Volle Ladung Energie

 

An der ersten Schnellladesäule im Oberbergischen Land, direkt in Sichtweite zur BEW, kann man mit bis zu 50 Kilowatt in der Stunde sein E-Auto laden. Das bedeutet für die meisten aktuellen Modelle, dass sie in einer guten halben Stunde aufgeladen sind. Aber da geht noch mehr, oder?

Na klar. Wir haben direkt für die Zukunft gebaut und so viel Kupfer im Boden verlegen lassen, dass wir dort später weitere Ladepunkte ergänzen können. Selbst ein Schnelllader, der bis zu 150 Kilowatt in der Stunde schafft, ist denkbar. Diese Strategie ist nicht nur nachhaltig, sie wird auch vom Land gefördert. Die bisherigen Kosten von rund 45.000 Euro sind zu etwa 35 Prozent bezuschusst worden.

 

Wipperfürth und auch Hückeswagen sind ja wahre E-Auto-Oasen. 

Das ist richtig. Hier in der Region können wir Ladesäulen im öffentlichen Bereich platzieren. Das ist in Ballungsgebieten wie Köln schwieriger. Allein auf Wipperfürther Stadtgebiet haben wir acht öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte, dazu vier in Hückeswagen, und es kommen weitere dazu.

Auch mehr E-Autos?

Davon gehe ich aus. In Wipperfürth sind nach meiner Schätzung rund 40 E-Autos zugelassen. Und wir haben immer mehr Kunden, die sich über uns, wenn sie zum Beispiel ein Haus neu bauen oder sanieren, direkt eine Ladesäule installieren lassen oder demnächst mieten. Weil sie jetzt schon wissen: Mein nächstes Auto wird … ein elektrisches. Für diese Autofahrer ist dann auch der Autostromvertrag interessant, den die BEW bietet. Den haben längst nicht nur Kunden aus Oberberg bei Ihnen abgeschlossen …
Aktuell haben wir fast 1300 Autostromkunden deutschlandweit und sind an einem Netz aus rund 2400 Ladepunkten angeschlossen. Per App können die Kunden also von Nord nach Süd deutschlandweit an all diesen Punkten laden und dafür ihren Stromvertrag nutzen. Eine Ladung kostet maximal 33 Cent pro Kilowattstunde, je mehr man lädt, desto günstiger wird es.

Sie sind selbst begeisterter Elektroautauto-Fahrer, ebenso wie viele Ihrer Kollegen aus dem E-Mobilitäts-Arbeitskreis bei der BEW. Wird die Akzeptanz bei dem Thema größer?

Wird sie, aber es ist immer noch viel Halbwissen unterwegs. Zum Beispiel wenn es um CO2-Emissionen bei der Akkuherstellung der Autos geht. Gleichwohl haben immer mehr Menschen Interesse am Thema und ich kann alle nur einladen, sich von uns hierzu einmal unverbindlich beraten zu lassen. Und am 23. September zum Elektromobilitätstag im metabolon in Lindlar zu kommen.