Wollig warm

modeshooting

StrickFieber in Gummersbach zeigt Selbstgemachtes aus Wolle von LANA GROSSA für Sie und Ihn. Fotografin Tatiana Kauz inszenierte die Mode vor idyllischer Kulisse in Wipperfürth und in der Villa Ohl. Lust auf
individuelle Mode? Anleitungen und natürlich die Wolle selbst gibt es im StrickFieber.

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Aufs Herz hören

Einmal das Kabel ums Ohr legen, schauen, ob es passt, einen Knopf drücken und … Stille. Dann ein leises Schluchzen. Dem kleinen Jungen laufen Tränen übers Gesicht. Zum ersten Mal kann er die Stimme seiner Mutter richtig verstehen. Vor Freude fällt er Marcus Brungs um den Hals. Ein Gefühl, das dieser nie wieder vergessen wird.

 

Der Hörakustiker aus Engelskirchen hilft für den Verein „Medical Aid India“ regelmäßig in einem Camp im indischen Penukonda jenen Menschen, die schwerhörig od

er komplett gehörlos sind. Dreimal war Brungs mit anderen Helfern bereits in dem Camp, hat dort innerhalb von zwei Wochen zwischen 700 und 800 Menschen behandelt. Natürlich nicht allein – auch eine HNO-Fachärztin gehört zum Team, zudem Hautärzte und Allgemeinmediziner. Marcus Brungs ist beeindruckt, wie geduldig die Patienten in Indien sind: „Trotz der Masse an Menschen, die täglich hierher kommen und der langen Wartezeiten gibt es nie Streit. Alle warten in Ruhe.“

In Indien ist die Anzahl an Schwerhörigen oder sogar Gehörlosen sehr hoch. Vor allem viele Kinder sind davon betroffen. Oft bleibt das Leiden lange unentdeckt: „In Deutschland fällt so was direkt auf. Aber in Indien kann das schon mal untergehen. Bis es dann vielleicht zu spät ist und die Kinder keine Chance auf eine vernünftige Zukunft haben“, sagt Marcus Brungs. Oft erinnert er sich an ein sechzehnjähriges Mädchen zurück, das dank eines von ihm eingesetzten Hörgerätes wieder vernünftig hören konnte. Nach einem Jahr besuchte sie ihn wieder im Camp und war immer noch glücklich über ihr neues Hörvermögen. Die Reaktionen der Patienten – für Marcus Brungs die schönste Bestätigung seiner Arbeit. Die ist für ihn wie die anderen Helfer in Penukonda Ehrensache. Und ziemlich anstrengend. Da ist es wichtig, sich auch mal Pausen zu gönnen, einen Tempel zu besuchen, die indische Kultur kennenzulernen. Was er festgestellt hat? „Auch wenn die Menschen hier in einer ganz anderen Kultur leben, anders arbeiten als wir, anders essen und anders schlafen, so haben sie doch genau dieselben Beschwerden wie wir. Da sieht man, dass alle Menschen gleich sind.“

Auch die Untersuchungen laufen genauso ab wie in Deutschland. Bei diesen ist immer ein Dolmetscher dabei, sonst wäre die Kommunikation doch sehr schwierig. Ab und zu kommt auch ein indischer Hörgeräteakustiker ins Camp. Er hilft den deutschen Spezialisten und kann ohne die Sprachbarriere schnell helfen. Marcus Brungs weiß: Seine Einsätze und überhaupt die gesamte Organisation „Medical Aid India“ wären ohne Spenden überhaupt nicht möglich. Die Spendengelder fließen for allem in professionelles Equipment, um die Menschen so gut es geht zu behandeln. Die Reisekosten inklusive Flug und Unterkunft zahlen die Helfer alle selber. „Was wir dringend benötigen, sind nicht nur Geld-, sondern auch Sachspenden“, fordert Marcus Brungs. Er weiß auch: „Alle sechs Jahre werden in Deutschland die meisten Hörgeräte von den Krankenkassen ersetzt, auch wenn das Alte noch intakt ist. Genau diese Hörgeräte werden in Indien dringend gebraucht.“ Denn es gilt: Lieber ein gebrauchtes Hörgerät nutzen können als gar keins.

