Zurück ins Leben

Es passiert. Einfach so, von jetzt auf gleich. Mitten im Satz. Während einer einfachen Bewegung. Und dann ist alles anders. Denn ein Schlaganfall verändert das Leben unter Umständen komplett. Das des Betroffenen. Und das der Angehörigen. Zahlreiche Kliniken, auch in Oberberg, haben inzwischen Stroke Units eingerichtet, um schnellstmögliche Hilfe zu bieten. Aber was ist mit der Zeit danach? Der Reha? Dem Weg zurück ins Leben? Auf diesem begleiten zum Beispiel die eigens ausgebildeten Schlaganfall-Fachberater von
Goll & Schracke Massing die Menschen. 

Das Unternehmen versorgt seine Kunden ganzheitlich. Jene, die einen Schlaganfall erlitten haben, und ihre Angehörigen.

Das Ziel: Sie umfassend zu versorgen. Während der gesamten Behandlungsdauer. Und immer aus einer Hand. Was bedeutet das? „Dass wir schon ab dem Moment für die Menschen da sind, da sie aus der Klinik entlassen werden“, erklärt Andreas Koch, selbst zertifizierter Schlaganfall-Fachberater bei Goll & Schracke Massing. Er kümmert sich zum Beispiel darum, dass seine Kunden fachgerecht und mit den für sie geeigneten Hilfsmitteln versorgt werden, auch bei einem möglichen Notfall. 

Wichtig ist es, die Menschen wieder mobil zu machen. Ihnen alle Möglichkeiten zu bieten, so schnell und gut es geht ins Leben zurückzufinden. Dazu trägt natürlich auch eine umfassende Beratung im häuslichen Umfeld bei. 

Denn jeder Schlaganfall verläuft anders, und jede Familie hat jeweils andere Lebensumstände, Wohnverhältnisse und so weiter. Da kommt es darauf an, die beste Lösung für jeden Einzelfall zu finden. Und Hilfe zur Selbsthilfe zu bieten:
„Wir erklären ausführlich und umfassend, wie die jeweiligen Hilfsmittel angewendet werden. So können Patienten und Angehörige diese selbstständig einsetzen und ihren Alltag besser bewältigen“, erläutert Koch. Das kann für das Pflegebett ebenso gelten wie für einen Rollator. Im Fachgeschäft in Wipperfürth bekommen die Kunden übrigens viele der benötigten Alltagshilfen. 

Goll & Schracke Massing greift in seiner Beratung auf ein breites Wissen und eine hohe Fachkompetenz aus der Rehatechnik, Orthopädie und Pflege zurück. Denn es ist wichtig zu wissen, was in Sachen Hilfe alles möglich ist, unterstreicht Andreas Koch und nennt ein Beispiel: „Für manche Menschen bedeutet nach einem Schlaganfall jeder Schritt eine Sturzgefahr. Grund dafür ist oft eine Fußheberschwäche. Ihnen hilft die funktionelle Elektrostimulation (FES), um wieder mehr Selbstständigkeit und Sicherheit beim Gehen zu erlangen.“

Ebenfalls gut zu wissen: Wer einen Angehörigen mit anerkanntem Pflegegrad zu Hause pflegt, hat pro Jahr einen Anspruch von 480 Euro auf Pflegehilfsmittel, welche die Pflege und den Patientenalltag erleichtern sollen.

Smoothie? Klar … aber grün!

 

Sie gelten als Vitaminbomben. Aber Obacht: Smoothies, die nur aus Früchten bestehen, sind auch Fruktosebomben. Besser sind grüne Smoothies mit einer ordentlichen Portion an frischem Gemüse. Hat auch Peter Wittfeld vom Geschenkhaus Waldmann in Wipperfürth festgestellt, der sich in den letzten Jahren intensiv mit den passenden Zutaten und der perfekten Zubereitung befasst hat. Nicht nur das: Eine komplette Mahlzeit hat er durch einen gesunden grünen Smoothie ersetzt. Ergebnis: Nicht nur die Pfunde purzelten. „Das allbekannte Hungergefühl zwischen zehn und halb elf war weg. Meine Gelenkbeschwerden gingen komplett weg. Es ging mir besser, insbesondere auch dem Darm.“ Für den perfekten Smoothie braucht man den passenden Mixer. Er selbst nutzt zum Beispiel die des Kölner Herstellers bianco, die er auch seinen Kunden empfiehlt – diese können den Mixer auch gerne testen.

