Ab in den Garten mit Gummersbacher Experten

Ewiges Eis … schien so, oder? Endlich vorbei! Also: Blumen pflanzen. „Aber bitte nicht übermütig werden“, empfiehlt Stefanie Neuhoff, Pflanzenexpertin im Gartencenter Kremer. „Denn nicht alle Pflanzen können schon über Nacht draußen bleiben. Sie bedürfen vieler Pflege.“ Gartengeduld ist also gefragt. Wer kleine Zwiebelpflanzen wie Narzissen einsetzen möchte, die bereits vorgetrieben sind, sollte sie noch in der Wohnung halten. Oder aber, wenn sie schon auf Balkon oder Terrasse in kleinere Schalen und Kästen gepflanzt werden, jeden Tag den Wetterbericht im Blick haben. Sonniger Tag, aber knackig kalte Nacht? Dann abends rein mit den Blumen. Und wenn die jetzt schon in einen großen Kübel gesetzt sind, den ich nicht zweimal am Tag hin- und herschleppen möchte? „Dann sollten Sie diesen abends mit Vlies umwickeln.“ Wer es nach dem langen Winter in Wohnung oder Haus ganz schnell frühlingsbunt haben möchte, liegt mit Zwiebelpflanzen generell richtig. Als Frühlingsblüher wiederum empfehlen sich Primeln.
Die Zwiebeln sind übrigens robuster als Knollenpflanzen, die bei Kremer auch schon zu haben sind, darunter Sommerblüher wie Dahlien und Lilien. Knollen sind im Gegensatz zu Zwiebeln nicht winterhart. Also erst setzen, wenn das Thema Frost wirklich erledigt ist. Und dann im Herbst wieder aus der Erde holen, wenn man über Jahre was davon haben will. Knollenpflanzen sind im Bergischen oft nicht heimisch, daher brauchen sie mehr Pflege und Arbeit. Wie sieht es eigentlich mit Düngen aus? „Können Sie jetzt machen. Die Pflanzen haben je nach Wetter ihre Wachstumsphase von März bis Oktober.“ Wer Stauden hat, sollte sich schon mal vormerken, diese nicht nur jetzt, sondern auch im kommenden Herbst zu düngen. Zum Beispiel mit Hornspänen, welche die Stauden mit Stickstoff versorgen.
Generell gilt: Auch ein kühlerer Frühling kann pflanzentechnisch bunt werden,
wenn man Zeit in die Pflege der Pflanzen investiert. „Viele unserer Kunden machen sich diese Arbeit gerne und haben auch die entsprechende Erfahrung“, weiß Stefanie Neuhoff. Wer sie noch nicht hat, wird von den Natur-Talenten des Gartencenters Kremer bestens beraten.

Effektives EMS-Training in Wipperfürth

 

So, bekomme ich jetzt gleich einen Stromschlag? Oder mehrere? Womit werde ich denn da verbunden? Und was sollen die ganzen Kabel? Alles Fragen, die mir im Kopf rumschwirren bei meinem ersten EMS-Training in Wipperfürth. Wofür steht die Abkürzung eigentlich genau? Elektro-Muskel-Stimulation. Aha. Hört sich gefährlich an, ist es aber nicht. Sondern eine effiziente Trainingsform, bei der die Muskeln in nur 20 Minuten besonders intensiv stimuliert werden – durch den Strom. Und das soll funktionieren?, frage ich mich.