Seine nächste Indienreise hat Marcus Brungs für 2019 bereits geplant. Bis
dahin freut er sich über jeden Besuch und jedes abgegebene noch intakte
gebrauchte Hörgerät in seinem Geschäft in Engelskirchen-Ründeroth.

Genau mein Laden

Bio-Zweikorn, das frisch gemahlen und erst dann für den Brotteig verarbeitet wird. In einer Mühle, die zum großen Teil aus nachwachsenden Rohstoffen besteht. Eine Haube, die als Abdeckung für den Vorteig dient, der bis zu 72 Stunden geht und dabei fast ohne Hefe auskommt. Und ein Topf aus Gußeisen, in den das Brot zum Backen gelegt wird.

Das sind nur einige der Zutaten eines Brotbackseminars mit Peter Wittfeld. Wenn er das im Fachgeschäft seiner Frau Margret, im Geschenkhaus Waldmann, veranstaltet, kommen die Gäste aus dem Staunen nicht mehr heraus. Weil er mit so viel Liebe, Fachwissen für Zutaten, Timing und Zubehör zu Werke geht, dass man seine Liebe zum Brotbacken jederzeit spürt – und eine Menge dabei lernt. Das Faszinierende am Geschenkhaus Waldmann: Alle Produkte, mit denen Wittfeld arbeitet, können die Kunden kaufen. Sie anfassen. Sie testen. „Auch deshalb haben wir hier vor anderthalb Jahren die Küche einbauen lassen“, verrät Margret Wittfeld, die das Geschenkhaus seit Jahren mit großer Leidenschaft betreibt. Und mit einem Gespür für Produkte von bester Qualität, die ihre Besitzer über Jahre beim Backen und Kochen begleiten. Wie die Töpfe und Backformen von Le Creuset. Wie die Pfannen von Scanpan, die zu 100 Prozent aus recyceltem Aluminium bestehen. Gesund kochen, bewusst genießen – darum geht es im Geschenkhaus Waldmann. Da gehören ausgesuchte Liköre, Gewürze und Öle, etwa von Wajos und Jordan, natürlich dazu. Und selbstverständlich finden die Kunden im liebevoll eingerichteten Laden an der Unteren Straße 45 in Wipperfürth auch viele lustige, schöne und außergewöhnliche Geschenkideen.

Was für ein Gentle Man

 

Morgens um halb zehn in Lindlar … na, alle wach? Jetzt schon, sorry dafür, liebe Anwohner rund um den Kirchplatz, aber manchmal kann man nicht anders. Sonntagmorgen, der schönste Sonnenschein … und dann so ein Auto. Nein, kein Auto. Ein Gentleman. Einer der ganz alten Schule. Ein echter Alt-68er, denn in dem Jahr erblickte er erstmals das Licht der Straße. Und er hat sich all seinen Charme bewahrt, der Ford Thunderbird. Er zelebriert ihn, auf jedem seiner 536 Zentimeter Länge, mit jedem seiner 360 Pferde, mit jedem Gramm seiner 2,6 Tonnen.

Wie die acht Zylinder unter der Motorhaube, die so lang ist wie ein Sechsklässler groß, für ein Dauerwummern sorgen, bei dem sich nicht nur das Auto im lässigen Rhythmus bewegt, sondern die Insassen gleich mit – ein Traum.

Wie ihn das Einschalten des Lichtes zum Flirten verleitet, weil er dann mit den Vorderlampen klimpert – einfach umwerfend: Schaut her, ihr automobilen Einheitsautos des 21. Jahrhunderts, hier komme ich. Und über eure Stromlinienförmigkeit bin ich sowas von erhaben. Und was ihr uns als neu und innovativ verkauft, das kann ich schon lange. Servolenkung? Elektrische Fensterheber? Elektrisch verstellbare Sitze? Parkbremse, die sich beim Anfahren von selber löst? Hat der alles schon. Seit 50 Jahren, nix von wegen nachgerüstet und so.

