Effektives EMS-Training in Wipperfürth

 

So, bekomme ich jetzt gleich einen Stromschlag? Oder mehrere? Womit werde ich denn da verbunden? Und was sollen die ganzen Kabel? Alles Fragen, die mir im Kopf rumschwirren bei meinem ersten EMS-Training in Wipperfürth. Wofür steht die Abkürzung eigentlich genau? Elektro-Muskel-Stimulation. Aha. Hört sich gefährlich an, ist es aber nicht. Sondern eine effiziente Trainingsform, bei der die Muskeln in nur 20 Minuten besonders intensiv stimuliert werden – durch den Strom. Und das soll funktionieren?, frage ich mich.

Im neuen iMed-EMS-Studio in Wipperfürth nimmt mir Trainerin Andrea Klein
meine Sorgen und vor allem Vorurteile. Denn vor dem allerersten Training steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem es um meine allgemeine Gesundheit geht. Andrea stellt mir Fragen zu meinem Befinden, meinen Zielen und geht umgekehrt auch auf alle meine Fragen ein. In aller Ruhe. Das Gefühl von Stress und Alltagshektik gibt es hier nicht. Denn Andrea konzentriert sich ganz auf mich. So, wie es in einem Personaltraining auch sein sollte, denn dieses wird individuell auf mich zugeschnitten. Zum Trainerteam gehören auch zwei ausgebildete Physiotherapeuten.
Funktionsunterwäsche anziehen mit nichts drunter? Ja, auch das gehört zum EMS-Training – damit die Elektrowellen besser durch die Funktionskleidung strömen können. Etwas gewöhnungsbedürftig, diese Kleidung, zumindest inden ersten Minuten. Doch mit der Trainingsweste und verschiedenen Gurten, die mir an Armen, Beinen und Po angelegt werden, fühle ich mich schnell wieder angezogen.
Weste und Bänder sind essenziell für das EMS-Training. Denn dort werden die Elektroden befestigt. Vorher hat Andrea Klein sie komplett mit Wasser besprüht. Wieder ein komisches Gefühl: Noch keine Übung gemacht und schon nass. Macht aber Sinn: „Kleidung, Weste & Co. müssen befeuchtet werden, damit die Impulse besser fließen“, erklärt Andrea.
Bevor es losgeht, bekomme ich erst einmal eine Einführung in das Trainingsgerät, mit dem ich verkabelt werde. Dann drückt Andrea auf Start und stimmt die Intensität der Impulse auf jede einzelne Körperpartie ein. Ich bin echt gespannt, was jetzt kommt. An den Beinen geht es los. Plötzlich fängt es dort an zu kribbeln. Aber nicht unangenehm. Weiter geht es nach oben. Bauch, Rücken, Brust und dann die Arme. Schon bald kribbelt es an meinem ganzen Körper. Aber Stromschläge? Natürlich totaler Quatsch!
Was besonders toll ist: Beim gesamten Training lässt mich Andrea Klein nicht aus den Augen. Denn natürlich stehe ich nicht einfach herum, sondern trainiere ganz aktiv. Andrea motiviert mich permanent und korrigiert meine Haltung wenn nötig und passt die Intensität der Impulse an.
Wir arbeiten heute nicht mit Gewichten, sondern ausschließlich mit dem Körper. Kniebeugen, Armstreckungen, Bauch- oder Rückenübungen werden jeweils zehnmal wiederholt – immer mit viersekündigen Intervallen. Sprich: Alle vier Sekunden wird die Muskulatur durch Stromimpulse stimuliert und die Übungen erfordern eine entsprechende Kraftanstrengung. Die Muskelkontraktionen sind dann so intensiv, dass der Effekt über Tage anhält. Deshalb reichen auch die 20 Minuten Training aus. iMed bietet verschiedene EMS-Trainingsprogramme an. Von der aktiven Stoffwechselanregung über die Stärkung der Muskeln bis zur Entspannungseinheit nach einer harten Arbeitswoche. Alles ist möglich – und die Trainer sind auf alles vorbereitet. Trainieren kann man vom Grundsatz her in jedem Alter. Denn auf jeden wird persönlich eingegangen. Auf seine Stärken und Schwächen.
Im Nu ist mein Training vorbei. Ich bin nicht komplett geschafft, merke aber meine Problemzonen, wie den Rücken. Nicht unangenehm, sondern vielmehr so, dass ich ihn endlich mal richtig trainiert habe. Nach dem Umziehen besprechen wir schon das Training und die nächsten Ziele. Ich fühle mich gut danach. Gut trainiert, gut beraten und vor allem optimal unterstützt. Und an das Kribbeln könnte ich mich echt
gewöhnen.