Montag macht fit fürs Leben

fitness

ENGELBERT-Reporterin Elena Broch besucht Timo Montag
in seinem Fitnessstudio Aktivraum in Marienheide und trainiert auf eine ganz andere Art und Weise, als sie das bisher kannte.  

Ach, das schaffe ich doch locker, denke ich mir, als ich auf die Geräte in Timo Montags Fitnessstudio in Marienheide schaue. Sieht doch alles ganz entspannt aus. Der Gedanke geht schnell fliegen, als Timo Montag, Inhaber des Aktivraums, mir erst mal alles genau erklärt. Der gebürtige Marienheider ist seit mehreren Jahren mit seinem Fitnessstudio und Physiotherapie in Oberberg erfolgreich. In familiärer Atmosphäre betreut er seine Kunden. Und er weiß: Gutes Training ist anstrengend. 

Montag liegt die Fitness und Gesundheit seiner Kunden am Herzen. „Hierbei geht es mir keinesfalls um den reinen Profit. Ich möchte, dass meine Sportler hier mit einem Lächeln und einem guten Gefühl raus gehen“, erzählt er. Viele seiner Kunden stammen aus der älteren Generation. Ihnen kann er wieder Beweglichkeit schenken und ein besseres Lebensgefühl. Für ihn eine der größten Motivationen für seine tägliche Arbeit. 

Aber jetzt zurück zu meinem Training mit ihm. Währenddessen durchlaufe ich sechs unterschiedliche Geräte. Sie sehen aus, als dienten sie der Dehnung … falsch gedacht. Sie werden für den Kraftaufbau genutzt. Spezielle Muskeln werden bei den Übungen gezielt beansprucht. Und ich merke, wie schnell ich an meine persönlichen Grenzen gerate. Bei meiner ersten Übung spanne ich Bauch und Po gleichzeitig an und lehne mich nach hinten. Timo Montag erklärt mir, dass ich irgendwann anfangen werde zu zittern, da mein Gehirn es nicht gewöhnt ist, so viele Muskeln gleichzeitig so gezielt zu steuern. Und siehe da … ein paar Sekunden später zittere ich bereits wie verrückt.

Bei den ganzen Übungen kommt es vor allem auch auf die richtige Atmung an. Bei jedem Ausatmen verstärke ich meine jeweilige Trainingsposition noch ein
wenig mehr. Zehn Wiederholungen
pro Übung – mehr ist für den Anfang
erst einmal nicht vorgesehen. Also ab zur nächsten Station. Dort mache ich eine Art Spagat (natürlich nicht ganz …) und gehe auch bei jedem Ausatmen ein wenig tiefer. Ich stelle Interessantes fest: Meine beiden Beine sind sehr unterschiedlich und so komme ich mit dem rechten Bein vorne viel tiefer als links. 

Weiter geht es zum Brust-, Bein- und Po-Training. Immer begleitet von Timo Montag, der genau auf die richtige Haltung und Ausübung achtet. Der Vorteil eines vergleichsweise kleinen Studios:
Er kann all seine Kunden optimal unterstützen. So wie auch bei meiner letzten Übung, an der ich meine Füße trainiere. „Wir Menschen sind eigentlich nicht für Schuhe gemacht. Deshalb stärken wir die Füße hier gezielt“, erklärt mir Timo Montag. Zeitgleich strecke ich meine Beine durch, dehne so die Waden und halte mich an einem Gerüst fest, um meinen Rücken durchzustrecken. In den Füßen zieht es, für den Rücken ist es sehr angenehm. Das Schöne bei der Einheit ist, dass jeder nur so weit gehen muss, wie er kann. Der Trainingsparcours dient eigentlich zur Aufwärmung oder unterstützt das normale Krafttraining. 

Für mich war es total spannend zu sehen, wie viele Muskeln ich im Alltag nicht anspreche und hier trainieren und unterstützen kann. Für eine bessere Haltung, einen besseren Stand und ein besseres Körpergefühl.