tiger“ auf die Spur gekommen. Naja. Fast.

Na toll, jetzt haben wir den Salat. Die Uhr läuft ab. Erbarmungslos. Keine Minute mehr Zeit. Nur noch ein letztes Rätsel, diese eine Aufgabe, die uns vom großen Schatz trennt. Aber wenn wir ehrlich sind: Wir sitzen hier und haben keine Ahnung, was wir machen sollen. „Ich kann es von hier aus sehen. Und ihr könnt das eigentlich auch“, ruft uns Marcel Besgen zu. Er ist nicht nur der Spielleiter des ersten oberbergischen Escape-Rooms, er hat diesen auch entwickelt. Und wenn wir ehrlich sind – er hat uns schon einige Male geholfen bei unserem sechzigminütigen Selbstversuch. Bisher hat sich das ENGELBERT-Quartett wacker durch die einzelnen Rätsel gekämpft, kombiniert, Schlösser geknackt … aber jetzt kommen wir ins Stocken. Die Uhr tickt weiter. Und wir blicken bange zu Marcel Besgen …

Wer schon den ein oder anderen
Escape-Room gespielt hat, für den mag das zunächst ungewohnt erscheinen – nicht alleine im Raum zu sein. Sondern mit Spielleiter. Meine erste Befürchtung: Oh Mann, wir stellen uns da gleich total dämlich an, und der sieht uns auch noch dabei zu. Aber diese Sorge legt sich. Zum einen, weil wir uns so schlecht gar nicht schlagen (wenngleich wir zu Anfang viel zu kompliziert denken, das Offensichtliche übersehen und die ersten 20 Minuten so schnell vergehen, dass ich es kaum glauben kann). Und zum anderen, weil Marcel Besgen angenehm im Hintergrund bleibt, aber immer mit dem Gespür für den Augenblick. Wenn er merkt, dass sich das Team verrennt, hilft er. Wer in sechzig Minuten mehrere Rätsel lösen soll, um aus dem Escape-Room zu entkommen, der soll dabei Spaß haben und nicht verzweifeln. 

Spaß haben wir, zumal die Geschichte stimmt. Ein Verdienst von Marcel Besgen und seinem Team. Der Leiter der
2T-Kletter- und Boulderhalle ist selbst großer Spiele- und Escape-Room-Fan – und war doch immer wieder enttäuscht, dass es in anderen Locations, wo er spielte, an der Geschichte haperte. Umso mehr Energie haben er und sein Bruder in „Das Geheimnis der 2 Tiger“ gesteckt, das es seit Herbst in Lindlar zu lüften gilt. Und weil Sie das mit Familie, Freunden oder Kollegen ja vielleicht bald selbst machen, wird jetzt hier auch nicht gespoilert, sprich: Wir verraten keine Details. 

Nur so viel: Es darf gerätselt, geknobelt, gerechnet, gelauscht und auch mal
geschnuppert werden. Am Anfang spricht eine düstere, vermummte Gestalt zu den Spielerinnen und Spielern, aber gruselig wird es zu keiner Zeit. Aus gutem Grund: „Wir wollten gerade beim ersten Escape-Room hier in der Region nicht mit einem komplett abgedunkelten Raum beginnen“, erklärt Marcel Besgen. 

Nicht nur das: Eigentlich war das gesamte Spiel als Outdoor-Event geplant, um die großen Freiflächen vor dem 2T gerade im Sommer noch besser nutzen zu können. „Dann aber mussten wir schon unseren Testspielern so oft wegen des Wetters absagen, dass wir lieber doch nach drinnen gegangen sind.“ Andererseits: Vielleicht wäre ja gerade ein Survival-Game, das man bei Wind und Wetter spielt, auch eine reizvolle Ergänzung? 

Wie auch immer: Der neue Escape-Room ist jedenfalls bei erfahreneren Spielern wie auch Debütanten schon so gut angekommen (vor allem natürlich vor Weihnachten), dass weitere Räume geplant sind. Die dann sicher noch einmal ganz anders gestaltet werden und das 2T als Freizeit-Ziel für einen ganzen Tag noch attraktiver machen werden. Zuerst Klettern, dann in den Escape-Room, dann Bouldern, dann in den nächsten Escape-Room, dann in Ruhe was essen und trinken. Passt. Und praktischerweise kann man via Onlinekalender auch gleich einen Wunschtermin hinterlegen und wird zwecks Anmeldung vom 2T-Team kontaktiert. So wie
ENGELBERT. Ach, stimmt, da war 

doch noch was …

… zehn, neun, acht … drei, zwei, eins … und Ende. Und: Nix is! Ja, wir geben zu, wir haben das letzte Rätsel nicht gelöst. Dabei war es wirklich nicht das Schwierigste von allen. Wir haben einfach nur … nicht richtig hingeschaut? Keine Ahnung. Ist aber auch nicht schlimm, weil die gefühlt kürzeste Stunde seit der Erfindung der Zeitmessung im Escape-Room des 2T ja trotzdem großen Spaß gemacht hat. Das Spiel funktioniert, die Geschichte auch, alles baut logisch aufeinander auf und überrascht mit Wendungen, die sicher nicht jeder auf dem Schirm haben dürfte. Weil es das so noch nicht gab. Viel Spaß bei der Alltagsflucht!

http://www.2t-klettern.de