Hier zu Haus

Herr Schmitz, lassen Sie uns ein kleines Jubiläums-Interview-Spiel spielen. Ich beginne einen Satz, Sie vollenden ihn. Also, los geht’s. Als Sie sich mit Ihrer Ehefrau vor 25 Jahren in der Immobilienbranche selbstständig gemacht haben …

… da hatte ich schon einen ziemlich abwechslungsreichen beruflichen Werdegang hinter mir. Gelernter Groß- und Einzelhandelskaufmann – aber in der Firma gefiel es mir nach der Ausbildung nicht. Dann zog es mich weiter ans Finanzamt, wo bereits meine Schwester und mein Vater tätig waren. Nach fünf Jahren merkte ich jedoch, dass ich einen Tapetenwechsel brauchte. Die nächsten 35 Jahre nur am Schreibtisch sitzen und Steuererklärungen bearbeiten war für mich keine Option. 

Ausgerechnet Ihr Engagement in der Jugendarbeit und der Kontakt zur katholischen Kirche war maßgeblich für ihre spätere Karriere, denn …

… die Kirche besaß und besitzt eine Menge an Liegenschaften: Grundstücke, Mietshäuser, Bauernhöfe und Wald.
Ich wechselte als Liegenschaftsverwalter zur Katholischen Kirchengemeinde St. Nikolaus und hatte 16 Jahre einen interessanten und abwechslungsreichen Job. Irgendwann fragte mich dann mein Onkel, der Immobilienmakler Wegerhoff, ob ich denn dieselben Tätigkeiten, die ich bei der Kirche erledigte, nicht auch für ihn übernehmen könne. Damals begann ein Boom und immer mehr Menschen kauften sich Eigentumswohnungen und suchten einen Verwalter.

Das eine zu beginnen, ohne das andere komplett aufzugeben, ist ein sinnvoller Weg in die Selbstständigkeit, weil …

… man erst mal noch eine sichere Basis hat. Ich arbeitete zunächst im Nebengewerbe, ließ das meinen Chef aber wissen: Fünf Jahre später, im August 2000, habe ich dann den sicheren Job gegen die „Selbstständigkeit“ getauscht. Heute haben wir fünf feste Mitarbeiter, die bereits seit vielen Jahren Bestandteil unseres erfolgreichen Teams sind. Ich hatte durch den Kirchenjob natürlich den Vorteil, dass mich viele Wipperfürther kannten. Das ist in dem Job extrem wichtig. Der gute Draht zu den Menschen.

Heute bieten wir neben dem klassischen Makeln, Verkauf und Vermietung von Immobilien, die Verwaltung von Wohnungseigentums- und Miethausobjekten an. 

Diese Mischung aus dem Verkauf und der Vermietung von Immobilien auf der einen Seite und der Immobilienverwaltung auf der anderen ist deswegen sehr flexibel und zukunftssicher, weil …

… wir aufgrund unserer langjährigen Kontakte und Erfahrung den Eigentümern ein komplettes Paket rund um die Immobilie anbieten können. Die steigende Anzahl von uns betreuter Immobilien in Wipperfürth, Lindlar und Engelskirchen ist ein klarer Beleg dafür, dass wir mit unserer Strategie auf dem richtigen Weg sind. Und: Erfolg macht erfolgreich! In der Immobilienvermarktung wurden wir in den Jahren 2013, 2014 und 2017 durch das FOCUS-Magazin zu den Deutschland-Top-1.000 Maklern bewertet. 

Selbstständigkeit in Vollzeit verläuft immer anders, als man es sich zunächst vorgestellt hat, zum Beispiel, weil …

… ich anfangs mal die Vorstellung hatte, dass ich die Kinder morgens in den Kindergarten bringe, dann in Ruhe ein paar Bahnen im Hallenbad ziehe und anschließend ins Büro fahre … ich war in diesen 25 Jahren weder morgens noch abends im Hallenbad und meist später zu Hause als geplant. Aber solch ein Unternehmen funktioniert eben nur mit Leidenschaft. Und ich freue mich immer, wenn sich unsere Kunden für diesen Einsatz in all den Jahren dann auch bedanken. Ebenfalls möchte ich mich an dieser Stelle bei meiner Frau und unserem tollen Mitarbeiterteam bedanken.
Einfach klasse!

In zwei bis fünf Jahren …

… werde ich mich aus der Geschäftsführung verabschieden und die Firma Schmitz-Immobilienservice an unseren Schwiegersohn Pierre Schildberg übergeben. Ich werde mich dann mehr meinen Hobbys widmen. Reisen, Radfahren und die Umgebung mit meinem 65 Jahre alten Traktor EICHER EKL 15 unsicher machen. Und ich kümmere mich weiter um die Geschäftsführung der Forstbetriebsgemeinschaften Wipperfürth und Klüppelberg, welche ich schon über zwei Jahrzehnte ausübe. Dort bin ich Ansprechpartner und zuständig für die Waldbesitzer und stehe in engem Kontakt mit den Förstern. Derzeit mache ich mir aber Sorgen: Denn nach dem trockenen Sommer im letzten Jahr ist der Borkenkäfer sehr aktiv und schadet massiv den Fichtenbeständen. 

Nur: Ohne die Fichten, und da schließt sich der Kreis zum Thema Immobilien, bauen Sie keinen vernünftigen Dachstuhl auf ein Haus. Daher hoffe ich, dass sich die heimischen Wälder erholen werden.

www.schmitz-immobilienservice.de