Sein Tipp für Grüner-Smoothie-Beginner: Ausprobieren! Als Basis dienen in der Regel Äpfel und/oder Bananen. Aber dann: „Frischer Spinat eignet sich sehr gut, ebenso Grünkohl. Ab dem Frühsommer auch ganz hervorragend Brennnesseln und andere essbare Wildkräuter. Etwas Ingwer ist auch immer eine gute Idee.“

Was dagegen gar nicht geht, sind Lebensmittel, die zunächst erhitzt werden müssen, wie zum Beispiel Kartoffeln oder Bohnen. Besser weglassen! Stattdessen mit Obst und Gemüse munter variieren und am besten mit kleineren Portionen anfangen. Bis der Favorit gefunden ist.

Ansonsten einfach mal ausprobieren!

So, und wenn der Smoothie dann im Glas ist – wie kriege ich den Mixer sauber? Ganz einfach: Nicht schrubben! Wasser und Spülmittel ins Gefäß geben und – aufdrehen! Dann reinigt sich der Mixer von ganz alleine. Hier gibt es ihn:

http://www.geschenke-gesund-kochen.de

Das ENGELBERT-Rezept:
Grüner Smoothie

  •  eine Banane
  •  zwei Äpfel
  •  zwei Birnen
  •  zwei Handvoll frischer Spinat
  •  zwei Handvoll Brennesseln
  •  300 ml Wasser
  •  eine Handvoll Nüsse
  •  ein Stückchen Ingwer

Alles zusammen in den Mixer. Kräftig durchmixen. Abschmecken. Fertig!

Gutes tun

Manchmal ist es der Zufall, der ein Leben verändert. Das eigene. Und das vieler anderer. „Haben Sie schon vom Sohn meiner Cousine gehört? Von Nick? Der ist erst vier und hat einen Gehirntumor, der nicht operiert werden kann. Die Ärzte haben ihn zum Sterben nach Hause geschickt.“ Es ist das Jahr 2011, als Bettina Hühn diese wenigen Sätze hört über eine Familie und ihr Kind, die sie noch nie im Leben gesehen hat. Aber diese Sätze brennen sich ein. „Das war wie ein Unfall, der einem passiert. Und nicht mehr loslässt“, erinnert sich die gelernte Hotelfachfrau heute zurück. Was genau sie daran so bewegt hat? Vielleicht diese suggerierte Endgültigkeit. Da wird einer Familie gesagt: So, das war es. Dein Kind wird sehr bald sterben. Sieh mal zu. „Mit Nick hat alles angefangen. Er ist quasi unser Gründungskind“, sagt Bettina Hühn heute, sieben Jahre, nachdem sie „Helfende Hände Oberberg“ ins Leben gerufen hat. 

In dieser Zeit hat sie viele schwer kranke Kinder begleitet. Auch bis in den Tod. Hat am Sterbebett gesessen. Vor allem aber hat sie helfen können. Denn sie setzt sich für Familien ein, die scheinbar jede Hoffnung verloren haben. Sie kämpft für sie. Zum Beispiel für
Zuschüsse von Krankenkassen für dringend benötigte Hilfsmittel oder Therapien, die diese oft zunächst nicht finanzieren wollen. Bettina Hühn fackelt nicht lange, wenn ihr eine Sache wichtig ist. Sie macht, packt an. Kurz nachdem sie Nick und seine Familie kennen lernte, besorgte sie sich über private Kontakte unter anderem eine Inkontinenzmatratze, Desinfektionsmittel und weitere wichtige Utensilien. Denn es fehlte an vielem: „Da schickt man ein Kind zum Sterben nach Hause, ohne, dass die Versorgung gewährleitet ist.“ Bei diesem Satz hebt die toughe, souveräne, starke Frau ihre Stimme. Weil sie auch nach Jahren nicht versteht, warum manche Krankenkassen manche Leistungen einfach nicht gewähren. Deshalb ist sie zum Sprachrohr geworden und vertritt Eltern, die sich an sie wenden, bei Kassen, Ärzten oder auch Kliniken. Die Familien, die sie betreut, kennt Bettina Hühn alle persönlich.