So locker drauf wie der Thunderbird ist auch der, der ihn fährt. Muss man auch sein in einem Auto, das besser niemals ein Parkhaus von innen sehen sollte. Ralph Mayer ist damit den Sommer über im Oberbergischen unterwegs. Manchmal privat, meist aber für seine Kunden: Denn den Thunderbird und ihn als Fahrer kann man mieten. Für die Hochzeit zum Beispiel. Nur für die Fahrt vom Standesamt in die Kirche oder für den ganzen Tag. Denn der Ford gibt auch beim Paar-Shooting eine prima Figur ab.

Das liegt auch daran, dass Ralph Mayer den Thunderbird hegt und pflegt. Vor kurzem erst hat er einen schönen neuen elfenbeinfarbenen Lackanzug erhalten, und auch die Kopfbedeckung ist mit einem Dach aus echtem Vinyl, gestaltet von einer Sattlerin aus der Region, absolut stilecht. Bei einem kurzen Stopp vorm Schloss Heiligenhoven in Lindlar macht auch so mancher Wanderer eine kurze Verschnaufpause um doch mal einen zweiten Blick auf den Amerikaner zu werfen.

Für Mayer kein Ort wie jeder andere. „Hier habe ich seinerzeit das erste Mal ein Hochzeitspaar hingefahren, damals noch in einem geliehenen Ford Mustang“, erzählt der selbstständige Handwerker. Kurz darauf kaufte er sich einen Mustang, entdeckte dann in den Niederlanden den Thunderbird. „Ich fuhr mit meiner Partnerin hin, sah ihn durch
die Fensterscheibe stehen und wusste: Das ist meiner.“ Er wusste auch: Den in Schuss zu halten, ist nicht ganz unaufwändig. Zum Glück ließ sich seine Stammwerkstatt auf das Abenteuer amerikanischer Oldtimer ein.

Klar, dass sich Mr. Donnervogel auch mal den einen oder anderen Schluck genehmigt, um nicht nur in Fahrt, sondern auch anzukommen. „Ich hab immer einen 20-Liter-Ersatzkanister im Kofferraum“, sagt Ralph Mayer lächelnd, „man weiß ja nie.“ Nach einem ziemlich entspannten amerikanisch-oberbergischen Vormittag wissen wir jedenfalls eins, bei aller Vernunft, die unseren Alltag so oft bestimmt: Ein bisschen automobiler Rock’n’Roll darf ab und zu sein. Aber nur so richtig Oldschool.

Jetzt wird aber mal was getan!

Ich und mein Rücken. Mein Rücken und ich. Das ist echt so eine Geschichte. Vor vier Jahren schrieb sie ihr düsterstes Kapitel: Drei Wochen übelst flachgelegen, fast bewegungsunfähig vor Schmerz, und der Notdienstarzt fragte noch: „Und, was machen Sie beruflich?“ Und ich so: „Texter und Verleger. Sitzen, lesen, schreiben, sitzen.“ Und er: „Na prima.“ Bewegen kann ich mich wieder, obgleich mein Rücken ein fragiles Gebilde bleibt. Und mit diesem bin ich im Institut Frank Odenthal in Lindlar genau richtig. Warum? Weil es hier einfach nur um gesunde Bewegung geht. Weil ein Physiotherapiezentrum direkt integriert ist. Und weil der Rehasportler hier genau so gut aufgehoben ist wie der Leistungsathlet.

Bei Physiotherapeut Joshua bin ich direkt in guten Händen. Er löst nicht nur eine fiese Verspannung in meinem Nacken, sondern zeigt mir auch gleich ein paar effektive Übungen für zu Hause. Zum Beispiel jene, bei der ich meine Beine auf einen großen Ball lege und auf den Händen balanciere. Gar nicht so einfach. Frank Odenthal beobachtet das Ganze und sieht: Okay, der Mann braucht ein Training, das auf seinen Rücken zugeschnitten ist. Und zudem möglichst schonend beginnt.

