Gutes direkt vor der Haustür

regionalität

Georg und Jochen Offermann setzen in ihren Edekamärkten in Wipperfürth immer stärker auf Hersteller und Lieferanten aus der Region. Fisch, Eier, Bier, Fleisch, Honig von hier. Nachhaltig produziert und von bester Qualität.

Von hier. Für hier. Das ist für die Brüder Offermann in Wipperfürth mehr als ein Werbespruch. Es ist selbstverständlich geworden, denn in ihren Edekamärkten bieten sie mittlerweile viele hochwertige Produkte an, die in unmittelbarer Umgebung produziert werden – total lokal. Honig oder Landbier. Eier oder Fischspezialitäten. Rind- oder Schweinefleisch. Hergestellt von Menschen in und um Wipperfürth, die dieselbe Philosophie haben wie sie: Nachhaltig und naturnah denken und arbeiten. Die genau wissen, wo ihre Zutaten herkommen, weil sie sie aussuchen. Wie die Tiere, deren Fleisch sie später verarbeiten, leben, weil sie sie selbst aufziehen. Und welche herausragende Qualität im Produkt steckt, weil sie es selbst herstellen. Mit Leidenschaft, Können und einem Blick für die Region.

So wie das Team vom Hof Hedfeld am Rande von Kreuzberg. Von links kreuzen die Ferkel! Ja, das kommt dort jedes Jahr vor. Die Rinder, Schweine und Hühner laufen dort frei – wenn sie groß sind, natürlich in ihren Gehegen. Für ihre 1500 Hühner haben die Hedfelds sogar zwei mobile Hühnerställe angeschafft. „Fleisch und Wurst unserer Schweine und Rinder, die wir hier im Hofladen verkaufen – das ist High-End“, wissen die beiden Familien. Kartoffeln und Eier liefern sie an Offermann. Sie nutzen die natürlichen Ressourcen, wie es nur geht, auch fürs Futter ihrer Tiere. So viel wie nötig, so wenig wie möglich, lautet die Philosophie. Auch beim Kartoffelanbau: „Wir düngen unsere Böden mit natürlichen Rohstoffen. Weil wir eine Verantwortung gegenüber der Natur und ihren Schätzen haben, mit denen wir arbeiten.“

So wie in der Fischzucht Hahn an der Halver Straße
in Wipperfürth. Wer wie Denis Hahn und seine Familie
die Fische vom Ei angefangen züchtet, der braucht ein
immenses Fachwissen. Wie muss das Futter sein? Wie das
Wasser? Wie sorge ich für eine möglichst naturnahe Zucht? „Wir wissen ganz genau, wie das funktioniert“, erklärt Denis Hahn. „Und wir wissen, was die Menschen aus der Region
mögen. Dass sie unsere Forellen und Lachsforellen lieben. Ebenso wie zum Beispiel den Saibling, der auch von vielen Restaurants geordert wird und sehr gut ankommt.“
Die Hahns füttern von Hand, verarbeiten und räuchern
selber. Es dauert mitunter anderthalb Jahre und mehr
vom Ei bis zum handelsfertigen Fisch. „Das ist es uns wert.
Denn wir erfüllen höchste Standards an die Qualität.“

So wie in der Rönsahler Brauerei. Wer ein Rönsahler Helles, ein Dunkles oder das kräftige Bockbier probiert, ist begeistert. Vollmundig, süffig, lecker! Das Team um Tim Feldmann legt größten Wert auf den Brauvorgang: „Wir wissen, wie gut das nach alter Tradition gebraute Landbier ist. Apropos Tradition: Unsere Kupfersudpfanne wird direkt befeuert, und wir brauen darin ausschließlich sorgfältig ausgewählte Qualitätsmalze mit feinstem Brauwasser.“ Das Landbier gärt vier bis sechs Tage, bevor es sechs Wochen lang in den Lagerkellern reift. So entfaltet es auf natürliche Weise sämtliche Aromen und Geschmacksstoffe. Ob in der Dreiviertel-Liter-Flasche oder im Zwei-Liter-Bier-Siphon – traditionelles Rönsahler Landbier gehört zu einer gelungenen Feier einfach dazu.

So wie bei der Imkerin Angelika Leistikow.

Sie ist inzwischen seit 14 Jahren Imkerin und auch Bienensachverständige, betreibt neun Wirtschaftsvölker, züchtet Jungvölker und bildet Jungimker aus. Und sie liebt es, das zu ernten, was die Natur hier bei uns zu bieten hat. Im Frühjahr kann das ein Löwenzahnhonig sein, im Sommer auch Klee- oder Wald- und Blütenhonig. „An der Farbe der Pollenhöschen kann ich bestimmen, wo die Bienen gerade waren. Welchen Honig es wohl demnächst geben wird. Ich
mache alles selber: Die Bienenhaltung,
die Honigproduktion. Und ich imkere nach biologischen Grundsätzen, das ist mir sehr wichtig.“

 

So wie bei Berg und Mark. Vanessa Beinghaus erzählt: „Erst zum Ende meines Studiums der Agrarwissenschaften war mir klar: Ja, ich gehe zurück ins Familienunternehmen, auf den Hof meiner Eltern in Vossebrechen. Und ich bin sehr froh über diesen Schritt, denn so habe ich die Vermarktung und den Vertrieb des regionalen Fleisches nicht nur in der Hand. Ich weiß auch ganz genau, wie es verarbeitet wird.“ Geschlachtet werden unter anderem Schweine im Auftrag anderer Landwirte sowie eigene Rinder, und das für die Tiere so schonend wie möglich. Die Qualität des Fleisches prüfen die Experten genau. Sie verarbeiten zum Beispiel montags bis mittwochs Wurst und Fleisch vom Schwein, donnerstags und freitags das vom Rind. Und liefern es umgehend aus: „Ganz ehrlich: Viel frischer als bei uns geht eigentlich gar nicht. Und dabei arbeiten wir sehr nachhaltig. So produzieren wir den Strom für die Metzgerei per PV-Anlage selbst und verwenden SB-Verpackungen aus
100 Prozent recyclingfähigem Material.“