Aber es geht ihr nicht nur um eine gerechte medizinische Versorgung. Sondern auch um ein bisschen Lebensfreude für schwer kranke Kinder und ihre Eltern, um Halt für Familien, deren komplettes Leben die Krankheit auf den Kopf gestellt hat, was insbesondere die Mütter oft stark belastet. Es geht um das Erfüllen von (manchmal letzten) Wünschen, um Ausflüge und Events. Und manchmal auch darum, einen Begleithund mitzufinanzieren, wie etwa für den schwer kranken Paul. Und ja, es geht auch um Öffentlichkeit. Um auf das Schicksal betroffener Kinder aus dem Oberbergischen und ihren Bedarf an Hilfe aufmerksam zu machen. Helfende Hände Oberberg ist Bettina Hühns private Initiative, die
2013 als Projekt in die Ursula-Barth-Stiftung integriert wurde  – deren Vorsitzende Bettina Hühn seit 2013 ebenfalls ist. Die Stiftung finanziert sich über Spenden. Und wer die sammeln möchte, muss über das Gute sprechen, das er tut. 

Bettina Hühn ist froh, sich über die Jahre ein gutes Netzwerk aufgebaut zu haben. Und was sie für die Kinder in den letzten Jahren erreicht hat, beeindruckt sehr. Am 15. und 16. Juni findet zum sechsten Mal der Nick & Co. Cup statt, ein Jugendfußballturnier der SpVg Dümmlinghausen-Bernberg, zu dem nationale und internationale Top-Teams nach Gummersbach kommen, unter anderem vom 1. FC Köln, FC St. Pauli und Juventus Turin. Sie alle kicken für den guten Zweck. Am 8. November veranstaltet Bettina Hühn „Eine Nacht für Nick & Co.“ in der Halle 32, eine Spendengala mit Drei-Gänge-Menü und großem Showprogramm samt anschließender Party. 

Die Erlöse kommen direkt den Kindern zu Gute. Auch Heiner Brand, Schirmherr und Sonderbotschafter der Helfenden Hände, wird bei der Gala zu Gast sein. 

Bettina Hühn müsste all das nicht tun. Sie könnte weiter, wie früher einmal, als Reiseleiterin auf Kreuzfahrtschiffen um die Welt reisen. Aber sie will es so. Das Ehrenamt erfüllt sie so sehr, dass sie ihren Job inzwischen aufgegeben hat. „Ich selbst habe davon nichts“, sagt sie bescheiden. „Aber die Familien, denen ich helfe, haben davon alles.“ Auch die von Nick, dem Kind, das einst zum Sterben nach Hause geschickt wurde. Sein Tumor ist seit einigen Jahren inaktiv.
Nick wird im Juni zwölf Jahre alt.

Voll unter Strom

So still hier drin. Und so edel. Klar, der VW Golf setzt in der Kompaktklasse seit Jahren Maßstäbe, aber dieses Ambiente hier – wow. Das hätte ich eher zwei Modellklassen höher erwartet. Alle Anzeigen voll digital, der große Touchscreen in der Mittelkonsole ganz leicht zu bedienen, berührend einfach. Egal ob Navigation mit Geschwindigkeitsbegrenzungen und Informationen zur bisherigen Fahrtzeit und verbleibenden Reichweite oder allen Sendern des Digitalradios – alles ist super übersichtlich gestaltet. Und hat Charme: Ich kann zum Beispiel die Helligkeit und Farbnuancen der Rückfahrkamera individuell einstellen. 

