Lass ma den Meister ran!

Gekocht hat er schon immer gern. Aufwändig. Gegrillt auch. Aber vor seinem 40. Geburtstag eben noch … anders. Mit einem Gasgrill. So weit so schön. Und dann schenkt ihm seine Frau Bianca einen Kugelgrill von Weber. Sie erfüllt ihm damit einen Herzenswunsch. „Ich hatte schon immer Bock auf Kohle“, erzählt Stephan Berghaus und schmunzelt. Sagen wir‘s mal so: Das haben Tausende andere Hobbygriller sicher auch. Aber die wenigsten starten damit so durch wie der Wipperfürther. „Letztlich ist es so: Was du auf dem Herd oder im Ofen machst, geht auf dem Grill auch. Nur einfacher, mit einer sehr rudimentären Quelle. Genau das reizt mich.“ 

So sehr, dass er sich mit ein einigen Freunden vor ein paar Jahren gedacht hat: Beim Bergisch Barbecue in Odenthal, da gehen wir jetzt einfach mal hin und machen da mit. Berghaus erinnert sich noch gut, wie er sich dabei anfangs vorkam: „Mega verloren! Wir standen da mit unserem Steckpavillon und zwei Biertischen.“ 

Ein paar Stunden später, nachdem die oberbergischen Newcomer den Event gerockt und aus dem Stand Platz fünf erreicht hatten – da kamen sie sich dann zu Recht wie Gewinner vor. Und fielen plötzlich auf. „Direkt danach kam ein Hersteller von Grillkohle zu uns und fragte an, ob die uns sponsern dürften.“ Berghaus dachte, er habe sich verhört. Seitdem muss er sich jedenfalls um zu wenige Soßen für seine Grillsessions keine Sorgen machen. Wobei er am liebsten selber die Soßen, Gewürzmischungen und Rezepturen zusammenstellt. Inzwischen bekommt er auch vom Solinger Messerhersteller Wüsthof das passende Equipment. Und genau das – Messer, Kohle, Soßen und Gewürze – nimmt er auch mit, wenn er zu den angesagtesten Grillwettbewerben der Welt reist. Allein im vergangenen Jahr trat er bei 15 Events an, unter anderem in Amerika, Schottland, Belgien und in den Niederlanden. 

Denn nach dem Überraschungserfolg in Odenthal hatten er und sein Team, dazu gehört auch schon mal seine Frau Bianca, natürlich Blut geleckt. Berghaus schloss sich der German Barbecue Association an, die bei einem Wettbewerb immer drei Gänge zubereitet, und später dann der amerikanischen Kansas City Barbecue Society. Hier fühlt er sich wohler, denn: „Es geht den Amerikanern mehr um das ursprüngliche Grillen, sie sind da ein bisschen stringenter. Es gibt immer vier Kategorien von Fleisch: Schweineschulter, Spareribs, Chicken, Rind.“ Der Vorteil für die Grillfreaks: Sie wissen, was jeweils auf sie zukommt und können ihre Zeit und Energie in die Rezeptur stecken. Das kann zur Wissenschaft werden: „Ich muss genau wissen, bei welcher Zuckermenge in der Soße das Fleisch wie aussieht. Muss den perfekten Garpunkt finden. Das Fleisch muss nicht nur super schmecken, sondern auch aussehen wie gemalt. Rund. Mit Raute im richtigen Winkel.“ Dafür braucht Berghaus zum Glück kein Geodreieck am Grill, sondern kann auf seine Erfahrung und sein Können vertrauen. 

Er hat es bereits in der Kategorie „Brisket“ unter die besten elf Grillteams in Europa geschafft und sich unter anderem für die Steakweltmeisterschaft in den USA qualifiziert. 350 Teams aus aller Herren Länder, von China bis Mexiko, waren dabei. „Die Einladung kam als Golden Ticket, ein bisschen wie Willy Wonkas Eintrittskarte, nur ohne Schokolade“, erzählt Stephan Berghaus. Die Grills selbst werden bei internationalen Contests gestellt – und er besitzt mittlerweile dasselbe Modell, wie es meist auch in den USA eingesetzt wird. Dorthin fliegt er auch dieses Jahr wieder, in den Herbstferien zu den World Food Championchips. Mit einem sechsköpfigen Team. Und Sponsoren im Rücken. Die Grillprofis werden sich ein Haus mieten, vor dem eigentlichen Event tagelang grillen, würzen, verfeinern. Für das perfekte Barbecue. 

Aber Berghaus bleibt auch gerne in der oberbergischen Heimat. Zum Beispiel, um jeden zweiten Freitag im Monat in Vöpels Greenhouse in Hückeswagen mit anderen Grillfans sein Know-how zu teilen. Die Grillseminare, von denen auch ENGELBERT eines verlost (siehe übernächste Seite) sind sehr beliebt. 

Kaum zu glauben, dass Stephan Berghaus, der hauptberuflich beim Rettungsdienst des Oberbergischen Kreises arbeitet, auch noch Zeit hat, Bücher zu schreiben. Macht er aber mit dem „Wild Kitchen Project“. Und berichtet darin zum Beispiel darüber, wie man Wild und Weiderind aus nachhaltiger Zucht gekonnt zubereitet. Und wie wichtig es ist, auf gutes Fleisch zu setzen statt auf jenes aus Massentierhaltung. 

In Sachen Grillen und Fleischzubereitung macht Stephan Berghaus so schnell keiner was vor. Hat er denn auch Grillschwächen? Oder eine Fleischsorte, die ihm nicht so
zusagt? „Also, meine Spareribs werden immer besser. Chicken ist nicht so meins, aber da bin ich bei einem der letzten Wettbewerbe endlich auch in die Punkte gekommen.“ Das soll auch so bleiben.
Die World-Championchips gewinnen? Warum nicht? So schnell, wie Berghaus in der Grillerszene durchgestartet ist. Gut, dass ihn seine Frau damals so sinnvoll beschenkt hat!

Das Gewinnspiel: Grillkurs, Buch,Gewürze und Soßen ergattern!

ENGELBERT verlost ein richtig fettes Grillpaket.
Ein Basis-Grillseminar mit Stephan Berghaus in Vöpels Greenhouse im Wert von
79 Euro, dazu sein aktuelles Grillbuch sowie drei
köstliche Soßen. 

Hier die Preisfrage:
Zu welchem Geburtstag hat Stephan Berghaus seinen ersten Kohlegrill geschenkt bekommen?

Mailen Sie die Antwort an
engelbert@juhrmade.de.
Einsendeschluss: 31.8.2019.

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