Im ausführlichen Beratungsgespräch klärt er mögliche Risiken ab, außer meinem Rücken sind mir zum Glück keine bekannt. Ich werfe kurz einen Blick in den bestens ausgerüsteten Trainingsraum: Überall hochmoderne, individuell verstellbare Geräte und an den Geräten die unterschiedlichsten Menschen. Auf dem Ergometer macht sich ein Mann warm, den ich locker auf achtzig schätzen würde, auf dem Laufband setzt eine Frau mittleren Alters zum Zwischensprint an, und an den Hanteln arbeitet einer an seinem Bizeps, gegen den ich im Armdrücken unter Garantie keine Chance hätte.

Muss ich auch nicht, denn bei Frank Odenthal trainiert jeder genau nach seinen Möglichkeiten, und nicht um zu posen. Mein Trainingsplan umfasst zunächst acht Geräte, die den gesamten Körper trainieren. Beine, Rücken, Rumpf, Bauch, Arme, Schultern. Wenn ich mag, kann ich das beliebig ergänzen um Ausdauersport auf dem Laufband, Stepper oder einfach beim nächsten Hundespaziergang im Wald.

 

 

Meine Lieblingsübung ist schnell jene für den Rücken, die andere Kunden nicht so wirklich begeistert, wie mir Frank Odenthal verrät: Denn hier hängt man quasi kopfüber nach unten und bringt dann den Oberkörper in eine gerade Streckung. Verdammt anstrengend, aber auch verdammt wohltuend. Wenngleich die zweimal 15 Wiederholungen, die ich machen soll, kaum zu schaffen sind. An den anderen Geräten schon. Hier gilt vor allem eines: In der Ruhe liegt die Kraft. Mindestens 30 Sekunden Pause machen zwischen den Einheiten. Und, ganz wichtig: dehnen.

Frank Odenthal macht mir an jedem Gerät genau vor, wie ich dehnen muss und wie lange, zudem wird auf Bildern das korrekte Dehnen gezeigt. „Die Muskeln dürfen sich auf keinen Fall verkürzen“, stellt er klar. Kurzweilig indes ist mein erstes Training, und auch die weiteren vergehen jeweils wie im Flug.

Schon nach zwei Wochen spüre ich, wie sich der Rumpf stabilisiert und gerade bei den Bein- und Schulterübungen möchte ich am liebsten die Gewichte erhöhen. „Nein, das kommt erst später. Wir bauen das langsam auf“, ermahnt mich Frank Odenthal, der selbst einst Leistungssportler war. Recht hat er.Und nicht nur mein Rücken wird mir das gesundheitsbewusste Training in Lindlar danken.

 

15 Minuten in der … Bergischen Brasserie Hermannsburg

Mmh … das Fleisch. Butterzart. Und die Kartoffeln erst, knusprig leicht. Und mit der Soße, da könnte man doch gleich … aber vielleicht fangen wir erst mal von vorne an.

Philipp Naumann, Chefkoch und Besitzer der Brasserie Hermannsburg, begann schon mit 16 Jahren seine Ausbildung zum Koch im oberbergischen Restaurant „Stremme“. Reiste danach um die ganze Welt. Durfte im Schloss Lerbach und in Bensberg arbeiten und war schon in jungen Jahren Chefkoch in diversen Küchen. Ruhm, auch mal Extravaganz – Naumann erlebte alles. Und doch zog es ihn wieder zurück in seine Heimat Gummersbach. Hier übernahm er die Hermannsburg und eröffnete seine eigene Brasserie. Französische Küche mit bergischem Einschlag, beschreibt der heute 25-Jährige seine Genusskreationen. Für seine Gäste zaubert er täglich neue Geschmackserlebnisse. Und er ist stets offen für neue Ideen. So kommt es nicht selten vor, dass er sich für seine Stammgäste etwas ganz Ausgefallenes ausdenken darf.