Und die Stille? Sie hat einen Grund, denn obwohl wir, gestartet im Autohaus Bongen in Wipperfürth-Niederwipper, gerade Richtung Kreuzberg unterwegs sind, ist im Innenraum nichts, aber auch gar nichts zu hören. Dafür fühle ich was. Spüre den Antritt, die Geschwindigkeit. Kein Wunder: Die 136 PS des Elektromotors entfalten ihre Kraft schon bei einem leichten Tritt aufs Pedal, bringen sie direkt auf die Räder und der e-Golf geht ab wie … Schmitz‘ Katze. Und das stufenlos, denn wie alle Elektroautos verfügt auch der e-Golf über ein Eingang-Getriebe. Schalten? Verzögerung wie bei einer klassischen mehrstufigen Automatik? Nein und nein. Richtung Bevertalsperre schaue ich noch mal, was so geht. Wahnsinn. Ich werde förmlich in den Sitz gedrückt.
So fühlt sich sportliches Fahren an!

Das macht schon mächtig Spaß. Nicht nur auf der Geraden liegt der Golf perfekt auf der Straße, auch in den Kurven passt er sich super an. 

 

Sobald ich das Strompedal loslasse, habe ich zwei Möglichkeiten. Steht die Automatik auf D, rollt der Golf wie am Schnürchen gezogen dahin, als schwebten wir über die Straße. Mit „B“ kann ich die Rekuperation aktivieren, sprich der Motor bremst automatisch mit ab, was sich gerade in Oberberg lohnt, wenn man mal wieder bergab unterwegs ist. Über die Bremswirkung generiert der Golf Energie und lädt damit seinen Akku. 

Womit wir ja beim Lieblingsthema aller E-Auto-Fans und auch -Skeptiker wären – der Reichweite. Na, wie weit kommt er denn? Weit genug! So einfach ist das. Wir fahren den Golf an einem Sonnentag im Februar, bei Temperaturen um die zehn Grad, und der Bordcomputer errechnet für den VW, den wir voll aufgeladen übernommen haben, eine Reichweite von über 200 Kilometern. Das ist doch was. Damit kämen wir von hier bis Frankfurt. Vom Alltagseinsatz in der Region mal ganz zu schweigen. Zumal man im Oberbergischen und gerade auch in Wipperfürth an fast jeder Ecke eine Ladesäule findet. Auch das Autohaus Bongen hat eine. Das Laden wiederum ist kinderleicht. Wir testen die erste Schnellladesäule der BEW in Wipperfürth. Ladeanschluss am Golf geöffnet, das CCS-Schnellladekabel angeschlossen und in wenigen Minuten ist der Akku wieder voll. An einer Typ-2 Ladesäule oder der Wallbox zu Hause dauert das länger, keine Frage. Aber mal ehrlich, was macht denn der e-Golf, nachdem er puren Fahrspaß geschenkt hat? Genau, er steht. Da kann er auch laden. Und wer mit seinem e-Golf an die Nordsee will? Der macht halt ein, zwei kurze Pausen. Das sollte man ja so oder so tun. 

Und sonst? Bringt der e-Golf alles mit, was seine Fans an ihm lieben. Beste Verarbeitung, wohin man auch schaut, genug Platz für fünf Personen, ein zeitlos elegantes Design. Was diesen Wolfsburger so besonders macht, das steckt unter der Motorhaube. Und setzt mich so wunderbar unter Strom, dass ich gar nicht mehr aussteigen möchte.

