So elektrisierend kann Radfahren sein

So, da vorne, am Ende der Neyesiedlung in Wipperfürth, kommt also ein leichter Anstieg. Schön, nur her damit. Zwei Gänge runtergeschaltet, dafür den E-Motor von Eco über Tour auf Sport gestellt. Und weiter geht‘s. Im Sitzen. Total entspannt. Mit einem Lächeln im Gesicht, und das nicht nur wegen Sonne und 18 Grad Ende Februar. Sondern, weil das Fahrgefühl auf diesem E-Bike von Riese und Müller einfach … unbeschreiblich ist. Na ja, nicht ganz, wir schreiben ja drüber. Und das voller Freude. Die beginnt schon einige Minuten zuvor, als mir Werner Röttel-Volmerhausen von RR-Bikes die beiden Modelle erklärt, mit denen wir gleich auf die Piste gehen. 

Die sind nicht nur technisch beeindruckend, sondern legen auch vom Design her einen echt coolen Auftritt hin. Das weiße Bike, ein Nevo GT, welches ich gleich fahren darf, ist ein Tiefeinsteiger (kein Damenrad, wie mich Werner schnell korrigiert!). Der Akku des Elektromotors ist im Rahmen verbaut. Elegant und praktisch zugleich, denn aufladen kann man ihn direkt über den Anschluss am Bike. Oder alternativ auch herausnehmen. Das rote Modell Delite bringt gleich zwei Bosch-Akkus neuester Generation mit und ist damit fit für extra lange Touren. Die können neben asphaltierten Wegen auch über befestigte Strecken in Feld und Wald führen, denn die dicken Reifen und die Vollfederung lassen aber mal gar nichts anbrennen. 

Okay, jetzt aber los. Helm auf und in die Pedale treten. Das Geniale am E-Bike-Fahren: Gleichmäßiges aktives Treten wird belohnt! Denn wer sich einmal einen Rhythmus angewöhnt hat, kann sich prima vom Motor helfen lassen. Stelle ich den ganz aus, was zum Beispiel Sinn macht, als wir auf dem Weg zur Bever-Staumauer in Hückeswagen ein ganzes Stück bergab fahren, rollt mein Nevo dank perfekter Laufruhe einfach nur dahin. Und rollt. Und rollt. Das ist kein Radfahren, das ist Schweben, zumal Po und Hände dank des ergonomischen Sitzes und der optimal geformten Griffe perfekt liegen. 

Dann eine leicht ansteigende Gerade. Auf Eco geschaltet, in Ruhe weitergetrampelt und der Motor hilft spürbar, aber sehr dezent mit. Und was zeigt die Reichweite? Knapp 80 Kilometer. Auch dreistellige Werte sind drin, gerade, wenn es noch wärmer wird. „Je steiler der Anstieg, desto stärker sollte man den Motor dazuschalten, aber auch nicht im Turbomodus den ganzen Berg hochrasen“, empfiehlt Werner Röttel-Volmerhausen. Denn: Der Turbo hat vor allem die Funktion, zeitweise, wenn es wirklich arg nach oben geht, zu unterstützen. Damit auch Freizeitfahrer ohne Stress und Atemnot jeden Anstieg locker-flockig meistern. Ich fahre meist im Eco-Modus. An den Anstiegen, auch auf dem Rückweg, reicht in der Regel der zweithöchste Modus Sport. Faustregel: Je weniger der E-Motor arbeiten muss, desto länger hält der Akku. 

Und doch: Ein bisschen Action muss nach kurzer Rast an der Bever-Mauer einfach mal sein! Aus dem Stand in den Turbo-Modus. Mal schauen, was geht. Die Zeit stoppen. Uuund … 25 km/h. Nach 4,5 Sekunden Holla. Das geht ja mal richtig ab. Der E-Motor schaltet übrigens automatisch ab, sobald er Fahrerin oder Fahrer die 25 km/h-Schallgrenze erreichen – es ist ein E-Bike, kein Mofa. 

Das Schönste an diesem Vormittag auf dem E-Bike von Riese und Müller: Ich fühle mich, obgleich sonst seher selten in Wipperfürth mit dem Fahrrad unterwegs, vom ersten Moment an total sicher und sprichwörtlich fest im Sattel. Das Fahrgefühl ist genauso herausragend wie die gesamte Ausstattung und Verarbeitung des Rades. Gekauft! Oder geleast: Als Partner von Jobrad bietet RR Bikes auch Firmenräder für Selbststän
dige wie Angestellte an. Gesünder und mit mehr Spaß kann man kaum ins Büro fahren.