Im neuen iMed-EMS-Studio in Wipperfürth nimmt mir Trainerin Andrea Klein
meine Sorgen und vor allem Vorurteile. Denn vor dem allerersten Training steht immer ein ausführliches Beratungsgespräch, in dem es um meine allgemeine Gesundheit geht. Andrea stellt mir Fragen zu meinem Befinden, meinen Zielen und geht umgekehrt auch auf alle meine Fragen ein. In aller Ruhe. Das Gefühl von Stress und Alltagshektik gibt es hier nicht. Denn Andrea konzentriert sich ganz auf mich. So, wie es in einem Personaltraining auch sein sollte, denn dieses wird individuell auf mich zugeschnitten. Zum Trainerteam gehören auch zwei ausgebildete Physiotherapeuten.
Funktionsunterwäsche anziehen mit nichts drunter? Ja, auch das gehört zum EMS-Training – damit die Elektrowellen besser durch die Funktionskleidung strömen können. Etwas gewöhnungsbedürftig, diese Kleidung, zumindest inden ersten Minuten. Doch mit der Trainingsweste und verschiedenen Gurten, die mir an Armen, Beinen und Po angelegt werden, fühle ich mich schnell wieder angezogen.
Weste und Bänder sind essenziell für das EMS-Training. Denn dort werden die Elektroden befestigt. Vorher hat Andrea Klein sie komplett mit Wasser besprüht. Wieder ein komisches Gefühl: Noch keine Übung gemacht und schon nass. Macht aber Sinn: „Kleidung, Weste & Co. müssen befeuchtet werden, damit die Impulse besser fließen“, erklärt Andrea.
Bevor es losgeht, bekomme ich erst einmal eine Einführung in das Trainingsgerät, mit dem ich verkabelt werde. Dann drückt Andrea auf Start und stimmt die Intensität der Impulse auf jede einzelne Körperpartie ein. Ich bin echt gespannt, was jetzt kommt. An den Beinen geht es los. Plötzlich fängt es dort an zu kribbeln. Aber nicht unangenehm. Weiter geht es nach oben. Bauch, Rücken, Brust und dann die Arme. Schon bald kribbelt es an meinem ganzen Körper. Aber Stromschläge? Natürlich totaler Quatsch!
Was besonders toll ist: Beim gesamten Training lässt mich Andrea Klein nicht aus den Augen. Denn natürlich stehe ich nicht einfach herum, sondern trainiere ganz aktiv. Andrea motiviert mich permanent und korrigiert meine Haltung wenn nötig und passt die Intensität der Impulse an.
Wir arbeiten heute nicht mit Gewichten, sondern ausschließlich mit dem Körper. Kniebeugen, Armstreckungen, Bauch- oder Rückenübungen werden jeweils zehnmal wiederholt – immer mit viersekündigen Intervallen. Sprich: Alle vier Sekunden wird die Muskulatur durch Stromimpulse stimuliert und die Übungen erfordern eine entsprechende Kraftanstrengung. Die Muskelkontraktionen sind dann so intensiv, dass der Effekt über Tage anhält. Deshalb reichen auch die 20 Minuten Training aus. iMed bietet verschiedene EMS-Trainingsprogramme an. Von der aktiven Stoffwechselanregung über die Stärkung der Muskeln bis zur Entspannungseinheit nach einer harten Arbeitswoche. Alles ist möglich – und die Trainer sind auf alles vorbereitet. Trainieren kann man vom Grundsatz her in jedem Alter. Denn auf jeden wird persönlich eingegangen. Auf seine Stärken und Schwächen.
Im Nu ist mein Training vorbei. Ich bin nicht komplett geschafft, merke aber meine Problemzonen, wie den Rücken. Nicht unangenehm, sondern vielmehr so, dass ich ihn endlich mal richtig trainiert habe. Nach dem Umziehen besprechen wir schon das Training und die nächsten Ziele. Ich fühle mich gut danach. Gut trainiert, gut beraten und vor allem optimal unterstützt. Und an das Kribbeln könnte ich mich echt
gewöhnen.