Glorreiche Sieben

Hubschrauber von links. Wroaam!!! Schreie von oben. Bruchlandung. Und der ganze Sitz vibriert. Volle Action? Aber hallo. Denn SEVEN – das Kinocenter Gummersbach setzt Maßstäbe, wenn voraussichtlich im Mai die ersten Blockbuster auf sieben Leinwänden die Zuschauer in Atem halten. „Wenn man die Menschen ins Kino locken will, muss man HighEnd bieten“, weiß der Gummersbacher Bauherr und Investor Marc Schröder. Und HighEnd bieten er und Kinobetreiber Roland Wolf. In zwei der sieben Kinosäle wird Dolby Atmos für ein atemberaubendes Soundsystem sorgen, in den fünf anderen
geht es mit Dolby 7.1-Sound auch schon ordentlich zur Sache. Dazu modernste Lasertechnik in allen Kinos sowie in zwei Sälen zusätzlich die D-Box-Kinosessel, die sich passend zum Geschehen auf der Leinwand bewegen. So viel zur genialen Technik im SEVEN. 

Und sonst so? Geht es im neuen Kino steil nach oben, wie bei einer Vorab-Besichtigung im Kino 1 mit seinen 138 Plätzen (das größte hat übrigens 306) zu bestaunen war. Auch kleine Zuschauer sehen da immer alles. Ebenso Menschen mit Behinderungen, für die es zwei extra komfortable Stellflächen in den VIP-Bereichen gibt. Diese hat das Architekturbüro Hillnhütter, das beim Bau mit dem Bauunternehmen Verfuß zusammenarbeitete, übrigens für jeden Saal geplant. Und auf dem Dach wird eine PV-Anlage nachhaltig Strom produzieren.

In den Sälen wiederum werden nicht nur Kinohits laufen. Sie sollen auch für Vorlesungen und Weiterbildungen an die Technische Hochschule vermietet werden – und an jeden, gerne auch Unternehmer, der sie für eigene Events, zum Beispiel für Kunden, nutzen möchte. 

Kinofans bringen oft Hunger mit – der kann künftig im Themenrestaurant tavola gestillt werden. Betrieben wird es von allen Bekannten auf dem Steinmüllergelände: Messing Gastronomie ist auch für die Küche im 32Süd zuständig und wird im Kino Salate, Pizza und frische Pasta anbieten. Kino als Familienevent? Und ob. Zumal sich die Betreiber auch zur Parkgebühr etwas haben einfallen lassen und Kinogästen vergünstigte Forum-Parkplätze anbieten wollen. Echt oscarreif!

Fuffzig!

Joggen? Och jo. Walken? Ja, kann. Wandern? Aber so was von! Kein Wunder, dass gerade im Oberbergischen das Wandern zu den Top-Freizeitvergnügen zählt – die wunderschöne Landschaft im festen Schuhwerk zu erkunden, entweder zügig oder gemütlich, und ein Teil der atemberaubenden Natur zu werden, reizt viele Menschen.

Wer auch darauf steht, für den ist am 27. April in Wipperfürth nur eine Woche nach Osten schon quasi Weihnachten – bei hoffentlich besserem Wetter. Denn: die Bergischen 50 kommen in die Hansestadt. Und sie bleiben! Der Veranstalter, McTrek Outdoor Sports, hat sich mit der Stadtverwaltung gleich auf ein ganzes Paket für den Wanderevent geeinigt. Fünf Jahre in Folge soll die Erlebniswanderung vom Stadtzentrum aus starten. Die Zahl ist selbstverständlich Programm: Gewandert werden 50 Kilometer – an einem Tag. Jeder, der das innerhalb von zwölf Stunden schafft, kommt auch in die Zeitwertung. Wobei, mal ganz ehrlich, die Zeit doch eine Nebenrolle spielt. Wichtig ist es dabei zu sein, noch wichtiger, die Route mit allen Sinnen zu genießen. Die führt von Wipperfürth aus unter anderem über Egen und Radevormwald nach Hückeswagen und wieder zurück, stets über gut ausgeschilderte Wanderwege. Höhenprofil und GPS-Daten kann sich jeder Teilnehmer auch besorgen.

