DA geht was

So, ist gut jetzt. Genug gemeckert. Genug genörgelt. Genug gejammert. Wird Zeit nach vorne zu schauen. Anzupacken. Echt mal was zu bewegen. Davon sind immer mehr Wipperfürther überzeugt. Und packten an, Ende August, beim ersten WippWerk. Mehr als 50 Menschen kamen in der Kreissparkasse am Marktplatz zusammen und entwickelten in fünf Workshop-Gruppen erste Ideen für eine Hansestadt von morgen.

Wie es dazu kam? Das ist recht schnell erzählt: Frank Rütten, selbstständiger Immobilienmakler, äußerte im Wipperfürther Wirtschaftsforum den Wunsch, einmal auf neue Weise gemeinsam nach vorne zu schauen. Gas zu geben. Zum Wohle der Stadt. Marcel Willms von der BEW sah das direkt genauso. Und beide wurden aktiv. Verwandelten ein Businessfrühstück in ein Speeddating. Begeisterten mit Frische und neuen Ideen. Auch ENGELBERT-Textchef Daniel Juhr steckten sie an.

„Was können wir gemeinsam mit anderen Menschen aus der Stadt bewegen? Wie können wir Wipperfürth weiterentwickeln, damit endlich mal niemand mehr nur über Baustellen, Strukturprobleme und was auch immer mosert?“, fragten sich die drei, die im Wirtschaftsforum schnell einen Beinamen bekamen: Junge Wilde. Was nicht direkt aufs Alter gemünzt ist, sondern vielmehr auf eine frische, positive Art und Weise. Auch mal frech sein. Ideen einfach auf den Tisch legen, anstatt zu mauern. Darum geht es Rütten, Willms und Juhr sowie einigen weiteren Kreativen, mit denen sie gemeinsam das WippWerk erfunden haben. Eine Plattform, ein Netzwerk, auf dem Wipperfürth entwickelt werden soll. „Handel, Gastronomie, Dienstleister, Unternehmen, Vereine – in dieser Stadt steckt so viel Potenzial, das müssen wir nutzen. Und zwar jetzt“, unterstreicht Frank Rütten.

Einfach mal machen – auch darum geht es im WippWerk. Die über 50 Wipperfürther Macher und Mitmacher aus allen Branchen, die sich Ende August in der Kreissparkasse trafen, erarbeiteten auf beeindruckende Weise erste Ideen,
Konzepte, Visionen. Bei kalten Getränken und Fingerfood von Edeka Offermann wurden sie gemeinsam kreativ.
Auf eine solche Resonanz hatten die „Jungen Wilden“ gehofft, damit gerechnet hatten sie nicht, als sie wenige Wochen zuvor mit einer bewusst pointiert formulierten Einladung und dem dazu passenden kurzen YouTube-Video zum ersten WippWerk eingeladen hatten. Allein das Video klickten über 600 Bürger an, die Einladungen wurden auf Facebook in diversen Gruppen geteilt. Natürlich standen auch die Skeptiker schnell auf dem Plan: „Das WippWerk – eine Eintagsfliege?“, hieß es da auch mal. Daniel Juhr stellt klar: „Kommentare wie diesen nehmen wir mit einem Augenzwinkern – und sehen sie als Herausforderung.“

Und diese soll absolut ernst genommen werden: „Uns geht es um die Stadt und um Langfristigkeit. Wir wollen für Wipperfürth in den nächsten Jahren etwas bewirken“, sagt Frank Rütten. Und das zunächst auch, ohne dass das WippWerk eine feste Form hat. Vielleicht bilden sich viele kleine Netzwerke, die gemeinsam ins Machen kommen. Vielleicht erlebt Wipperfürth demnächst mal wieder einen großartigen Stadtevent – von Bürgern für Bürger, mit Streetfoodfestival und Top-Bands. Oder eine Start-up-Szene entsteht. Oder die volldigitale Rabattkarte für den Handel kommt. Oder ein ganz neues Ladenlokal. Oder der Tourismus wird angekurbelt. In diese Richtungen gingen schon die ersten Ideen. Oder, oder … denn Möglichkeiten gibt es viele. Hauptsache, das Ja-Aber-Sagen hört auf. Und nebenbei entsteht womöglich ein ganz neuer, starker, selbstbewusster Wipperfürther Lifestyle. Gummersbach macht das ja gerade ganz gut vor rund ums Steinmüllergelände. Um viel zu erreichen, braucht es Beständigkeit: Deshalb steht auch der Termin fürs nächste WippWerk schon fest: Donnerstag, der 24. Oktober, um 19 Uhr in der Alten Drahtzieherei. Dann wird weiter kreativ am Wipperfürth von morgen gearbeitet.

www.wippwerk.de