Für ENGELBERT bereitet er einen Favoriten vieler Gäste zu: Ochsenbäckchen mit einem Duett von Blumenkohl, Herzöginkartoffeln und gegrilltem Frühlauch. Das Wasser läuft Ihnen im Mund zusammen? Fragen Sie uns mal!
Begonnen hat Philipp Nauman bereits tags zuvor. Denn die Ochsenbäckchen werden 18 Stunden lang zusammen mit Röstgemüse gegart. „Ganz wichtig ist dabei für die Soße viel Rot- und Portwein“, erklärt der junge Koch. Portionsweise werden die Ochsenbäckchen mit der passenden Soße einvakumiert und ins Kühlhaus gelegt. So kann er je sie nach Bestellung immer frisch zubereiten und in heißem Wasser schonend erwärmen. Das Fleisch ist so weich, dass man eigentlich gar kein Messer bräuchte.

Philipp Naumann hat in der Brasserie Hermannsburg ein achtköpfiges Serviceteam im Einsatz. Darunter sein bester Freund, der ebenfalls ein begnadeter Koch ist.
Er bereitet jetzt die Herzöginkartoffeln zu. Kartoffelpüree wird dafür mit Vollfettsahne, Muskat und ordentlich Butter angerührt und in kleine Röschen gespritzt. Für ihr krosses Äußeres kommen sie anschließend in den Backofen.

Nun ist der Blumenkohl an der Reihe. Für das Duett werden die kleinen Röschen zu einem leichten Püree verarbeitet, die restlichen werden angebraten. „Durch das Rösten bekommt der Blumenkohl eine schönere Farbe und ein wunderbar nussiges Aroma“, verrät Philipp Naumann.

Spätestens beim Anrichten sieht man das Feingefühl und die Liebe zu den Speisen, die der Koch an den Tag legt. Sorgfältig richtet er jedes Gericht mit Pinzette an. Ob es denn auch so gut schmeckt wie es aussieht? Was für eine Frage. Aber probieren Sie doch selbst!

Lass uns teilen!

Ja, Elektroautos fahren sich toll, sind effizient und gerade auch auf dem Land bestens aufgehoben. Aber sie sind eben auch noch etwas teurer als Benziner. Warum also nicht einfach ein Auto mit anderen teilen? Gemeinsam mit dem Kooperationspartner E-Wald setzt sich AggerEnergie beispielsweise für die Erweiterung des Carsharing-Angebots in der Region ein. So wie in Wiehl und Engelskirchen. Dort fahren Verwaltungsmitarbeiter tagsüber in vollelektrischen Renault ZOE, die sie von der AggerEnergie gemietet haben. Diese können dann nach Dienstschluss in den Rathäusern und an den Wochenenden auch die Bürger reservieren und nutzen.

 

Praktisch: AggerEnergie kümmert sich um die Wartung, Reinigung und Nebenkosten. Die Abwicklung des E-Carsharings übernimmt E-Wald. Genial

auch die technische Lösung zur Privatnutzung: Online auf der Carsharing-Plattform e-wald.eu registrieren und gegen eine Einmal-Gebühr gibt es eine Chipkarte, mit der man den ZOE öffnet und startet. Der kann stunden- oder tageweise zu den freien Zeiten online oder in den Kommunen für kleines Geld gebucht werden. Und wo wird geladen? Zum Beispiel an den 18 Ladepunkten der AggerEnergie in Oberberg und in Overath.

Der Megatrend: E-Bike!

Keinen Spaß am Auto? Lust, was für die Fitness zu tun und gleichsam so richtig nachhaltig unterwegs zu sein? So geht es Tausenden von Menschen im Oberbergischen Land. Radfahren boomt, insbesondere auf einem Elektrorad, dem Pedelec. Auch heftige Steigungen werden zum Kinderspiel, wenn beim Tritt in die Pedale der Elektromotor mithilft und der Schweißausbruch ausbleibt. Besonders praktisch: Nicht nur für Autos, auch für E-Bikes gibt es öffentliche Ladesäulen. Auf der Website der AggerEnergie kann man sich die auch interaktiv anschauen. Der Energieversorger versüßt seinen Kunden den Kauf eines neuen E-Bikes zudem mit einer Prämie – bis zu 100 Euro gibt es. Da macht die umweltschonende und gesunde Art der Fortbewegung doch gleich noch mehr Spaß.