So, und jetzt sagen Sie: Wat? Um 8 Uhr starten und dann hier gleich 50 Kilometer wandern? Och … nee … aber so ein Stück würde mir ja reichen? Kein Problem: Zum einen kann man die Strecke auch als Zweier- oder Viererstaffel antreten, auch Firmenstaffeln soll es geben. Zum anderen sind alle fünf bis sieben Kilometer Verpflegungsstände aufgebaut, an denen man sich nicht nur mit Wasser und Kaffee, Energieriegeln oder Obst stärken, sondern sich, wenn die Füße schmerzen, per Shuttlebus nach Wipperfürth zurück fahren lassen kann. 

So elektrisierend kann Radfahren sein

So, da vorne, am Ende der Neyesiedlung in Wipperfürth, kommt also ein leichter Anstieg. Schön, nur her damit. Zwei Gänge runtergeschaltet, dafür den E-Motor von Eco über Tour auf Sport gestellt. Und weiter geht‘s. Im Sitzen. Total entspannt. Mit einem Lächeln im Gesicht, und das nicht nur wegen Sonne und 18 Grad Ende Februar. Sondern, weil das Fahrgefühl auf diesem E-Bike von Riese und Müller einfach … unbeschreiblich ist. Na ja, nicht ganz, wir schreiben ja drüber. Und das voller Freude. Die beginnt schon einige Minuten zuvor, als mir Werner Röttel-Volmerhausen von RR-Bikes die beiden Modelle erklärt, mit denen wir gleich auf die Piste gehen. 

Die sind nicht nur technisch beeindruckend, sondern legen auch vom Design her einen echt coolen Auftritt hin. Das weiße Bike, ein Nevo GT, welches ich gleich fahren darf, ist ein Tiefeinsteiger (kein Damenrad, wie mich Werner schnell korrigiert!). Der Akku des Elektromotors ist im Rahmen verbaut. Elegant und praktisch zugleich, denn aufladen kann man ihn direkt über den Anschluss am Bike. Oder alternativ auch herausnehmen. Das rote Modell Delite bringt gleich zwei Bosch-Akkus neuester Generation mit und ist damit fit für extra lange Touren. Die können neben asphaltierten Wegen auch über befestigte Strecken in Feld und Wald führen, denn die dicken Reifen und die Vollfederung lassen aber mal gar nichts anbrennen. 

Okay, jetzt aber los. Helm auf und in die Pedale treten. Das Geniale am E-Bike-Fahren: Gleichmäßiges aktives Treten wird belohnt! Denn wer sich einmal einen Rhythmus angewöhnt hat, kann sich prima vom Motor helfen lassen. Stelle ich den ganz aus, was zum Beispiel Sinn macht, als wir auf dem Weg zur Bever-Staumauer in Hückeswagen ein ganzes Stück bergab fahren, rollt mein Nevo dank perfekter Laufruhe einfach nur dahin. Und rollt. Und rollt. Das ist kein Radfahren, das ist Schweben, zumal Po und Hände dank des ergonomischen Sitzes und der optimal geformten Griffe perfekt liegen. 

Dann eine leicht ansteigende Gerade. Auf Eco geschaltet, in Ruhe weitergetrampelt und der Motor hilft spürbar, aber sehr dezent mit. Und was zeigt die Reichweite? Knapp 80 Kilometer. Auch dreistellige Werte sind drin, gerade, wenn es noch wärmer wird. „Je steiler der Anstieg, desto stärker sollte man den Motor dazuschalten, aber auch nicht im Turbomodus den ganzen Berg hochrasen“, empfiehlt Werner Röttel-Volmerhausen. Denn: Der Turbo hat vor allem die Funktion, zeitweise, wenn es wirklich arg nach oben geht, zu unterstützen. Damit auch Freizeitfahrer ohne Stress und Atemnot jeden Anstieg locker-flockig meistern. Ich fahre meist im Eco-Modus. An den Anstiegen, auch auf dem Rückweg, reicht in der Regel der zweithöchste Modus Sport. Faustregel: Je weniger der E-Motor arbeiten muss, desto länger hält der Akku. 