Strickfieber in Gummersbach

Sie strickt, seit sie zwölf ist. Eine Decke war ihr erstes Stück. Das weiß sie noch genau. Nein, keine Decke für die Puppe, direkt eine große. Und sogar schon mit verschiedenen Mustern. Viereck für Viereckentstand damals eine ganz individuelle Patchworkdecke. „Meine Mutter hat mir alles beigebracht, nur das Strümpfestricken nicht“, erzählt Monika Hamacher mit einem Schmunzeln. Mittlerweile kann sie das aber auch perfekt. Seit zehn Jahren betreibt sie mit Unterstützung von Christine Heiden-Kriegeskotte ihr Fachgeschäft „Strickfieber“ in Gummersbach. Ihre Stammkunden kennen den Laden gut.
Er liegt etwas versteckt an der Schützenstraße 22a, aber wer ihn erst entdeckt hat, wird ihn mit einigen Schätzen wieder verlassen. So groß ist die Auswahl an Wolle der Marke LANA GROSSA, in den verschiedensten Farben und Varianten.

Das Tolle daran: Monika Hamacher ist selbst begeistert von den Wollen und Garnen, die sie verkauft – und so wird Neuware von ihr und Christine Heiden-Kriegeskotte erst einmal angestrickt, um zu schauen, ob das Garn auch hält, was der Hersteller verspricht. Neben der umfassenden Beratung geben die beiden sehr gerne ihr Wissen weiter, an Stricknachmittagen und auf Mottoabenden zum Beispiel – unter anderem beim Double-Face-Abend, wenn man lernen kann, wie man ohne die linke Seite strickt.
Stricken – ist das nicht was für Omas? Pah, ein Klischee! Denn Stricken liegt voll im Trend. Junge Menschen, die nicht mehr das Gleiche von der Stange haben wollen wie ihre Freunde oder Freundinnen, stricken sich den Schal, die Mütze oder den Pullover einfach selber – und kreieren mit den Materialien aus dem „Strickfieber“, wo es natürlich auch Garne, Knöpfe und viele weitere Accessoires gibt, ihr ganz persönliches Einzelstück.
Die Wolle, die Monika Hamacher ihren Kunden anbietet, ist von bester Qualität und bleibt bei richtiger Pflege jahrelang schön. Aber nicht ewig nachbestellbar. „Deshalb immer für den ganzen Pullover einkaufen“, sagt die Wolle-Expertin, die ihre vielen Stammkunden stets mit Namen – und mit einem herzlichen Lächeln – begrüßt.
Sie hilft jederzeit gerne weiter, wenn zum Beispiel die aus dem Internet heruntergeladene Anleitung mehr Fragen aufwirft als Antworten gibt. Da kommt es manchmal auf die Feinheiten an, die man im Laufe einer Strickkarriere so erlernt hat. Denn jeder strickt und häkelt anders. Die einen fest, die anderen locker. Da ist es wichtig zu wissen, wie die Kunden stricken. „Manchmal lasse ich mir extra etwas vorstricken, um dann bei der Wahl der richtigen Nadel zu unterstützen“, erklärt Monika Hamacher. Wer viel strickt, will auch immer was Neues. Nicht nur das: „Wer einmal an der Nadel hängt, bleibt meistens auch dabei“, sagt sie lachend. Und ergänzt mit einem Augenzwinkern: „Ich bin der netteste Dealer, denn meine Kunden hängen alle an der Nadel, und ich versorge sie mit Stoff.“
Für viele Kunden geht es gar nicht darum, die fertigen Stücke zu tragen, sondern vor allem um das Stricken selbst. Und dann? Was passiert mit den Kleidungsstücken? Monika Hamacher, die gelernte Krankenschwester, hatte eine geniale Idee, wie man mit seinem Hobby auch Gutes tun kann: Alle Kunden, die wie sie dem ewigen Strickfieber erlegen sind und auch nicht mehr wissen, wohin mit den fertigen Kleidungsstücken, können diese zu ihr ins Geschäft bringen.
Dort werden sie dann verkauft und der Erlös geht komplett an das Hospiz in Wiehl. „Dadurch sind seit 2016 über 3000 Euro zusammengekommen“, erzählt sie stolz. Aber damit nicht genug. Sie unterstützt auch die Initiative Chemohut: „Wir stricken und häkeln Mützen für die Chemopatienten im Krankenhaus Gummersbach. Denn viele von ihnen mögen keine Perücken mehr tragen. So können wir ihnen etwas Gutes tun.“