Volle Ladung Energie

 

An der ersten Schnellladesäule im Oberbergischen Land, direkt in Sichtweite zur BEW, kann man mit bis zu 50 Kilowatt in der Stunde sein E-Auto laden. Das bedeutet für die meisten aktuellen Modelle, dass sie in einer guten halben Stunde aufgeladen sind. Aber da geht noch mehr, oder?

Na klar. Wir haben direkt für die Zukunft gebaut und so viel Kupfer im Boden verlegen lassen, dass wir dort später weitere Ladepunkte ergänzen können. Selbst ein Schnelllader, der bis zu 150 Kilowatt in der Stunde schafft, ist denkbar. Diese Strategie ist nicht nur nachhaltig, sie wird auch vom Land gefördert. Die bisherigen Kosten von rund 45.000 Euro sind zu etwa 35 Prozent bezuschusst worden.

 

Wipperfürth und auch Hückeswagen sind ja wahre E-Auto-Oasen. 

Das ist richtig. Hier in der Region können wir Ladesäulen im öffentlichen Bereich platzieren. Das ist in Ballungsgebieten wie Köln schwieriger. Allein auf Wipperfürther Stadtgebiet haben wir acht öffentliche und nicht öffentliche Ladepunkte, dazu vier in Hückeswagen, und es kommen weitere dazu.

Auch mehr E-Autos?

Davon gehe ich aus. In Wipperfürth sind nach meiner Schätzung rund 40 E-Autos zugelassen. Und wir haben immer mehr Kunden, die sich über uns, wenn sie zum Beispiel ein Haus neu bauen oder sanieren, direkt eine Ladesäule installieren lassen oder demnächst mieten. Weil sie jetzt schon wissen: Mein nächstes Auto wird … ein elektrisches. Für diese Autofahrer ist dann auch der Autostromvertrag interessant, den die BEW bietet. Den haben längst nicht nur Kunden aus Oberberg bei Ihnen abgeschlossen …
Aktuell haben wir fast 1300 Autostromkunden deutschlandweit und sind an einem Netz aus rund 2400 Ladepunkten angeschlossen. Per App können die Kunden also von Nord nach Süd deutschlandweit an all diesen Punkten laden und dafür ihren Stromvertrag nutzen. Eine Ladung kostet maximal 33 Cent pro Kilowattstunde, je mehr man lädt, desto günstiger wird es.

Sie sind selbst begeisterter Elektroautauto-Fahrer, ebenso wie viele Ihrer Kollegen aus dem E-Mobilitäts-Arbeitskreis bei der BEW. Wird die Akzeptanz bei dem Thema größer?

Wird sie, aber es ist immer noch viel Halbwissen unterwegs. Zum Beispiel wenn es um CO2-Emissionen bei der Akkuherstellung der Autos geht. Gleichwohl haben immer mehr Menschen Interesse am Thema und ich kann alle nur einladen, sich von uns hierzu einmal unverbindlich beraten zu lassen. Und am 23. September zum Elektromobilitätstag im metabolon in Lindlar zu kommen.

 

Yoga. Lernen. Lehren. Leben.

 

Körper und Geist in Einklang bringen. Über die Bewegung zur Entspannung gelangen. Sich selbst reflektieren und ganz neu wahrnehmen. Die Selbstheilungskräfte des Körpers aktivieren. Bewusster, achtsamer, glücklicher leben. All das ist Yoga. Und noch so vieles mehr. Eigentlich eine komplette Lebenseinstellung.

Anke Schweitzer aus Lindlar und Birgit Wieczorek aus Gummersbach leben für das Yoga. Und sie lehren nicht nur ihre zahlreichen Schüler, wie man den Weg zu sich selbst, zu dieser neuen Achtsamkeit, zu einer aktiven Form der Entspannung findet – sie bilden auch Yoga-Lehrerinnen und -lehrer aus. Dabei ergänzen sie einander seit drei Jahren auf eine Art und Weise, die auch weit über das Bergische Land hinaus einzigartig ist.