Und doch: Ein bisschen Action muss nach kurzer Rast an der Bever-Mauer einfach mal sein! Aus dem Stand in den Turbo-Modus. Mal schauen, was geht. Die Zeit stoppen. Uuund … 25 km/h. Nach 4,5 Sekunden Holla. Das geht ja mal richtig ab. Der E-Motor schaltet übrigens automatisch ab, sobald er Fahrerin oder Fahrer die 25 km/h-Schallgrenze erreichen – es ist ein E-Bike, kein Mofa. 

Das Schönste an diesem Vormittag auf dem E-Bike von Riese und Müller: Ich fühle mich, obgleich sonst seher selten in Wipperfürth mit dem Fahrrad unterwegs, vom ersten Moment an total sicher und sprichwörtlich fest im Sattel. Das Fahrgefühl ist genauso herausragend wie die gesamte Ausstattung und Verarbeitung des Rades. Gekauft! Oder geleast: Als Partner von Jobrad bietet RR Bikes auch Firmenräder für Selbststän
dige wie Angestellte an. Gesünder und mit mehr Spaß kann man kaum ins Büro fahren.

15 Minuten in der Küche vom … Outback

 

Ein Kurzurlaub in Australien? Kein Problem. Und dafür muss man gar nicht erst tausende Kilometer zurücklegen. Denn Australien liegt hier direkt im Oberbergischen. Um genau zu sein, im Outback in Lindlar. Dort gibt es vom klassischen Burger bis hin zu exotischem Grillfleisch alles, was das Herz begehrt. 

Nicht zu vergessen die Kängurus. Wer hätte gedacht, dass die in Lindlar leben?

Im Outback sind sie zu Hause. Benetton, Sydney und Zoey sind von Anfang an mit dabei und nicht mehr wegzudenken.

ENGELBERT darf die besondere Empfehlung des Hauses probieren: Den Aussie-Galgen. „Daran sind schon einige gescheitert“, erzählt uns die Inhaberin des Restaurants lachend. Was die damit wohl meint? Wir werden es merken, sobald er fertig ist. Erst einmal ist der Galgen optisch ein echtes Highlight mit seinen Fleischsorten, die an einer Art Galgen flambiert werden. Ein echter Hingucker!

Und der kann auch grün: Zuerst wird die großzügige Beilage aus frischem Salat und Gemüse auf dem großen Holzbrett platziert. Dabei läuft mir schon das Wasser im Mund zusammen. Aber jetzt legt die Köchin des Outback erst richtig los. Rindersteak, Hühnchen- und Schweinefleisch werden mariniert und kurz angebraten. Gleichzeitig erhitzt sie den Galgen auf offener Flamme. 

In eine Pfanne füllt sie die selbst gemachte Pfeffersoße und gibt dann das besondere Etwas dazu – den Strohrum. Der sorgt gleich für ein wahrhaft feuriges Spektakel. Jetzt noch das Fleisch an den Galgen gehängt und dann kommt der besondere Moment. Feuerzeug an die Pfanne gehalten und wumms … Der gesamte Galgen brennt und das Fleisch wird flambiert. Und: Es wird auch in der Flamme serviert! Rein optisch schon ein echt tolles Erlebnis. Und dann schmeckt das Ganze auch noch total genial. 

Aber nicht nur für den Aussie-Galgen ist das Outback in Lindlar bekannt. Mit verschiedenen Specials verwöhnt das Team seine Gäste immer wieder aufs Neue. Ob es das „All you can eat“ mit Sparerips ist oder das ausgewogene Frühstücksbuffet. Und wer einfach nur was trinken möchte, ist hier ebenfalls bestens aufgehoben. Neben einer großen Cocktailkarte bietet das Outback natürlich auch original australisches Bier. 

sieht doch ganz sonnig aus

Sonne. Und wie. Mitte Februar flutet sie plötzlich die Dächer. Und es geht los. Jeden Tag, ab jetzt das ganze Jahr über, bis tief in den Herbst hinein. Photovoltaikanlagen planen,
montieren, in Betrieb nehmen. Die Solaris GbR aus Wipperfürth schreibt eine Erfolgsgeschichte. Seit zehn Jahren. Am 1. April 2009 haben der gelernte Schreiner und ehemalige Reiseverkehrskaufmann Andreas Savaris und Dachdeckermeister Axel Schmidt ihr Unternehmen gegründet. Als Quereinsteiger. 

