Im Ford Mustang durch Marienheide

Eigentlich geht das ja so: Auto an, Mucke an. Richtig laut. Aber was heißt schon „eigentlich“, wenn man in einen Mustang einsteigt? Die automobilgewordene

Leidenschaft, die wir an einem sonnigen Märztag einmal rund um Marienheide ausreiten dürfen, hat genau acht zylinderförmige Argumente, die einen binnen weniger Augenblicke vollkommen überzeugen, das Radio bloß auszulassen. Sie hocken vorne, unter der Haube, da, wo der Mustang seine wilde Seele hat. Da, wo das Fauchen beginnt, sobald der Zündschlüssel gedreht und der knallrote Startknopf gedrückt ist. Vielleicht ist es auch ein tiefes Grollen, keine Ahnung, es klingt so umwerfend, dass es mich in den Sitz drückt, dabei habe ich noch nicht mal Gas gegeben.

Wer das zum ersten Mal macht in diesem 2008er Mustang GT, der muss behutsam vorgehen, sonst fällt Omi beim Mittagsschlaf in der Wohnsiedlung womöglich aus dem Bett. Und der Mustang macht einen fetten Satz, denn 300 Pferde unter der Haube sind eine Ansage.

Genau wie alles andere in diesem Auto auch: Wer die Kupplung sicher treten will, sollte eine gute Beinmuskulatur besitzen, wer auf einen sechsten Gang hofft, darf das gleich wieder abhaken, und wer mit oberbergischen Schlaglöchern nach vier Wochen Dauerfrost nicht klar kommt, tja … soll er halt vom Pferd steigen.

Nee nee, wir bleiben mal schön sitzen. Und lauschen dem Grollen im zweiten und dritten Gang. Lassen uns in die Sitze drücken, diesmal aber richtig, während wir über Land Richtung Brucher Talsperre und dann zum Unnenberg brausen. Diese Serpentinen, ein Traum! Vor allem mit dieser Lenkung, die sofort zupackt. Müsste ich nicht auf die Straße schauen, ich würde auch die ganze Zeit dieses genial puristische Lenkrad und die uramerikanischen Armaturen bestaunen. Der Tacho zeigt das Tempo natürlich erst mal in Meilen an, wen jucken schon Kilometer? Lustig sind die vielen Fußgänger, die sich an jeder Ampel nach uns umdrehen. Die haben uns erst gehört und dann gesehen. Scheint den Fahrern der silbernen Kompakt-Vans, von denen ungefähr drei gleich mal vorsorglich anhalten, um uns vorbeizulassen, auch so zu gehen. Nicht, dass wir gedrängelt hätten oder so. Man kann den Mustang auch zahm wie ein schnurrendes Kätzchen durch Marienheide bis Schloss Gimborn lenken. Um dann, auf gerader Straße, immer mal wieder einfach das wilde Tier rauszulassen.

All das kann jeder haben. Denn RR US Cars aus Lindlar vermietet den Ford Mustang – und nicht nur den. Für Hochzeiten zum Beispiel. Für den Ausflug mit dem besten Kumpel oder der Freundin. Für einen ganzen Tag voller Abenteuer. Denn die ganz große automobile Freiheit liegt zum Glück direkt vor der Haustür.