Denn Anke Schweitzer, die nicht nur Yogalehrerin, sondern auch Heilpraktikerin und leidenschaftliche Musikerin ist (sie hat unter anderem mit Bläck-Fööss-Frontmann Tommy Engel in einer Band gespielt) lehrt das Iyengar-Yoga. Dabei kommt es im wahrsten Wortsinne auf die richtige Haltung an: „Die Bewegungen und Übungen müssen präzise ausgeführt werden, aber natürlich so, wie es jedem Einzelnen gut tut“, erklärt Anke Schweitzer.

Anders das Vinyasa-Flow, das immer wieder neu variiert wird, das von der
Kreativität lebt, kräftig und dynamisch, aber auch ruhig und nach innen gerichtet. „Ich liebe es, dass hierbei keine Yoga-Stunde wie die andere ist“, sagt Birgit Wieczorek. Flow & Align nennen beide die Kombination der verschiedenen Richtungen, die einander aber kongenial ergänzen. Auch, weil es beim Yoga immer auf das richtige Atmen ankommt. Das Atmen ist wie ein Kompass, der den Übungen die Richtung vorgibt.

Die beiden Yoga-Lehrerinnen haben viele Jahre Erfahrung, lernen aber gleichsam nie aus, sie sehen sich selbst immer auch als Schülerinnen. Sie haben nicht nur in Deutschland, sondern unter anderem auch während ihrer Reisen nach Indien, in die Wiege des Yoga, tief greifende Erkenntnisse über diese so faszinierende Lebensweise gewonnen. „In Indien kommt es noch viel stärker auf Disziplin an als bei uns. Die Inder sind in ihren Bewegungen gelenkiger, weil sie quasi auf dem Boden aufwachsen. Und es machen dort viel mehr Männer Yoga“, hat Anke Schweitzer erfahren.
In Deutschland sind indes neun von zehn Yoga-Schülern weiblich.

Das oberbergische Yoga-Duo bildet daher vor allem Yoga-Lehrerinnen aus. Und das ist kein „mal eben“. Wer später selbst unterrichten will, muss schon vor der Ausbildung nachweisen, dass er oder sie seit mindestens zwei Jahren Yogaübungen macht.

Die Kurse selbst umfassen 300 Stunden in einem Zeitraum von rund anderthalb Jahren. In Wochenendseminaren lernen die angehenden Yoga-Lehrer nicht nur viel über die Ursprünge und Wirkungen des Yoga, sondern insbesondere, wie sie sie anderen Menschen vermitteln. Und wie sie auf diese eingehen. „Viele finden durch das Yoga erst wirklich zu sich selbst, gewinnen neue Erkenntnisse über sich, sehen Dinge des Lebens klarer“, berichten Anke Schweitzer und Birgit Wieczorek. Da fließen während einer Yoga-Stunde auch mal Tränen, lernen die Menschen, sich zu öffnen, haben das Bedürfnis, sich auszutauschen. Dann müssen sie sensibel und zugleich professionell aufgefangen werden.

Das kann nicht jeder, und die Ansprüche der Yoga-Lehrerinnen sind zurecht hoch. Am Ende der Kurse müssen alle neuen Lehrer 49 Übungen nicht nur beherrschen, sondern anderen vermitteln können. Sie haben jeweils mindestens eine halbstündige Yogastunde alleine geleitet, eine umfangreiche Hausarbeit über die Lehre geschrieben und ein Fachgespräch mit ihren Ausbilderinnen geführt. Und dann? Bekommen sie auch Starthilfe auf dem Weg in die Selbstständigkeit, denn Birgit Wieczorek und Anke Schweitzer sind gut vernetzt und legen großen Wert darauf, auch über die Ausbildungen hinaus mit den neuen Yoga-Lehrerinnen und -lehrern in Kontakt zu bleiben.