Heute sind sie mit ihren 15 Mitarbeitern nicht nur in Oberberg die Experten für Photovoltaikanlagen. Diese sind beliebter denn je, kein Wunder also, dass Solaris bundesweit mit seinen Vertriebsmitarbeitern unterwegs ist und schon Anlagen an der Elster oder nahe Straßburg installiert hat. Das Erfolgsgeheimnis: „Wir haben uns auf die PV-Anlagen spezialisiert. Wir machen sie nicht als Zusatz, sondern ausschließlich.“ Das funktioniert so gut, dass Axel Schmidt seinen Dachdeckerbetrieb schon vor Jahren aufgegeben hat. Seine Fachkenntnis kann er perfekt für die Montage der Anlagen nutzen.
Andreas Savaris wiederum hat sein Hobby zum Beruf gemacht. 

Anfang 2006 hatte er von dem Thema noch so gar keinen Plan. „Meine Frau und ich waren damals auf der Suche nach einer Kapitalanlage als Vorsorge für die Rente. Ein Freund von mir meinte dann: Euer Hausdach zeigt doch zur Südseite. Setzt eine PV-Anlage drauf. Und ich hab nur geantwortet: PV – was?“ Auf dieses ,Was‘ fand er in den nächsten drei Jahren eine Menge Antworten.
Er meldete sich in Foren an, testete auf dem eigenen Dach verschiedene Solarmodule, vertiefte sein Wissen, hatte ein neues Hobby gefunden. Und immer mehr Wissen. „Als die Stadt Wipperfürth dann die ersten Dächer für die Nutzung mit Photovoltaik verpachtete, waren Axel und ich dabei“, erzählt Savaris. Kein Scherz: Genau am 1. April vor zehn Jahren gründeten die beiden ihre GbR, am 15. Juni wird gefeiert.

Zu Gründungszeiten tickten die Uhren noch ganz anders: Die Anlagen kosteten etwa viermal so viel wie heute, dafür war die Einspeisevergütung auch viel höher. Sprich: Man konnte mit Stromerzeugung Geld verdienen. Auch im regnerischen Oberberg, weil die Anlagen sehr effizient arbeiten und ihre Anschaffung nach neun bis elf Jahren amortisiert ist. 

Und heute? Arbeiten diese Anlagen noch effizienter und kosten in der Herstellung nur noch ein Bruchteil. Produzenten von Modulen kamen und gingen, die Solaris GbR

ist geblieben. Und wächst. Immer mehr Eigentümer entdecken die umweltschonende und nachhaltige Energieerzeugung für sich – denn es lohnt sich mehr und mehr, den Strom selbst zu verbrauchen. Im Haushalt, im Elektroauto. Weil Andreas Savaris und Axel Schmidt wissen, wie all das geht und sich permanent mit neuen Vorschriften für Montage und Einspeisung befassen, sind sie heute gefragt wie nie. Aber auch, weil sie ausschließlich Fachkräfte beschäftigen. Weil sie stets Module von Qualitätsherstellern montieren. Und weil sie die Anlagen für jeden Kunden nach dessen Bedarf maßgenau zusammenstellen. 

An der Hansestraße betreiben Savaris und Schmidt inzwischen mehrere Lagerhallen, die alle mit den eigenen PV-Anlagen bestückt sind. Ihr Beratungsbüro an der Hochstraße ist zugleich ein Showroom für moderne PV-Technik. 

Ob nun der Himmel in der Region blau oder grau ist, ob es um sieben oder um fünf hell wird – für Solaris sieht‘s ganz sonnig aus.