Bei allem ist den beiden eines ganz wichtig: Die indische Lehre ist kein Trendsport, kein kurzlebiger Lifestyle, der morgen wieder weg ist, und es ist mehr als ein bisschen Entspannung, weil ich mal wieder einen steifen Nacken habe. Wenn sich Kraft und Dynamik, Kreativität und Präzision, Aktivität und vollkommene Ruhe bei einer Reise ins ureigene Selbst verbinden, eröffnen sich ganz neue Erkenntnisse. „Dann wird es spannend“, sagt Birgit Wieczorek, die wie Anke Schweitzer seit vielen Jahren diesen Weg geht – und immer wieder neue Richtungen entdeckt. Weil beim Yoga alles so wunderbar anders bleibt.

Wer damit schreibt, der bleibt

 

Am Anfang ist es nur ein Stück Holz. Hart, unförmig, stumpf. Aber Jana Krause sieht etwas in dem Holz. Das, was einmal daraus werden soll. Sie spannt das Holzstück in die Drehbank ein und beginnt mit ihrer Arbeit. Hochkonzentriert drechselt sie Schicht um Schicht ab. Und etwas Neues entsteht. Etwas Einzigartiges, Formschönes. „Meine Werke sollen die Figur einer attraktiven Frau haben“, erzählt die Marienheiderin und lächelt. Angefangen mit dem Drechseln hat sie erst vor zwei Jahren – inspiriert durch ihren Mann, der bereits seit länger Zeit Werke aus Holz erschafft. „Eines Tages habe ich eine Frau getroffen, die Kugelschreiber aus Holz angefertigt hat und da wusste ich, dass ich genau das auch gerne machen möchte.“ Gesagt, getan. Aber wie bringt man sich das Handwerk selber bei? Sagen wir es mal so: Es lebe YouTube. Ungezählte Online-Videos später waren die ersten Schritte gemacht. Und der Rest? „Ist Gefühl, Geschick, Übung und viel Liebe.“

Diese spürt ENGELBERT, als wir ihr beim Drechseln über die Schulter schauen dürfen. Das Holz wird immer schmaler, die Späne fliegen nur so durch die Luft und mit jeder neuen abgetragenen Schicht verändert sich die Maserung, verwandelt sich das Holz. Wegen der feinen Späne schützt Jana Krause ihre Augen bei der Arbeit immer mit einer Schutzbrille. Die verschiedensten Werkzeuge und Hilfsmittel kommen zum Einsatz: Drechseleisen, Schleifer, Bohrer, Schleifpapier, Lack, Kleber. Kein Kugelschreiber ist wie der andere. Jana Krause entscheidet immer wieder neu, welche Maserung am besten passt. „Das macht ja erst den Reiz aus“, unterstreicht sie. Jedes Stück Holz ist ein Kunstwerk der Natur und verbirgt im Inneren wundervolle Strukturen, die nur darauf warten, entdeckt zu werden.

Plötzlich stoppt die Drehbank. Fertig? Ist das bereits die vollkommene Struktur? Das Holzstück, welches nunmehr auf ein Fünftel der ursprünglichen Größe geschrumpft ist, wird genaustens unter die Lupe genommen. Vermessen, Betastet. Geprüft. Bis Jana Krause beschließt: „Ja, so soll es bleiben.“ Was nicht heißt, dass die Holzkünstlerin schon fertig wäre. Denn nun kommen die Feinarbeiten, schließlich soll der spätere Kugelschreiber perfekt in der Hand seines zukünftigen Besitzers liegen. Mit einer kleinen Schleifmaschine wird nun die Oberfläche bearbeitet. Zuerst ganz grob und dann mit immer feinerem Schleifpapier. Bis sie ganz glatt ist.

Auf eine bestimmte Holzsorte ist Jana Krause nicht festgelegt. Sie hat schon Birkenholz, Eichenholz, Nussbaumholz und viele weitere Sorten verarbeitet.
Der vorsichtig aufgetragene Klarlack vollendet das kleine Kunstwerk. Ein wunderbares Geschenk für Familie, Freunde, Kunden oder Mitarbeiter. Übrigens:
Was man ihm oder ihr immer schon einmal sagen wollte, kann Jana Krause natürlich eingravieren. Für ein Geschenk, das bleibt. Weil es einfach einzigartig ist.